Behindertenhilfe bei den allerärmsten

Wie funktionieren Behindertenhilfe und Inklusionsarbeit in den ärmsten Ländern der Welt? Dieser Frage will Stefan Teplan, Mitarbeiter bei Caritas international, in seinem Vortrag, den die Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein (CWWN) gemeinsam mit der VHS Moers ausrichtet, nachgehen. Der Vortrag mit begleitender Fotoausstellung der CWWN beginnt am Dienstag, 10. Februar, um 19.30 Uhr in der VHS Moers, Hanns-Dieter-Hüsch-Bildungszentrum, Wilhelm-Schroeder-Straße 10.

Worum geht es an dem Abend? „Etwa 600 Millionen Menschen weltweit leben mit unterschiedlichen körperlichen und geistigen Behinderungen. Oftmals sind diese Folge von Krankheiten, Krieg oder Unterernährung. Ungefähr 80 Prozent der Menschen mit Behinderung weltweit leben in den ärmsten Ländern der Dritten Welt und Osteuropas“, heißt es in der Vortrags-Ankündigung der CWWN. „Die wenigsten von ihnen haben Zugang zu medizinischen und therapeutischen Hilfen, zu speziellen Diensten oder Förderung. Caritas international, das Hilfswerk der deutschen Caritas, unterstützt in Lateinamerika, Afrika, Asien und Osteuropa Projekte, die für viele Menschen mit Behinderung würdigere und bessere Lebensbedingungen schaffen wollen.“

Die Arbeit in ärmeren Ländern unterscheide sich wesentlich von der Arbeit der Menschen mit Behinderung in Deutschland, heißt es weiter.. Aufgrund eines oft mangelhaften sozialen Systems und unter oft schwierigsten Bedingungen würden die Caritas-Helfer Menschen mit Behinderung fördern, „sie betreiben Bewusstseinsarbeit in Gegenden, wo eine Behinderung oft noch als Fluch Gottes angesehen wird.“ Da nur wenig Personal für diese Arbeit vorhanden sei, würde diese in vielen Ländern „gemeinwesenorientiert“ geleistet. „Das heißt, dass das gesamte soziale Umfeld, – Eltern, Geschwister, Lehrer, Nachbarn, in die Förderarbeit einbezogen werden“.

Referent berichtet seine Erfahrungen

Referent Stefan Teplan bereiste selbst die ärmsten Länder der Welt und berichtet in seinem Vortrag von seinen Erfahrungen. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss an den Vortrag laden die CWWN alle Gäste zu einem Glas Sekt und einem Rundgang durch die Ausstellung ein.