Aufzug soll in acht Wochen wieder fahren

Tagein, tagaus die Treppen bis zur vierten Etage hoch steigen. Das kann schon für einen jüngeren Menschen anstrengend sein, für Senioren ist das schlicht eine Zumutung. Die Bewohner im städtischen Wohnhaus an der Händelstraße 8 in Rheinhausen erleben seit Monaten die Situation, dass der Aufzug defekt ist und fühlen sich wie die 77-jährige Schwiegermutter von Gabi Mosler mittlerweile wie Gefangene in ihrem eigenen Zuhause.

Mehrfach schrieben Nachbarn das Immobilienmanagement Duisburg (IMD) an, um auf diesen Missstand aufmerksam zu machen. Passiert ist lange Zeit wenig, gleichwohl die Bewohner die Zusage hatten, dass der Aufzug repariert werde, der Auftrag vergeben sei und die Finanzierung der Arbeit sicher gestellt sei. Zwischenzeitlich behalfen sich die Nachbarn schon mit einer Notlösung, stellten in der zweiten Etage des Hauses ein Bänkchen im Hausflur auf, um eine kurze Pause für den weiteren Aufstieg in die vierte Etage einlegen zu können. Mit ihrem Ärger sind die Bewohner nicht allein, auch bei der Stadt regen sich die Verantwortlichen über diesen Zustand auf. Wie Presseamtsleiterin Anja Kopka ausführte, sei der Auftrag ausgeschrieben worden und der günstigste Anbieter erhielt den Zuschlag. Weil aber ewig nichts passierte, hakte die Stadt mehrfach nach, drohte mehrfach mit der Kündigung des Auftrags. Endgültig war es nach einigem Hin und Her so weit, als diese Firma mitteilte, dass sie frühestens im Juli mit den vorbereitenden Arbeiten beginnen könne und die Reparaturen frühestens im August/September fertiggestellt habe.

Anja Kopka: „Der Auftrag wurde jetzt an den Zweitgünstigsten vergeben. Er hat mit den vorbereitenden Arbeiten bereits begonnen, Spezialteile müssen bestellt werden.“ Die Referatsleiterin geht davon aus, das sämtliche Arbeiten etwa acht Wochen in Anspruch nehmen und ist mehr als zuversichtlich, dass nach Abnahme des TÜV der Aufzug Ende Mai/Anfang Juni wieder funktionieren wird.

EURE FAVORITEN IN DIESER STUNDE