Brendel-Haus versteigert

Der zweigeschossige Brendel-Altbau ist versteigert. Offenbar wird hier ein chinesisches Restaurant eröffnet.
Der zweigeschossige Brendel-Altbau ist versteigert. Offenbar wird hier ein chinesisches Restaurant eröffnet.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei Zwangsversteigerung des Gebäudes erhielt eine Dame, gebürtig in Hongkong, den Zuschlag. Chinesisches Restaurant könnte ein Gewinn für Friemersheim sein

Duisburg-Friemersheim..  Jan Delay und Otto Waalkes, Ralf Jäger und Adolf Sauerland waren hier zu Gast. Die beiden Hamburger kamen immerhin einmal die Duisburger gingen hier regelmäßig ein und aus. Es geht aber nicht um das Gebäude irgendeiner Gaststätte, es geht um den Familiensitz des Gastronomen und Sternekochs Dirk Brendel, das Haus, in dem sich bis 2012 das ehemalige Renommier-Restaurant Brendel, weit über die Grenzen Duisburgs bekannt, befand.

Zweigeschossiger Altbau

Vor kurzem kam der zweigeschossige Altbau mit dem 180 Quadratmeter großen Restaurant aus dem Jahre 1904 unter den Hammer, wurde am 23. Februar vom Amtsgericht Duisburg zwangsversteigert. Den Verkehrswert von Gebäude und Grundstück taxierte ein Gutachten auf rund 235 000 Euro. Dort wo einst Dirk Brendel feine niederrheinische Spezialitäten kochte und servierte, könnten hungrigen Gästen schon bald chinesische Spezialitäten aufgetischt werden. Denn bei der Zwangsversteigerung bekam „eine Dame, gebürtig in Hongkong“, den Zuschlag, wie der Voerder Rechtsanwalt Bernd Riemer auf Anfrage knapp antwortete. Mehr wollte der Zwangsverwalter der Immobilie nicht sagen, der die Zwangsversteigerung der Immobilie im Auftrag des Gläubigers, der Sparkasse Duisburg, angestrebt hatte.

Schon seit Wochen kursieren bei einigen Geschäftsleuten auf der Kaiserstraße Gerüchte, in das seit rund zwei Jahren leer stehende Brendel-Haus könnte ein chinesischer Investor einziehen. Die Spekulationen der Kaufleute reichten von einem zweiten China-Restaurant bis zu einem chinesischen Museum oder einem Kulturinstitut im Zeichen der aufgehenden Sonne, was ob der dezentralen Lage Friemersheims allerdings niemand so recht glauben mochte.

Vielmehr deuten die Zeichen tatsächlich auf eine weiteres China-Restaurant hin, was ja auch näher liegt. Ein weiteres, aussagekräftiges Indiz: Seit Ostern arbeiten im Brendel-Haus mehrere Menschen chinesischer Herkunft. Nahe dem renovierungsbedürftigen Altbau parkt dann immer ein Pkw mit der Aufschrift eines Moerser China-Restaurants mit Sitz an der Kirschenallee im Ortsteil Meerbeck.

„Peking-Ente“

Dirk Brendel: „Eigentlich hatte ich das Thema schon ein bisschen abgehakt, um Abstand zu gewinnen. Aber wenn der neue Gastronom seine Sache gut macht, könnte das für Friemersheim ein Gewinn werden.“ Vorausgesetzt man interpretiert also die chinesischen Schriftzeichen auf dem Auto richtig, könnte bei Brendel künftig statt „Himmel und Erde” oder „Ärpel mit Schlaat” „Peking-Ente“ oder „Chop Suey“ aufgetischt werden...