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Brückenreste stehen vor Stellwerk

16.10.2012 | 22:00 Uhr
Brückenreste stehen vor Stellwerk
Das 25 Tonnen schwere Souvenir bildet jetzt das Portal eines RestaurantsFoto: Privat

Der Bau einer neuen Brücke aus Beton wird in wenigen Wochen begonnen.Mit der Einweihung ist im April 2013 zu rechnen

In zwei Jahren wäre die Stahlbrücke über die Bahn zwischen den Ortsteilen Hohenbudberg und Mühlenberg echte 100 Jahre alt geworden. Wegen Baufälligkeit wurde vor zwei Wochen mit dem für die Friemersheimer laut hörbaren Abbau des Urgebildes begonnen (wir berichteten).

„Jetzt steht noch zur linken Seite ein Rest, der in den nächsten Tagen abmontiert werden soll“, erzählt Nachbar Freddy Driesen vom Restaurant Stellwerk HOF. Von dessen Grundstück aus ist die Brücke oder das, was bis jetzt von ihr übrig geblieben ist, gut zu sehen. Driesen: „Die Brücke bestand aus fünf Teilen. Vier sind abgebaut. Davon habe ich ein Teil gesichert. Das steht jetzt im Eingangsbereich unseres Grundstückes – als Erinnerung. Dieses Souvenir ist etwa 25 Tonnen schwer!“

Dieses wuchtige Andenken passt hervorragend zum Stellwerk HOF. Denn das Gebäude war ursprünglich, wie der Name schon sagt, ein Stellwerk für das Schienenwerk der Eisenbahn.

Auf dem riesigen Gelände neben der Eisenbahnsiedlung, dort wo das Gewerbegebiet angesiedelt wurde und vor einigen Jahren auch die forensische Klinik, lag früher der zeitweise zweitgrößte Verschiebebahnhof Deutschlands. Dort wurden Güterzüge für Deutschland in die verschiedenen Richtungen dirigiert.

Der Rangierbahnhof war auch lange Jahre ein „Lokfriedhof“, weil dort ausgemusterte Dampflokomotiven gesammelt wurden. Diese Fahrzeuge wurden von der Ausbesserung zurückgestellt, zunächst als Ersatzteillager benutzt und danach zum Schrotthändler gefahren.

1972 fand die letzte Fahrt der Lokomotiven statt. Der Rangierbahnhof wurde 1986 geschlossen und das Gelände nach dem Abbau der Schienen und Werkhallen als Gewerbegebiet entwickelt.

Zement statt Stahl

Natürlich wird der Übergang über die Gleise unverzüglich überbrückt. Mit dem Abschluss des Abbaus sollen die Bauarbeiten für einen neuen Übergang beginnen. Der wird, so die Planung, auch wie früher von motorisierten Fahrzeugen in beiden Richtungen benutzt werden können.

Dann aber nicht mehr aus Stahl, sondern aus Zement. Die Fertigstellung des Bauwerks ist für April 2013 vorgesehen.

Carl Korte



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