Christen und Muslime beten für den Frieden

Das grausame Attentat in Paris blieb nicht ohne Einfluss auf den Neujahrsempfang des Rheinhauser „Arbeitskreises Christen und Muslime“ in der Hochemmericher Eyup-Sultan-Moschee an der Ecke Anna- straße /Atroper Straße. Die 45 Besucher, Deutsche und türkische Zuwanderer, Christen und Muslime, versammelten sich erstmals zu einem Friedensgebet. Mitglieder der Eyup-Sultan-Gemeinde (DITIB), befreundeter Rheinhauser und Rumelner Moscheevereine sowie die deutschen Gäste beteten gemeinsam für ein friedliches Miteinander aller Religionen und Toleranz zwischen ihnen. Der Kulturattaché der türkischen Generalkonsulats in Düsseldorf betonte in seiner Ansprache, wie wichtig es für Muslime ist, sich von Islamisten und ihren Gewalttaten abzugrenzen.

Bei dem traditionellen Schwerpunktthema ging es diesmal um die Pflegesituation in Rheinhausen, insbesondere die Pflege türkischer Mitbürger im Seniorenalter. Dort zeichnet sich ein Wandel ab: Traditionell werden pflegebedürftige Zuwanderer aufgrund des starken familiären Zusammenhals von ihren Angehörigen zuhause gepflegt. Doch nutzen viele Familien immer mehr auch Angebote der Caritas, Diakonie, Johanniter oder privater Pflegedienste. „Immer mehr Zuwandererfamilien nehmen die professionelle Hilfe in Anspruch. Auch das Angebot an türkischstämmigen Übersetzern und Pflegekräften sei gewachsen, so Gerda Peto, Leiterin des Arbeitskreises.