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Messe "boot"

Bootkäufer achten auf den Euro

19.01.2010 | 19:30 Uhr
Bootkäufer achten auf den Euro

Homberg/ Rheinhausen/ Düsseldorf. Fünf Aussteller aus dem Duisburger Westen bereichern nächste Woche die diesjährige Ausgabe der Düsseldorfer „boot”. Arndt Meerkamp wird mit seiner Firma „Marine Shop Online” (MSO) das erste Mal auf der Messe vertreten sein.

Für alle, die die Wirtschaftskrise noch nicht erwischt hat, gibt es auch in diesem Jahr wieder eine Woche lang in Düsseldorf das europaweit größte Angebot an Segelbooten, Motoryachten, Tauchurlauben und allem Anderen, was mit Wassersport zu tun hat. Von Samstag, 23., bis Sonntag, 31. Januar, öffnet in den Stockumer Messehallen die 41. Auflage der „boot” ihre Pforten. Und fünf Aussteller aus dem Duisburger Westen sind dabei.

Zumindest einer geht dieses Jahr sogar in die Vollen: Ganz neu auf der „boot” ist der Stand von Arndt Meerkamp und seiner Firma „Marine Shop Online”. Das 2003 gegründete Unternehmen mit Sitz im Rheinhauser Gewerbegebiet Dieselstraße vertreibt hauptsächlich technische Ersatzteile für Motorboote und ist damit laut Meerkamp in dieser Sparte Europas größter Versender. Neben dem Verkauf betreibt MSO in Rheinhausen auch eine 800 Quadratmeter große Werkstatt für den Einbau von Ersatzteilen und Komplettmotoren, inklusive einem Testbecken mit Prüfstand, in dem die Motoren unter Last eingefahren und abgestimmt werden. 19 Menschen arbeiten derzeit bei MSO, von Verkauf und Buchhaltung über Werkstatt und Lager bis zu eigenen IT- und Finanz-Fachleuten. Tendenz steigend.

Yachtbesitzer als Discount-Kunden

Hauptsächliches Geschäftsfeld ist nach wie vor der Online-Verkauf, in dem Meerkamp mit Discount-Preisen weiter wachsen will: „Bisher vertraten die Hersteller die Meinung, Bootskunden hätten immer genug Geld, und man könne bei diesen Kunden jeden Verkaufspreis erzielen, ganz gleich, ob er im Verhältnis zur Ware steht. Die rückläufigen Besucherzahlen auf der Messe beweisen aber, dass die Wirtschaftskrise auch bei den Bootssportlern angekommen ist. Längst haben die nicht mehr genug Geld für ihr Hobby.” An diesem Punkt sieht Meerkamp seine Marktlücke und verspricht Preise, die „nicht wie bei anderen Lieferanten mit einer Handelsspanne von 300 Prozent kalkuliert werden.” MSO befindet sich in Halle 10 an Stand C04.

Ebenfalls expandieren wird auf der diesjährigen „boot” Michael König, Betreiber der Wasserski-Anlage am Toeppersee. Er verdoppelt seinen Messestand von 30 auf 60 Quadratmeter. Dabei vergrößert er hauptsächlich sein Verkaufs-Angebot: Neben Wasserski-Geräten und -Bekleidung bietet König neuerdings auch Bootszubehör für Wasserski-Fans an, die den Sport abseits fest installierter Anlagen wie seiner eigenen auf offenen Wasserflächen ausüben wollen. Königs Stand ist in Halle 02 am Standplatz D50 zu finden.

Alteingesessener Surfshop

Schon Tradition ist der boot-Besuch bei Ingo Bernhards von „surf-sport rheinhausen”. Der alteingesessene Surfshop bietet auch dieses Jahr auf der Messe, wie in seinem Rheinhauser Ladengeschäft, neben diversen Brettsegel-Artikeln auch Ausrüstung für den Trendsport „Kitesurfing” feil. „Kite” ist das englische Wort für Drachen, und genau darum geht es: Statt von Segeln lassen sich Kitesurfer von überdimensionalen Lenkdrachen auf ihren Boards übers Wasser ziehen. Wer mehr dazu wissen will, findet Bernhards in Halle 02 an Stand D04.

Aus Homberg kommt ein Aussteller, den wohl nur wenige Messegäste von Außerhalb dorthin verorten würden: An Stand F67 in Halle 14 stellt sich die Wasserschutzpolizei vor. Und deren auch für den Messestandort Düsseldorf zuständige Dienststelle liegt dort, wo sich mit Rhein und Ruhr zwei der wichtigsten Wasserstraßen des Landes treffen: eben in Homberg.

Ebenfalls in Homberg ansässig ist das „Schifferberufskolleg Rhein”, in dem Schiffsjungen, Bootsbauer und Hafenlogistiker aus ganz Deutschland und der Schweiz ausgebildet werden. Wie jedes Jahr hat der Bootsbau-Nachwuchs auch auf dieser „boot” wieder ein spezielles Projekt zu zeigen: Zusammen mit dem Weltumsegler Burkhard Pieske bauen sie für dessen Jugendprojekt „Euro-Viking” Boote, die auf Jahrhunderte alten Konstruktionen der Wikinger beruhen, aber in modernster Epoxydharz-Verbundbauweise entstehen.

Junge Bootsbauer zeigen ihr Können

Außerdem sind an jedem Messetag zwei Schiffsjungen (oder -mädchen) am Stand, die dort handwerkliche Takelarbeiten durchführen. Kleine und große Besucher haben die Gelegenheit, selbst einmal ein-fache Knoten auszuprobieren und zu erlernen. Alles das gibt's in Halle 15 an Stand A06.

Aus der Nachbarstadt Krefeld ist unter Anderem der Segelklub Bayer Uerdingen (SKBUe) auf der boot vertreten. Über 30 Clubmitglieder werden am Stand G 50 in Halle 14 sowie auf den drei Bühnen in Halle 13, 14 und 17 im Einsatz sein.

Matthias Oelkrug

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