Das aktuelle Wetter Duisburg 16°C
Telekom

Ausreden über Ausreden bei der Telekom

16.09.2011 | 18:45 Uhr
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
Ein Wirrwarr - nicht nur bei den Kabeln. Foto: Ralf Ritter

Duisburg-Rheinhausen.Weitere Leser beschweren sich über die Telekom. Die Geschichte um den Ärger von Michael Bäurle mit der Deutschen Telekom (NRZ/WAZ von Donnerstag ) scheint vielen Lesern bekannt vorzukommen.

Auch die Kommentare auf der Stadtteil-Seite für Rheinhausen auf DerWesten.de bestätigen das. Doch dazu später.

KOMMENTAR
Jede Menge Zeit

Schelte sind die Mitarbeiter von der Telekom anscheinend gewöhnt. Vergleichsweise gelassen gehen sie mit Beschwerden um, tischen Anrufern jede Menge Ausreden auf. Der Grund ist klar, die Inhaber von Telefonanschlüssen sind von der Telekom abhängig.

Das Unternehmen mit Sitz Bonn verwaltet die sogenannte „letzte Meile“, das heißt, jeder Kunde anderer Telefonanbieter muss zunächst einen Telekom-Monteur zur Umschaltung im Haus haben. Und die haben offenbar jede Menge Zeit.

Auch wenn sie es nicht zugeben wollen, diese Praxis der Schikane von Fremdkunden hat offenbar Methode. Bleibt die Verwaltung der letzten Meile bei der Telekom, ändert sich daran auch nichts. Eine unabhängige Stelle muss her, dringend.

Volker Schleibner wohnt in Homberg, erreicht hat er die Redaktion von seinem Arbeitslatz in Mülheim aus. Der Mann hat nämlich seit Ende Juli zu Hause weder Telefon noch Internet. Warum, weiß er nicht, die Leitung sei von einem Moment auf den anderen tot gewesen. Was danach im Umgang mit der Telekom passierte, gleicht nahezu exakt den Erlebnissen, die Michael Bäurle geschildert hat: Stunden in der Warteschleife, Monteure, die trotz mehrerer Termine nicht auftauchten. Zudem habe man ihm gesagt, es würden Ersatzteile fehlen, um die Leitung wieder herzustellen.

„Ich habe Ausreden über Ausreden gehört“, sagt Schleibner. Seine letzte Möglichkeit ist es nun, sich bei der sogenannten „Vorstandsbeschwerdestelle“ zu melden. „Ich habe die Nummer und bin gespannt, ob dann etwas passiert.“

„Das ist Taktik“

Unsere Leser im Internet sparen ebenso nicht mit Kritik am ehemaligen Staatsunternehmen Telekom. „Das ist Taktik“, heißt es. So bald ein Fremdanbieter im Spiel ist, klappe bei der Telekom nichts mehr. „Solange die Bundesnetzagentur die Problematik mit der letzten Meile nicht ändert, ändert sich nichts.“

Übrigens: Der für Donnerstag bei den Bäurles in Moers-Kapellen angekündigte Monteur ist nicht aufgetaucht. Inzwischen sind sie vier Mal versetzt worden...

Die Online-Kommentare unserer Leser finden Sie hier.

Daniel Cnotka

Facebook
 
Kommentare
18.09.2011
16:14
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von vaikl | #24

@ #22
Das lass Ihnen gesagt sein

Aber Andere wegen deren Grammatik andissen, das können Sie prima...

Das Qualifizierungs- und Überstunden-Gejammer ist mittlerweile nur noch nervtötend. Wenn Sie einen 7-16 Uhr-Job wollen, dann werden Sie Beamter oder gehen als Schreibtisch-Täter in die Verwaltung. Wenn ich in meiner Hausbesitzer-Karriere immer wieder erleben muss, wieviel Zeit Handwerker beim Kunden schinden und vertrödeln (wenn man sie nicht beaufsichtigt), ist Ihr Wehklagen ja wohl selbstverursacht.

Was die angebliche Suche nach qualifiziertem Personal angeht, sind es doch gerade die kleinen Buden, die nicht einstellen, weil sie dann den Kleinstbetriebstatus verlieren und mit Betriebsrat und Kündigungsfristen zu tun hätten. Alte Leier, immer noch aktuell.

Solche Firmen sind zu 100% abhängig von der Telekom, weil diese Firmen nichts anderes machen als für die Telekom zu arbeiten.

Diese Firmen sind also abhängig, weil sie abhängig sind. Ah ja. Handwerkerlogik.

Ein jetzt privatisiertes, ehemaliges Staatsunternehmen kann sich den Beamten-Overhead nicht mehr leisten, also ist die Verlagerung auf Subunternehmer eine logische Folge. Das hat doch ganz Deutschland über Jahrzehnte genauso gewollt, inklusive dem Handwerk und höchstwahrscheinlich auch Ihnen.

Und mit dem Thema Schwarzarbeit/Betrug am Sozialstaat - immer noch so aktuell wie vor 20 Jahren - will ich gar nicht erst anfangen.

18.09.2011
15:06
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von TanteLieschen | #23

# 22 von Krahwinkel
Sie sprechen Klartext und mir aus der Seele .

18.09.2011
14:49
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von Krawinkel | #22

@vaikl:
Das lass Ihnen gesagt sein: Einen intimeren Branchenkenner wie mcih finden Sie kaum.
Nicht das Handwerk ertrinkt in Aufträgen! Immer schön auf den Ursprungsbeitrag beziehen. Es geht hier und die Telekom und es geht und die Subunternehmer, die für die Telekom arbeiten. Und der größte Auftragnehmer (ohne Namen zu nennen) der Telekom arbeitet genauso wie beschrieben.
Zu Ihren Fragen: Warum keine Leute eingestellt werden? Ganz einfach. Weil die Bezahlung und die gesamten Arbeitsbedingungen bei einem Sub dermaßen miserabel sind, dass den Job niemand machen will. Völlig verständlich!!! Zum anderen gibt es vielleicht genügend Arbeitslose, aber die Qualifikation muss auch stimmen. Dort kann eigentlich nur jemand arbeiten, der überqualifiziert ist und sich weit unter Wert verkaufen möchte. Dazu kommt noch, dass der Monteur einen Arbeitstag hat, der mindestens 12 - 14 Stunden dauert. Mit Erledigung des letzten Auftrags ist die Arbeit noch lange nicht erledigt. Dann müssen die erledigten Austräge noch bearbeitet werden und die neuen Aufträge für den nächsten Tag vorbereitet werden. Und dafür gibt es kein Geld! Der Monteur eines Subs arbeite wie ein Selbständiger. Wird aber wie ein Hilfsarbeiter bezahlt! Die gesamte Verantwortung liegt bei ihm und er hat die gesamten Folgen zu tragen. Kann er einen Auftrag nicht erledigen, weil Kunde nicht angetroffen, Anschluss im Keller nicht zugänglich oder ähnliche Gründe, bekommt der Monteur nur die Anfahrt bezahlt! Und die beträgt ein paar Euro! Der Aufwand hat dahin aber unter Umständen viel Zeit in Anspruch genommen.
Solche Firmen sind zu 100% abhängig von der Telekom, weil diese Firmen nichts anderes machen als für die Telekom zu arbeiten.
Wie den Substatus verlassen? Der Telekom ist das mehr als recht, wenn solche Ausbeuterfirmen eine Menge der Aufträge abnehmen, die die Telekom nicht mehr selbst erledigen kann. Weil immer mehr Telekom-Mitarbeiter entlassen werden. Dann stimmen die Statistiken auch wieder und die Kosten (Personalkosten) haben eine andere Kostenstelle als die Fremdbeauftragung an die Subs. Eine größere Scheinheiligkeit und Verlogenheit gibt es kaum. Und es geht zu Lasten ALLER! Zu den der Kunden, zu den der Mitarbeiter aller Firmen. NUR die Telekom kommt unterm Strich besser dabei weg und nur das zählt! Sonst nichts!
Oder glaubt jemand, die Telekom-Firmenführung (Rene O.) handelt im Sinne der Kunden? SO naiv sollten in unserem Staate niemand mehr sein!
Wie ich oben schon anführte: Es ist moderne Sklaverei!

18.09.2011
14:30
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von TanteLieschen | #21

sich

18.09.2011
14:28
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von TanteLieschen | #20

#18
gebe Ihnen wegen der Grammatik recht , aber ändert nichts an meiner Meinung über die Telekom,
und von vaiki , mit dem womit ich meine Brötchen verdiene würde ich Sie auch nicht als Kunden haben wollen .,
Ps , Das ändert nichts an der Tatsache , solange die Telekomm eine Monopolstellung ausübt , wird schich nichts ändern ,
Die Problemathik liegt doch in der Chefetage , viel Gewinn bei möglichst geringen Kosten , eben Personalkosten , wenn eben zuviel Aufträge vorhanden sind und zuwenig Personal ,dann kommt es eben zwangsläufig zu solchen Situationen .

18.09.2011
14:20
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von vaikl | #19

Noch etwas, #15:

Wenn nach Ihrer Aussage (sowie der aus #2) das Handwerk förmlich in Aufträgen ertrinkt und nicht mehr weiß, wie man sie alle auf die pünktliche Service-Kette bekommt, dann verstehe ich überhaupt nicht, warum man entweder keine Leute einstellt oder den Sub-Status nicht wieder verlässt.

An der Auftragslage kann es ja nicht liegen, dass man Kunden verprellen muss...

18.09.2011
13:55
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von Krawinkel | #18

@TanteLieschen: Mit so einem Geschreibsel ist der Inhalt auch nicht vertrauenswürdig. Vor allen dingen stellt der Inhalt keinen Bezug zum Artikel dar.

Äusserungen – Reitere – währe – müssig - Telekomm usw......
...und die Grammatik ist ebenfalls noch schlechter als die der BILD!

18.09.2011
13:53
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von vaikl | #17

@ #13
warum sonst werfen Sie sich so ins Zeug

Sie können sich anscheinend nicht vorstellen, dass es Menschen gibt, die nicht mit der Masse Fliegen fliegen und sich mit entsprechender *Kunden*erfahrung ausgerüstet gegen dieses trottelige Medienbashing wehren. Ich bin seit 30 Jahren zufriedener Kunde der Telekom und habe kurzzeitige, geiz-ist-geil-bedingte Ausflüge zur Konkurrenz teuer bezahlen müssen - sowohl mit Geld als auch mit Nerven.

Aber wenn Sie mir nicht glauben wollen, dann können Sie sich aktuelle Kundenzufriedenheits-Analysen über Telekom und Konkurrenz auch gern selbst googeln. Ich schildere hier nur *meine* ganz persönlichen Eindrücke.

Und wenn Sie anscheinend die Handwerker-Seite in Schutz nehmen, sehe ich dort allerdings *erhebliches* Optimierungs-Potential beim Service - eben auch aus persönlicher Ertfahrung als *Kunde*.

Ich brauche Ihre Reiter nicht; ich weiß selbst ganz genau, welchem Handwerker ich Aufträge vergebe und welchem garantiert nie wieder.

18.09.2011
13:27
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von TanteLieschen | #16

Angehöriger bzw Angestellter der Telekom sind

18.09.2011
13:25
Ausreden über Ausreden bei der Telekom
von TanteLieschen | #15

# 13
Ich werde , aufgrund Ihrer Äusserungen , denn Verdacht nicht los , dass Sie entgegen Ihrer Behauptungen eben doch Angehöriger der Telekom , warum sonst werfen Sie sich so ins Zeug , lesen Sie doch mal die hier veröfentlichen Meinungen über den Service , das spricht doch für sich . Sicherlich Qualität hat seinen Preis , aber warum soll ich - Ihre Äusserungen für schlechten Service - gutes Geld bezahlen .
Wenn Sie glauben, dass Ihre Karteireiter irgendwas in der Branche oder fürs einzelne Unternehmen positiv verändern - bitte, schön weiter dran glauben.
Die roten Reitere kommen zu Ihrer Info an die -früher nahm man ja Karteikarten - Adresse und danach wurde der Kunde ob seiner Einstellung dem Handwerker gegenüber besonders bevorzugt behandelt , oder auch nicht .
Und im besten Fall hat er eben besonders viel Zeit bekommen ( Wartezeit )
das dazu .
Jeder kleine Handwerksbetrieb , hat und wird sich bemühen die angenommen Aufträge zu erledigen , er lebt davon . Es währe hier müssig die Einstellung von Gehaltsempfängern der so hoch gelobten Telekomm zu beschreiben .
Die werden erst wach , wenn nach Leistung bezahlt wird.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/5070522/create

Aktuelle Fotos und Videos
Schützenumzug in Baerl
Bildgalerie
Brauchtum
Duisburg in Trümmern
Bildgalerie
2. Weltkrieg
Kunst-Cocktail
Bildgalerie
Kunst & KULTUR
Aus dem Ressort
Die ganz große Auswahl im Westen
Events
Am Wochenende: Stadtfeste in Rheinhausen und Homberg sowie Folk-Festival.
Foto
Wenn die Luft knapp wird
Medizinische Fragestunde
Die häufigste Ursache vieler Lungenkrankheiten ist das Rauchen, da verrät Dr. Christoph Tannhof (Foto) sicher kein Geheimnis. Laut des Facharztes für Lungenheilkunde, Tannhof ist Chefarzt im Rheinhauser Johanniter-Krankenhaus, gibt es viele Ursachen für Luft- und Atemprobleme. Allergien und...