Der Ausbau der Autobahn 57 ist in Planung
15.09.2010 | 17:43 Uhr 2010-09-15T17:43:00+0200
Duisburg .Die A 57 soll vom Niederrhein bis vor Köln sechsspurig werden. In Krefeld sorgt sich die Bürgerinitiative „Schutzgemeinschaft A 57“ um den Lärmschutz in Wohngebieten und plädiert für einen Tunnel statt nur für Lärmschutzwände.
Die A 57 soll nach dem Willen der Bundesregierung vom Niederrhein bis vor die Tore Kölns sechsspurig verlaufen. Dafür muss die Strecke zwischen den Autobahnkreuzen Meerbusch und Kamp-Lintfort ausgebaut werden - also auch das Teilstück zwischen Kreuz Moers und Krefeld-Zentrum. Dieses Teilstück ist über die Ausfahrten Kapellen und Krefeld-Gartenstadt für Rumeln, Mühlenberg und Friemersheim der nächste Anschluss ans Fernstraßennetz. Über die L 473n ist auch Duisburg-Rheinhausen nur einen Wimpernschlag entfernt, und zumindest in der Theorie ist diese Verbindung auch die wichtigste Anbindung des Logport-Gewerbegebietes.
Relativ weit sind die Planungen für das westlich an Rumeln vorbei laufende Stück zwischen Gartenstadt und Kreuz Moers: „Im Sommer 2009 haben wir den Planungsauftrag für einen Vorentwurf bekommen. Im Laufe des kommenden Jahres sollte dieser Entwurf so weit sein, dass wir ihn dem Bund zur Genehmigung vorlegen können“, sagt Jochen van Bebber, Projektleiter bei Straßen.NRW. Lärmschutz sei wegen der Anwohner in Kapellen und am Stadtrand von Krefeld zwar auch auf diesem Abschnitt ein Thema, die Immissionswerte ließen sich aber wohl mit herkömmlichen Lärmschutzwänden einhalten.
Baubeginn nicht vor 2015
Zwischen Vorplanung und Baubeginn steht allerdings auch für diesen Bauabschnitt noch das übliche Baurechts-Verfahren, inklusive Bürgerbeteiligung und Erörterung. „Wenn das nicht verzögert wird, etwa durch klagende Anwohner“, so van Bebber, „könnten vielleicht Ende 2015, eher Anfang 2016, die tatsächlichen Bauarbeiten beginnen.“
Knies gibt es in Krefeld dagegen über die Art und Weise, wie die angrenzenden Wohngebiete im weiteren Verlauf, zwischen dem L 473n-Anschluss bei Gartenstadt und Oppum, von der dann sechsspurigen Autobahn lärmentkoppelt werden sollen: Die üblichen, zur Autobahn hin gekrümmten Lärmschutzwände sind den Krefeldern nicht genug. Eine Bürgerinitiative namens „Schutzgemeinschaft A 57“ hätte lieber einen Tunnel. Die auf einem Damm angelegte und erst in späteren Jahren durch Lärmschutzwände ergänzte Autobahn führe mitten durch Wohngebiet, heißt es auf der Internetseite der Initiative. Da „schon heute Lärmbelästigung und Feinstaubgehalt erlaubte Grenzwerte regelmäßig überschreiten“ sei der Tunnel nötig. „Auch zerschneiden Wälle und Schallschutzmauern Wohngebiete in unerträglicher Weise“.
Anwohner in Krefeld wollen Tunnel
Die heimischen Bundestagsabgeordneten hat die Initiative fraktionsübergreifend auf ihrer Seite. Bei Gesprächen im Bundesverkehrsministerium holten sich Ansgar Heveling (CDU), Bernd Scheelen und Siegmund Ehrmann (beide SPD) sowie Otto Fricke (FDP) allerdings eine Absage: Dort sei „die vom Land Nordrhein-Westfalen favorisierte Ausbauvariante“ geplant.
Die allerdings gibt es laut van Bebber noch gar nicht: „Eine Entscheidung des Bundes für den Planungsauftrag wird es erst nach einem Votum der Landesregierung geben.“ Auf diese Anhörung hoffen laut einer gemeinsamen Pressemitteilung auch die vier Krefelder Abgeordneten.
10:23
Hier im Ruhri sein Bloggerforum schreiben doch mehrheitlich nur Kranke und Blöde. Neidkrank, bildungsfern!
Fehlt nur noch, dass wieder irgendein Bekloppter auch zu diesem Zeitungsartikel einen Kommentar gegen unseren OB vom Stapel lässt.
09:47
an #3: wo ist denn bitte die A57 in Krefeld 3-spurig?
07:04
Moment mal, die ist doch gerade erst ausgebaut worden. Wer plant denn da? Die denken wohl nur von heute bis morgen. Da gehts dann 6-spurig wie im Trichter nach Koeln und dann haengt man eben dort fest. Als koennte man die Kohle nicht sinnvoller einsetzen...
22:10
das ist wieder typisch. da wo die besserverdienenden wohnen darf nur so weit ausgebaut werden, dass man schnell auf der autobahn ist für die geschäftsreise oder die anfahrt zum flughafen Ddorf bzw. zu den hbfn von D oder DU. geht es darüber hinaus, rottet man sich gut organisiert zusammen - womit sie sonst eher weniger am hut haben - und bringt auch glöeich die gewählten vertreter hinter sich. haben diese anwohner sich eigentlich einmal die autobahnen im ruhrgebiet angesehen und durch welche art von wohngebieten dort schneisen mitten hindurch geschlagen wurden? - von der bahn-betuwe-linie will ich gar nicht reden. selbstverständlich soll bester lärmschutz sein - aber bitte keine hochteuren edelautobahnen für dieses klientel.
07:55
Ich befürchte, ich bin schon in Rente wenn denn der Ausbau der A 57 fertig ist