Combat Systema - eine neue Kampfsportart

Combat Systema ist ein modernes Kampfsystem, basierend auf den kombinierten Prinzipien der slawischen, asiatischen und westlichen Kampfkünste. Der Kanadier Kevin Secours entwickelte es 2010 unter anderem aus dem russischen Systema. Bundesweit gibt es drei Schulen, die dieses System unterrichten.

Leiter der Duisburger Combat Systema Gruppe ist Volker Heckt. Er trainiert seit mehr als 20 Jahren verschiedene Kampfkünste und ist Mitglied der International Combat Systema Association (I.C.S.A). Beim Combat Systema erlernen die Ausübenden eine realistische Selbstverteidigung um auf den Ernstfall vorbereitet zu sein. Am 6. und 7. Juni findet in Rheinhausen in der Sportschule CRCA Lopez, Atroper Straße 56, das erste Deutschlandseminar der norwegischen Combat Systema Senior Instructors Ola Skodvin und Aksel Johansen statt. An beiden Tagen soll es von 10 bis 16 Uhr um die Grundlagen des Combat Systema gehen.

Ola Skodvin und Aksel Johansen sind I.C.S.A.-Mitglieder der ersten Stunde. Beide sind Combat Systema Direktoren für das gesamte Gebiet Skandinaviens. Sie arbeiten beständig daran, Combat Systema in Europa zu verbreiten. Sowohl Ola als auch Aksel dienten in der norwegischen Armee. Ola war im Nato-Hauptquartier im Norden Norwegens als Mitglied der Militärpolizei stationiert und sammelte nach seiner Dienstzeit weitere Erfahrungen im privaten Sicherheitsbereich, im Einsatz, aber auch als Berater. So war er auch für Securitas Norway als Sicherheitsberater tätig. Aksel war in der Armee als Infanterie Ranger, später als Teil der Reverse’s Quick Response Forces tätig.

Natürliche Bewegungen

Combat Systema unterscheidet sich von den meisten anderen Kampfkünsten darin, dass natürliche Bewegungen und wissenschaftliche Erkenntnisse im Vordergrund stehen. Es gibt keine Mystik, keine Geheimlehren und auch sonst keinen überflüssigen Zierrat. Zu den verwendeten Techniken gehören Schläge, Tritte, Hebel und Würfe. Die Techniken folgen aber keinen starren Vorgaben, sondern werden beim Training den individuellen körperlichen Voraussetzungen der Probanden angepasst. Hiermit wird vermieden, sich mühsam Bewegungen anzutrainieren, die nicht den natürlichen Bewegungsabläufen des menschlichen Körpers entsprechen. Diese Vorgehensweise erhöht die Effektivität der Anwendungen und verringert Gesundheitsrisiken.

Eine umfangreiche Fallschule soll zusätzliche Sicherheit erzeugen, auch im Alltag. Spezielle Atemübungen helfen dabei, auch in einer Gefahrensituation nicht die Kontrolle zu verlieren. Gegenseitiger Respekt, so vermitteln es die Lehrer, ist Grundvoraussetzung für das Training. „Combat Systema ist für Männer und Frauen jeden Alters geeignet. Ziel ist es selbstbestimmt, gegen Gewalt, gemeinsam zu wachsen.“