Busfahrer zeigt bei Angriff auf 14-Jährige Zivilcourage
02.10.2012 | 16:01 Uhr 2012-10-02T16:01:00+0200
Duisburg. Ein gewalttätiger Fahrgast hat in einem Bus der Linie 911 in Homberg eine 14-Jährige angegriffen. Der Busfahrer schritt ein und wurde dabei selbst verletzt. Trotzdem würde der Fahrer immer wieder eingreifen: „Schließlich habe ich auch Kinder und möchte, dass ihnen bei einem Angriff geholfen wird.“
Bogdan Mainka ist sich sicher: Er würde es sofort wieder tun. Auch wenn die Prellungen noch schmerzen. Der Busfahrer griff ein, als ein Fahrgast in der NIAG-Linie 911 gewalttätig wurde. „Ich hörte kurz vor der Haltestelle Bismarckplatz in Homberg lautes Geschrei aus dem Heckbereich des Busses. Also hielt ich den Bus an der Haltestelle ohne die Türen zu öffnen, um zu sehen, was dort los war.“
Als er im hinteren Bereich des Gelenkbusses ankam, war es bereits passiert. Ein Mann hatte ein 14-jähriges Mädchen angegriffen und ihm eine blutige Nase geschlagen. „Ich sagte dem Täter, dass ich nun die Polizei rufen werde. Da versuchte er über die Notöffnung des Busses zu flüchten und ich wollte ihn aufhalten.“
Fahrer erlitt Prellungen und hat einen angebrochenen Schneidezahn
Der Mann schlug dem Fahrer heftig mit dem Ellbogen in Bauch und Rippen. Das Ergebnis: Prellungen und ein angebrochener Schneidezahn. Zum Glück kam dem Busfahrer bei dem Angriff ein anderer Fahrgast zu Hilfe. Schließlich ließ der Fahrer den Angreifer flüchten, als ihm die Zeugen zuriefen, dass der Mann ihnen bekannt war. So konnten die Personalien der Polizei mitgeteilt werden.
„Zunehmende Gewaltbereitschaft ist ein gesellschaftliches Problem, dem wir leider auch in unseren Fahrzeugen begegnen “, erläutert NIAG-Betriebsleiter Andreas Meuskens. „Für unsere Fahrer und Fahrerinnen sind solche Situationen dennoch zum Glück die Ausnahme“, betont er. „In einem solchen Moment richtig zu reagieren ist wichtig – für unsere Fahrgäste und für die Busfahrer selbst.“
NIAG schult richtige Verhaltensweisen bei Eskalationen
Meuskens sieht bei Bogdan Mainka genau das richtige Maß an Zivilcourage. „Er hat sich vorbildlich verhalten.“ Denn technische Schutzmaßnahmen, wie zum Beispiel Videoüberwachung in den Fahrzeugen, können engagiertes menschliches Verhalten nur begleiten. „Über zusätzliche Schulungen wollen wir unsere Fahrer noch intensiver als bisher auf solche Situationen vorbereiten“, unterstreicht der Betriebsleiter. „Wenn Herr Bogdan sich wieder erholt hat, werde ich mich auch noch persönlich für seinen Einsatz bedanken.“
Für den Fahrer war sein Verhalten selbstverständlich: „Schließlich habe ich auch Kinder und möchte, dass ihnen bei einem Angriff geholfen wird.“
10:56
...ob man den nun geschnappt hat oder ob er sich noch in Homberg herumtreibt? Vllt kann der Autor das ja noch ergänzend herausfinden?
Und seine Beweggründe? Schlichtweg "bekloppt", oder warum vergreift sich ein Erwachsener an einem vermeintlich wehrlosen jungen Mädchen?
Erstmal steht in dem Artikel, dass die Personalien dieses Gewaltäters von der Polizei aufgenommen werden konnten da er Zeugen bekannt war. Natürlich läuft dieses Wesen noch durch Homberg denn für eine Körperverletzung geht man in unserem Rechtsstaat nicht gleich in Haft. Wenn man wie in Düsseldorf geschehen, einen Menschen in seiner Gesundheit dermaßen schädigt, dass er den Rest seines Lebens in seiner Gesundheit so beeinträchtigt ist, dass er einen Betreuer benötigt, regelmäßige Krampfanfälle bekommt, dann wird das mit 2 bzw 3 Jahren Haft bestraft. Schlägt man einen zu Tode (Berlin) dann gibt man der BILD ein Interview. God save your life!!!!
17:11
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15:06
obligatorisch zur Sicherheit des Fahrerpersonals.
-Kameraüberwachung zur schnellen Beweisaufnahme und Aburteilung dieser Wahnsinnigen
- Elektroschocker
- Pfefferspray
- Notknopf für Polizeiruf in jedem öffentlichen Verkehrsmittel für den Fahrer
Damit sollte entsprechender Respekt ggü. den kriminellen Gewalttätern erbracht sein...Für Verletzungen sind die Täter selbst verantwortlich.
14:14
Erstmal Respekt vor der Reaktion des Busfahrers, als Familienvater rechne ich einem Menschen solch ein Eingreifen sehr hoch an. Weniger Respekt kann ich der Aussage des NIAG-Betriebsleiters Andreas Meusken entgegen bringen. Das Problem Gewalt, Randale und Vandalismus sind täglich aufkommende Probleme im ÖPNV und nach jedem Vorfall wird auf kommende Sicherheitsmaßnahmen, Schulung von Personal und Verbesserung der Kameraüberwachungen hingewiesen. Taten wären gut denn wenn bekannt ist, das Gewalt ein gesellschaftlichen Problem ist, dann kann man Gegenmaßnahmen ergreifen um den friedlichen Kunden Fahrgast so maximal wie möglich seine Fahrt mit körperlicher Unversehrtheit garantieren zu können. Schulungen die das Personal lehren, Situationen mit Gewaltpotential gegenüber zu treten, können nur von professionell und erfahrenen Ausbildern durchgeführt werden. Selber bilde ich Personal für solche Situationen aus. Gewalt wird schnell unkontrollierbar, Gegenmaßnahmen hingegen sind kontrolliert.
09:21
Was nützt mir die beste Zivilcourage wenn ich anschließend selber mit Schmerzen und Kosten im Krankenhaus liege und mir keiner hilft? Der Gegenanwalt des Busfahrers wird schon dafür sorgen, dass für seinen Mandanten kaum eine Strafe herauskommen wird. Der Busfahrer aber, der bekommt Schwierigkeiten. Wenn er Pech hat, ist er auf einmal der Angeklagte.
Wäre es Ihre Tochter gewesen und niemand hätte geholfen, dann wär Ihr Kommentar sicherlich in die andere Richtung gegangen.
Solche Täter, die mit einer solchen Brutalität gegen 14 Jährige vorgehen haben mit Sicherheit ihre eigene Akte bei der Staatsanwaltschaft. Nothilfe ist im Gesetzt verankert, Notwehr ist in der Regel bei Nothilfe automatisch die Verbindung weil Täter gegen Helfer vorgehen. Der Busfahrer hat nicht zu befürchten, der Täter wird hart bestraft. Sie sollten sich vorher schlau machen bevor Sie Stimmung gegen Menschen machen die Zivilcourage beweisen. Danke
08:05
Aber unsere Gerichtsbarkeit wird schon dafür sorgen dass der Täter seine gerechte Strafe bekommt. Ich schätze mal 3 Tage mit nackten Füßen ins Bett, das muss genügen. *Ironie aus*
01:31
sowas Passiert in der letzten zeit zu oft bei der S.....NIAG. Sollten sich mal überlegen mehr Kameras einzu bauen....
20:46
Der Busfahrer hat in seinem Fahrzeug eine sog. "Garantenstellung", d.h. er m u s s dort eingreifen und darf auch mit der geeignetsten Möglichkeit Gewalt anwenden, um den Schutz des Mädchen zu gewährleisten, das nach dem Nothilfegesetz ist Nothilfe/Notwehr die jenige Art der Verteidigung, die nötig ist um einen Angriff von sich oder anderen abzuwehren! Die Gefahr muss dabei von einem Menschen ausgehen! Also hat der Busfahrer alles richtig gemacht. Er hätte ihm sogar noch die vorläufige Festnahme erklären, da auf frischer Tat betroffen, Personalien nicht feststehen oder Fluchtgefahr besteht. Endlich mal jemannd der nicht nur Courage hat, sondern auch weiss wie er handeln muss! Ich frage mich allerdings, ob die drei alleine im Bus waren!?
19:43
Das Mädchen hat Glück gehabt, weil ihr geholfen wurde.
Der Busfahrer -bis jetzt jedenfalls- weil *hoffentlich* nun keine Anzeige gegen ihn wegen Körperverletzung oder Freiheitsberaubung erfolgt ist.
Insofern ist auch das unter #12 angesprochene Pfefferspray leider wohl tabu.
Das ist dummerweise deutsche Recht
§127 StPO :
§ 127 Absatz 1: Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. Die Feststellung der Identität einer Person durch die Staatsanwaltschaft oder die Beamten des Polizeidienstes bestimmt sich nach § 163b Abs. 1.
Der Busfahrer hatte somit das Recht, den Straftäter (also die Person, die hier die 14-Jährige geschlagen hat) festzuhalten, bis die Polizei den Namen aufnehmen kann. Hierbei ist die Körperverletzung an dem fliehenden Straftäter in gewissem Maße gedeckt.
Zudem ließ man -laut Artikel - den Straftäter später laufen, da er Personen im Bus bekannt war, womit die polizeiliche Ermittlung erleichtert wurde.
19:35
Busfahrer geschult #12. Damit sie NICHT so reagieren wie Sie es vorschlagen.
Jede Waffe (auch Sprays oder ESchocker) können gegen einen selbst verwendet werden. Ein Gewalttätiger ist auch bereit einem diese "Hilfen" zu entwenden.
Hoffentlich geht für den Busfahrer alles glatt. Irgend ein windiger Anwalt kann schnell etwas umdrehen, so dass aus Notwehr ein Angriff wird.
Drücke dem Mann die Daumen.