Boule-Turnier
Das „Schweinchen“ ist das Ziel
08.08.2010 | 14:41 Uhr 2010-08-08T14:41:00+0200
„Klack“ macht es am Samstag immer wieder auf dem Friesenplatz des HTV und dem sich davor befindlichen Park – genannt Hakenfeld. Die Boule-Abteilung des Homberger Turnvereins hat zum Boule-Turnier eingeladen.
Aus ganz NRW, hauptsächlich aber aus dem Ruhrgebiet, sind Mannschaften angereist, um dem Sport mit dem kleinen „Schweinchen“ und den großen Metallkugeln nachzugehen. 152 Spieler sind in Zweier-Teams angetreten.
Können und Taktik
sind gefragt
Beim Spiel hat jede dieser „Doubletten“ sechs Kugeln. Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Wer mit seinen Kugeln am nächsten am Schweinchen liegt, bekommt die Punkte. Einfach ist das aber nicht. „Das Spiel besteht aus 50 Prozent Können und 50 Prozent Taktik“, sagt Friedhelm Philippin, ein erfahrener Boule-Spieler des HTV. Wenn eine Kugel nahe am „Schweinchen“ liegt, heißt das nämlich noch lange nicht, dass sie auch da bleibt. Ist der Gegner dran, kann er mit einem gezielten Wurf die Kugel „wegschießen“. Das ist es dann auch, was den charakteristischen „Klack“-Laut verursacht.
Zwischendurch gibt es in den Teams immer mal wieder eine Taktikbesprechung. Da wird dann überlegt, ob die nächste Kugel nahe ans Ziel „gelegt“ wird oder eine gegnerische Kugel „geschossen“ wird. Es ist beachtlich mitanzusehen, wie gezielt die Spieler die Kugeln über acht Meter werfen und diese dann direkt neben dem kleinen Kugelziel liegen bleiben.
Bis knapp 20 Uhr ging das zehnstündige Turnier rund um den HTV-Platz. Die Spielrunden auf dem Harkenfeld waren dabei nicht unüblich. Dort hatte die Boule-Abteilung des HTV vor etwa zwei Jahrzehnten angefangen, bevor sie ihre eigenen Plätze auf der HTV-Anlage hatte. Wegen der großen Menge der Spieler mussten am Samstag dort wieder die alten Plätze aktiviert werden. Das Bouleturnier des HTV hat sich inzwischen zu einer festen Größe entwickelt. Inzwischen findet es schon im vierten Jahr in Folge statt, immer am ersten Wochenende im August.
Am Samstag spielte das gute Wetter den Boulern noch zusätzlich in die Karten. „Die Leute kommen gerne zu unserem Turnier, denn sie wissen, dass wir hier eine gute Anlage mit schattigen Plätzen haben“, so Philippin.
Ob es nun an der Anlage oder der Motivation liegt, die knapp 50-köpfige Boule-Abteilung des HTV kann sich mit vielen erfolgreichen Ligaspielern brüsten. Eine Mannschaft spielt sogar in der zweithöchsten NRW-Liga. „Das Schöne an Boule ist, dass man es von jung bis ins hohe Alter spielen kann“, sagt Philippin, der selbst schon 78 Jahre alt ist und immer noch regelmäßig an großen Turnieren teilnimmt. Wichtig seien Kondition und dass man noch körperlich und geistig fit sei und nicht zuletzt sollte auch noch ein bisschen Geschicklichkeit vorhanden sein, damit man möglichst nah am „Schweinchen“ liegt.
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