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Politik

Breite Front gegen Umbau der Lauerstraße

20.01.2008 | 17:38 Uhr

Auch die SPD ist gegen die geplante Verengung der L 140. Bezirksvertretung hat am Dienstag brisante Themen vor der Brust.

Zwei statt vier Fahrspuren lautet die Lösung der Stadtplaner, um den umstrittenen Sicherheitsdefiziten auf der Lauerstraße in Homberg zu begegnen. Diesen Vorschlag hatte die CDU im Bezirk wie berichtet heftig kritisiert, jetzt spricht sich auch die SPD gegen den Rückbau der Lauerstraße aus. Die im Haushalt für die Verengung eingeplanten Mittel will die SPD an anderer Stelle in die Verkehrssicherheit stecken. Gleich an drei Stellen sollen Querungshilfen für Fußgänger auf der Rheinpreußenstraße entstehen. SPD-Fraktionschef Hermann Grindberg hält diese vor der Sportanlage in Höhe der Rosenstraße, vor der Firma Trinkgut/Praktiker und auf der Höhe des Supermarktes für notwendig. Die Kreuzung Ehren- und Rheinpreußenstraße soll durch Umbauten ebenfalls sicherer gestaltet werden, auf der Lauerstraße soll eine weitere Querungshilfe in Höhe der Schillerstraße die Sicherheit für die Schüler des Franz-Haniel-Gymnasiums erhöhen. Die umstrittenen Pläne für die Lauerstraße sind bei weitem nicht das einzige brisante Thema, über das die Bezirksvertreter auf der ersten Sitzung des Jahres diskutieren werden.

Nach wie vor beschäftigt die Krawallnacht von Silvester die Gemüter. Die Linken fordern einen detaillierten Bericht über die Vorfälle und appellieren an den Polizeipräsidenten, die Wache von der Viktoriastraße auf den Marktplatz in Hochheide zu verlegen. Einen Weg, wie es mehr Geld für die Probleme in Hochheide geben könnte, will die SPD vorantreiben. Die für die Ersteigerung des Hochhauses Hanielstraße im Haushalt aufgeführten Mittel wollen die Sozialdemokraten in pädagogische Projekte, in ein Stadtteilbüro in der Ladenstadt und in Aktionen der aufsuchenden Jugendarbeit investieren. Weil auch die Stadt ein Häppchen aus dem Erlös der Zwangsversteigerung erhalte, soll der Etat des Jugendamtes um 100 000 Euro aufgestockt werden. Ob diese Wünsche allerdings im Rat Anklang finden, ist angesichts des verordneten Sparkurses fraglich. Zudem steht morgen bei der Sitzung der Bezirksvertretung in Homberg (16 Uhr, KFZ Augustastraße) der Abschluss des Moderationsverfahrens zur „Neuen Mitte Homberg” an. Nach den Werkstatt-Gesprächen hinter verschlossenen Türen fehlt allerdings immer noch die Kostenschätzung. Unklar ist, was überhaupt der Erhalt des Bezirksamt kosten würde oder was die Stadt bei einem Abriss an Miete für andere Räumen zahlen müsste.

Ingo Blazejewski

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