Bahnhof Rheinhausen wird pünktlich fertig

Ansicht Bahnhof Rheinhausen am Freitag, 17. April 2015. Foto: Hendrik Schulz / FUNKE Foto Services
Ansicht Bahnhof Rheinhausen am Freitag, 17. April 2015. Foto: Hendrik Schulz / FUNKE Foto Services
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Umbau des Bahnhofs Rheinhausen liegt laut Bahn-Angaben im Zeitplan. Unklar aber ist, ob weitere Pendler-Parkplätze entstehen.

Duisburg-Rheinhausen..  Die Bahn kann auch sehr pünktlich sein, sogar überpünktlich: Schneller als erwartet, rund einen Monat früher als geplant, ist der Bahnhof Rheinhausen in Friemersheim umgebaut, erstrahlen alle vier Bahnsteige in neuem Glanz. Genau ein Jahr haben die Bauarbeiten gedauert. Die wichtigsten Maßnahmen: Die Mittelbahnsteige an den Gleisen 1 bis 4 wurden auf 185 Meter Länge von 38 auf mobilitätsgerechte 76 Zentimeter erhöht. Behindertenfreundlich sind auch die beiden neuen Rampen als barrierefreie Verbindung von der Personenunterführung zu den Bahnsteigen. Bereits heute sind 486 der 691 Stationen in NRW stufenfrei. Dazu wurden zwei neue Einhausungen für die Treppen zu den Bahnsteigen gebaut.

Bei der Modernisierung wurde auch eine neue Beleuchtung installiert, eine Videoüberwachung wird laut eines Bahnsprechers nachträglich eingebaut, hierzu würden derzeit noch Abstimmungen laufen. Alle Bahnsteige erhielten zudem eine neue Ausstattung mit Vitrinen, Sitzmöglichkeiten, Abfallbehältern und ein neues Wegeleitsystem. Die Stadt modernisierte die Personenunterführung, ergänzte sie um eine neue Zugangsrampe. Auch eine undichte Regenrinne an einem der neuen Bahnsteigdächer soll bis nächste Woche ausgetauscht sein, so der Bahnsprecher.

Die Umbaumaßnahmen kosten insgesamt rund 3,3 Millionen Euro. Das Land fördert die Baukosten mit über 800.000 Euro. Bund und Bahn tragen rund 2,4 Millionen Euro. „Alle Kosten sind im Rahmen geblieben“, so die Bahn.

Ärgernis: Zugeparkte Straßen

Bleibt noch das ungelöste Problem der Berufspendler, die die Windmühlen- und die Behringstraße in der Nähe des Bahnhofs zuparken. Hier besteht seit geraumer Zeit der Vorschlag aus der Politik, den bestehenden P und R-Parkplatz an der Windmühlenstraße zu erweitern oder eine große Freifläche direkt an der Landesstraße L473n, ebenfalls im Besitz der Bahn, zu einem zweiten Pendler-Parkplatz umzubauen. Der Bahnsprecher: „Wie alle Flächen unmittelbar vor oder hinter Bahnhöfen im Bundesgebiet, also auch alle P und R-Parkplätze, gehört der Bahn auch diese Fläche. Für die Nutzung also auch für Instandhaltung und Bewirtschaftung dieser Flächen sind die Kommunen zuständig.“ Im Klartext: Die Stadt Duisburg müsse entscheiden , ob sie hier einen zweiten Pendler-Parkplatz einrichten will...