Das 22. Folkfestival steigt am 30. Mai in Rheinhausen

Das Rheinhauser Folkfestival gehört zu den größten Festivals der Stadt. Im  vergangenen Jahr pilgern 8000 Gäste zum Jugendzentrum Tempel.
Das Rheinhauser Folkfestival gehört zu den größten Festivals der Stadt. Im vergangenen Jahr pilgern 8000 Gäste zum Jugendzentrum Tempel.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die 22. Auflage des Rheinhauser Folkfestivals steigt am 30. Mai. Wie immer bei freiem Eintritt, wie immer am Jugendzentrum Tempel. Wer spielt, verraten wir hier.

Duisburg-Rheinhausen.. Am Samstag, 30. Mai, gibt es die 22. Auflage des Folkfestivals, das inzwischen weit über Duisburg hinaus bekannt ist und wie stets am Jugendzentrum Tempel an der Peschmannstraße in Bergheim über die Bühne geht. Der Eintritt ist traditionell frei, und wieder hat das Orga-Team um Hannes Wallrich es geschafft Bands, ein Kindertheater und Walking-Acts zu verpflichten, die an zwei Plätzen, Wiesen- und Mühlenbühne auftreten werden:

Um 14.15 Uhr geht es los auf der Mühlenbühne mit dem Kindertheater „Nellys Lied“, das vom Rheinhauser Kom’ma-Theater arrangiert wird. 15.45 Uhr gastiert dort das „Provinztheater“: klamaukige Klamotten, urige Instrumente, der Spirit der Straße ist die Idee des siebenköpfigen Ensembles aus Krefeld. Mit Tuba, Akkordeon und Kuhglocken, Vatermörder, altbackenen Hüten und Omas Einkaufswägelchen, liefern sie einen interessanten Ansatz zur Volksmusik, gerne auch als Walking-Act.

Gitarrenvirtuosen und Avantgarde

Darauf folgt Tom James um 17 Uhr an der Mühlenbühne - ein junger Gitarrenvirtuose mit gewaltigen Songwriterqualitäten, der viele große Festivals in Großbritannien und den Niederlanden spielte. Zwei EPs hat er veröffentlicht „Green & White“, sowie 2014 das zerebrale und gefühlsgeladene Werk „Blood to Gold“. „Bestimmt ein Mann, der musikalisch noch eine große Zukunft vor sich hat mit seinem tollen Fingerpicking“, sagt Hannes Wallrich vom Orga-Team.

Einen avantgardistischen Ansatz des Folks präsentiert um 19 Uhr an gleicher Stätte das deutsch-griechische Duo „Sea + Air“, das bekannt aus TV-Auftritten, unter anderem bei „Inas Nacht“, ist. Hier werden Melodien des Mittelmeeres abseits des Mainstreams überraschend in den Folk-Pop überführt, ohne gefällig zu werden. Den Abschluss vor der Bergheimer Mühle bildet dann Minnie Marks, die schon zu Gast beim Folkfestival war. Die 20-Jährige ist ein Konditionswunder und erinnert bei ihren Auftritten immer an die Exaltiertheit von Melissa Etheridge oder Janis Joplin, wenn sie in die Gitarre fetzt und lauthals den Blues dazu röhrt.

Ska, Indie und Beat-Box

Auf der Wiesenbühne spielen ab 15 Uhr Esperanska, ein Ska-Trio aus Berlin. Hier werden die Fans mitgenommen auf Streifzüge in den Reggae oder Dub, während die Drei gewaltige Bläsersätze posaunen. Danach um 16 Uhr folgen Riders Connection: Interessant wird es sein zu hören, wie eine Beat-Box Eingang in den Reggae durchsetzten Pop-Sound der Band findet und dort täuschend echt Bläsersequenzen vorgaukelt.

Einfühlsame von Indie-Folk durchtränkte Melodien aus rauchigen Berliner Szene-Kneipen liefern Charity Children, ursprünglich aus Neuseeland, die nach musikalischer Odyssee jetzt in der Hauptstadt sesshaft geworden sind ab 17.30 Uhr.

Poetisches und was zum Tanzen

The Leisure Society übernehmen ab 19.30 Uhr, in der englischen Fachpresse haben sie gute Rezensionen für ihre Musik eingeheimst und der Avantgardist Brian Eno zählt zu ihren größten Fans. Sie spielen poetische Popsongs mit einem Hauch von „Reise durch die Weltgeschichte“ unter Federführung ihrer Kreativköpfe Christian Hardy und Nick Hemming.

Zum Schluss wollen La Chiva Gantiva alle Zuschauer zum Tanzen bringen, die sich bis dahin noch nicht bewegt haben: eine fetzige Mischung aus Afrobeat und Funk mit Punkattitüde und markigen, einschneidenden Bläserarrangements erwartet die Fans als Abräumer des Festivals.

Im Umfeld gibt es wieder Getränke und Gegrilltes, sowie selbstgebackene Kuchen, sämtliche Erlöse fließen in die Finanzierung dieses Mega-Events.