Breite Basis für Gewerbe-Pläne
22.07.2010 | 17:28 Uhr 2010-07-22T17:28:00+0200
Homberg.Politisch scheint die wirtschaftliche Nutzung des Schacht Gerdt-Areals gesichert. Doch alles hängt von einer Halle ab.
Hinter den Plänen für die Homberger Gewerbegebiete im Bereich Gerdt hat sich inzwischen eine breite politische Mehrheit gebildet. Nach dem sich Rot-Grün in dieser Woche von der anfangs beabsichtigten Grünfläche verabschiedet hat, signalisierten auch CDU und FDP gestern, ansiedlungswillige Unternehmen zu unterstützen.
Man begrüße ausdrücklich das Umdenken des Rot-Grünen Bündnisses beim Schacht Gerdt sowie dem ehemaligen Hornitex-Areal, äußerte sich CDU-Sprecher Dennis Benter. „Bereits im Herbst haben wir als CDU und FDP klar zum Ausdruck gebracht was wir dort wollen: eine ökologisch saubere, Arbeitsplätze schaffende Gewerbeeinheit.“
„Plötzliche
Erleuchtung“
Wie Benter weiter erklärt, sei für CDU und FDP von Anfang an klar gewesen, dass sie sich an dieser Stelle für den Ausbau und Erhalt von ökologisch sowie wirtschaftlich sinnvollen Arbeitsplätzen einsetzen müssten. Das hätten beide Parteien auch „mit Weitblick auf den drohenden Zerfall der Immobilien und der Vermüllung des Geländes“ beschlossen. „Bei der detaillierten Prüfung einer drohenden Luftverschmutzung haben wir von Anfang an auf die Kompetenz der Fachbereiche innerhalb unserer Verwaltung vertraut.“
Zwar sind die Parteien jetzt inhaltlich auf einer Linie, der Ton hat aber dennoch nicht an Schärfe verloren. CDU und FDP sprechen von einer „späten Erleuchtung“ bei Rot-Grün. Denn nachdem man damals den Beschluss pro Gewerbe gefasst habe, der nur aufgrund der Abwesenheit einiger SPD-Bezirksvertreter zustande kam, sei man nach der Sitzung „verbal auf das Gröbste vom damals noch intakten Rot-Rot-Grünen Bündnis attackiert“ worden.
Dass später im Rat die Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken den Beschluss wieder kippte, habe zur Folge, dass Rot-Rot-Grün die Kompetenzen der Bezirksvertretung und damit sich selbst ausgehebelt habe. „Wir begrüßen jedoch außerordentlich die plötzlich erfolgte Erleuchtung und werden uns wie bereits im Herbst nicht den Planungen um den Ausbau der beiden Flächen verschließen“, sagte Benter.
Gutachten vom
Denkmalschützer
Den Investor selbst lässt der Sinneswandel allerdings nicht in Jubel ausbrechen. Die Vernunft komme spät, sagt Ingo Breznikar, der aus Homberg kommt und seine Firma BEC von Moers auf das alte Schacht-Gelände verlegen will. Inzwischen sei das Verfahren eine Ebene höher angelangt. Denn das gesamte Projekt hänge von der Nutzung der zentralen Halle ab. Sie steht anders als der Schacht und das angrenzende Elektrohaus nicht unter Denkmalschutz, ihre droht der Abriss. Als Denkmal aber könnte sie auch gewerblich genutzt werden. Denn Sinn und Zweck eines Denkmals ist sein Erhalt und eine entsprechende Nutzung, die das ermöglicht. Ob die Halle unter Schutz gestellt wird, damit befasse sich jetzt das Rheinische Amt für Denkmalpflege als übergeordnete Behörde. Deren Fachmann für Industriedenkmäler, Prof. Dr. Walter Buschmann, erarbeitete derzeit ein entsprechendes Gutachten, sagt Breznikar..
Und der von Rot-Grün geforderte Grünkorridor als Biotop-Verbund? „Das war doch meine Idee“, sagt der Firmenchef. „Ich mache das Projekt aus Überzeugung. Das Gelände ökologisch und wirtschaftlich zu betreiben, das ist doch kein Widerspruch.“
21:14
Breite Basis für Gewerbe-Pläne
ABER NICHT BEI UNS BÜRGERN UND BÜRGERINNEN!
Besonders die Altreifen machen mir Angst.
15:51
Zunächst muss erst einmal der Firmenchef Ingo Breznikar Klarheit schaffen, ob sein Betrieb emissionsfrei arbeiten kann und Gefahren für Menschen und Umwelt ausgeschlossen werden können. Dann kann Herr Schreiber von den Grünen seinen Beratervertrag bei dem Unternehmen unterschreiben und Herr GPunkt kann sich eine neue Geschichte ausdenken, die er dann den Bürgern zum Besten geben kann.
15:40
Dass später im Rat die Mehrheit aus SPD, Grünen und Linken den Beschluss wieder kippte, habe zur Folge, dass Rot-Rot-Grün die Kompetenzen der Bezirksvertretung und damit sich selbst ausgehebelt habe. „Wir begrüßen jedoch außerordentlich die plötzlich erfolgte Erleuchtung und werden uns wie bereits im Herbst nicht den Planungen um den Ausbau der beiden Flächen verschließen“, sagte Benter. Nicht die Spur von demokratischem Verständnis!
10:44
Herr Adams, Herr Grindberg, Herr Schneider, was haben sie geplant, um die Bevölkerung efektiv zu schützen?
Oder ist das nach ihrem Selbstverständnis keine Aufgabe der Politik?
09:07
Ich befürchte, dass die Ansiedlung von Betrieben wie der DEGEMA und BEC zu einem weiteren Verfall der Immobilienpreise in Haesen und Gerdt führt, sowie auch das Mingas-Projekt in Baerl massiven Preisverfall der Immobilien bewirken wird. Einige meiner Bekannten denken daher über einen zeitnahen Verkauf ihrer zum Groschengrab degenerierenden Immobilien nach.
Was unsere Politiker anscheinend nicht verstehen ist, dass die Klientel der Besserverdienenden und der Bildungsbürger spezifische Anforderungen an ihr Wohnquartier haben. Bietet der Wohnort nichts Adäquates, werden auch aus diesem Grunde zahlreiche Fortzüge resultieren.
Ich habe den Eindruck, dass insbesondere letzt genannte Bevölkerungsgruppen gezielt aus der Stadt Duisburg vertrieben werden sollen und auch unter keinen Umständen sich entsprechende Menschen hier neu ansiedeln sollen.