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Amateurfunk

Auf der Kurzwelle durch die Welt

20.07.2011 | 18:33 Uhr
Auf der Kurzwelle durch die Welt
Schüler der Willi-Fährmann-Realschule besuchten die Funkamateure und gingen selbst ans Mikro.

Rheinhausen.15 Schüler der Willi-Fährmann-Realschule besuchten die Funkamateure und gingen selbst ans Mikro. Bei einer Verbindung nach Nordirland mussten die Schüler ihre Sprachkenntnisse praktisch anwenden.

Delta November Eins Romeo November ruft: Alle Schüler funkten mit Begeisterung quer durch Europa. 15 Jugendliche und 1 Lehrer der 7. Klasse der Willi-Fährmann-Realschule waren zum Gegenbesuch bei den Funkamateuren. Funkverkehr in Englisch war für die Schüler schon eine Herausforderung. Auch der Lehrer musste ans Mikrofon, zur Freude der Schüler.

Es war zu erwarten. Nach dem Vortrag der Funkamateure in der Willi-Fährmann-Realschule wollten die Schüler und der Lehrer Sven Pischke den Amateurfunk auch einmal hautnah erleben. Sie nutzten eine Doppelstunde im Fach Technik, um den Funkraum der Wellenreiter zu besuchen.

Nach einer kurzen Einführung von Kurt Willutzki, DJ4RP, teilte sich die Gruppe.

Unter der Leitung von Hans-Peter Dohmen, DL9EBA, versuchte eine Hälfte auf der Kurzwelle einen Funkkontakt irgendwo in der Welt herzustellen. Schließlich gelang eine Verbindung nach Nordirland, nach Ballymena bei Belfast. Dort wurde der Ruf aus Rheinhausen gehört und beantwortet. Sofort wurde Nordirland auf der großen Weltkarte lokalisiert, praktische Erdkunde. Der nordirische Funkfreund Merv, MIØTMW, hatte nicht schlecht gestaunt einen Schüler von 13 Jahren am Mikrofon anzutreffen. Eigentlich darf man in diesem Alter noch nicht funken. Aber mit dem Rufzeichen DN1RN ist das bei Anwesenheit des Ausbilders möglich. Merv in Ballymena hatte das sehr schnell erkannt und sich bemüht, ein klares Englisch zu verwenden, langsam und deutlich zu sprechen, denn der Funkverkehr wird weltweit generell in Englisch abgewickelt. Das war für den 13 Jahre alten Melih Kilinc schon eine Herausforderung. Er hat sie aber hervorragend gemeistert. Merv in Nordirland war voll des Lobes. Melih hatte die Bewunderung seiner Klassenkameraden. So kann praxisnaher Englischunterricht aussehen.

Die zweite Gruppe scharte sich im weiträumigen Flur um das UKW-Funkgerät. Ein Funkfreund aus der Umgebung, Karl-Heinz Sock, DK8JG, stand bereit, mit den Schülern über die ultrakurzen Ätherwellen Kontakt aufzunehmen. Obwohl alle mit dem Handy, das ja auch „nur“ ein Mikrofon ist, sehr vertraut sind, zeigten sie doch zunächst eine gewisse Mikrofonangst. Aber die wurde auch überwunden. Nach und nach wagten sich alle Schülerinnen und Schüler ans Mikrofon, manche mutig, manche zaghaft.

Jubel kam bei seinen Zöglingen auf, als der Lehrer Sven Pischke unerwartet an der Reihe war. Nach ganz kurzen Anlaufschwierigkeiten hat er die Aufgabe bravourös gelöst. Rudolf Kox, DB9EG, machte mit der Vorführung digitaler Bilder ordentlich Eindruck. Er zeigte, wie Bilder rund um den Globus gesendet und empfangen werden können.

Zum Abschluss wurde der Nachbau eines historischen Gerätes, ein Detektorempfänger vorgeführt, ein Einfachradio, das auch ohne Strom, ohne Batterie funktioniert. Jeder wollte den sehr leisen Empfang hören.

DerWesten

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