Baustellen in Rumeln-Kaldenhausen: Ende noch vor Ostern

Voll im Zeitplan: An der  Rathausallee in  Rumeln eröffnet der neue Rewe-Supermarkt wie geplant Ende März/Anfang April
Voll im Zeitplan: An der Rathausallee in Rumeln eröffnet der neue Rewe-Supermarkt wie geplant Ende März/Anfang April
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Was wir bereits wissen
Bürger können sich freuen: Ende März/Anfang April eröffnet der Rewe-Supermarkt an der Rathausallee. Vor Feiertagen soll es freie Fahrt auf Moerser Straße geben. Aber an Remise an der Dorfstraße geht es nicht weiter,

Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen..  „Bau auf, bau auf, bau auf, bau auf, (..) Für eine bess’re Zukunft richten wir die Heimat auf!“ Der Refrain des schmissigen Liedes der Freien Deutschen Jugend der DDR passt gut zur aktuellen Lage in Rumeln-Kaldenhausen. Denn spätestens seit Frühjahr 2014 gleicht das Ortsbild an den Hauptverkehrsadern der Bindestrich-Gemeinde wie berichtet einer großen Baustelle. Immerhin: An zwei Durchgangsstraßen ist ein Ende in Sicht, an einer dritten entwickelt sich die Lage dagegen zu einer unendlichen Geschichte...

Voll im Plan ist der Bau des neuen Rewe-Supermarkts an der Rathausallee. (Gesamtkosten: acht Millionen Euro) Der kompakte Rohbau des Vollsortimenters steht seit einigen Wochen festgemauert in der Erde, auch die mehr als 80 Parkplätze nebenan sind längst fertig. Sogar der Innenausbau hat schon begonnen, so der Bauherr. Die Fahrbahndecke der Rathausallee vor dem Grundstück ließ Rewe auf eigene Kosten erneuern. Der Investor und Bauherr rechnet damit, dass sowohl Innenausbau als auch die anstehende Gestaltung der Fassaden und die Anlage der Grünflächen bis Ende Februar abgeschlossen sein werden.

Der Markt in Rumeln ist fast fertig gestellt

Pressesprecherin Julia Hoff ist voller Zuversicht: „Ende März/Anfang April wollen wir unseren neuen Markt eröffnen.“ Mit diesem Termin hätten die Dortmunder dank zügigem Baufortschritt ihr Planziel pünktlich erreicht.

Noch vor Ostern, möglicherweise Mitte März, soll auch die Dauerbaustelle an der Moerser Straße sowie am Markt (Gesamtkosten 1,4 Millionen Euro) aus dem Rumelner Ortsbild verschwunden sein. „Auch diese Maßnahme ist voll im Zeitplan“, berichtet CDU-Bezirksvertreter Ferdinand Seidelt. Noch im alten Jahr wurde der Marktplatz fertig: Er erhielt eine neue Decke, neue Beete wurden angelegt, eine Busbucht mit „Kapsteinen“ eingerichtet, die ein barrierefreies Einsteigen ermöglicht. Und schließlich wurden die alten, schäbigen Recycling-Container durch einen Altglas-Sammelbehälter ersetzt. Gleich nebenan erhält die Moerser Straße vom Ortseingang bis zum Markt einen neuen Belag. Für die Arbeiten musste seit Mai 2014 immer wieder wochenlang eine Fahrspur gesperrt werden, die Geschwindigkeit wurde im Bereich der knapp 400 Meter langen Baustelle auf 30 km/h abgesenkt, die Bushaltestellen am Markt zeitweise verlegt. Neben dem neuen Straßenbelag baute die Stadt auch gleich die Radfahr- und Fußgängerwege an der Düsseldorfer Straße in Höhe Markt aus, sie sind jetzt durchgängig befahrbar beziehungsweise begehbar, das ist neu.

Engpass an der Dorfstraße bleibt

Bis zur Fertigstellung vor Ostern müssen noch die beiden Bushaltestellen neu gebaut werden. Seidelt: „Sie werden auf den neuesten Stand gebracht. Die neuen Haltestellen werden komplett barrierefrei. Von dort können die Fahrgäste in Zukunft bequem in die Niederflurbusse steigen.“

Dagegen gilt für den Engpass an der Dorfstraße in Höhe der denkmalgeschützten, aber maroden und einsturzgefährdeten Remise gilt die alte Parole von Erich Honecker „Vorwärts immer - rückwärts nimmer“ - nur genau umgekehrt: „Rückwärts immer, vorwärts nimmer...“

Der Engpasse an der Dorfstraße in Höhe der maroden Remise bleibt für unbestimmte Zeit bestehen. Stadt-Sprecher Falko Firlus: „Solange sich die Eigentümerin der Remise und die Eigentümergemeinschaft des Terneden-Hofes nicht einig werden, können wir nicht eingreifen. Die Baustelle ist eingezäunt und damit abgesichert. Da keine Gefahr im Verzug ist, können wir dort als Stadt auch nicht mit einer Ersatzvornahme eingreifen. Daher müsse auch die Ampelanlage und die Sperrung einer Fahrspur vorerst bleiben, solange das Gebäude nicht stabilisiert und saniert sei.

Apropos: Die Kosten für die Ampel und die Sperrung trägt die Eigentümergemeinschaft. Dafür mussten die Eigentümer bisher rund 30.000 Euro bezahlen. Ferdi Seidelt: „Mit dem Geld hätte man das Gebäude schon längst mit einem neuen Dach eindecken können.“