Alles für die Katz'
27.04.2007 | 17:03 Uhr 2007-04-27T17:03:03+0200Bezirkspolitiker haben vergebens gearbeitet.
Der böse Verdacht konnte ausgeräumt werden. Niemand hatte einen Mängelsuchtrupp gezielt auf das Lehrschwimmbecken in der Homberger Glückauf-Halle angesetzt, um es nach gefundenem Sicherheitsloch doch endgültig zu schließen. Allein die Tatsache, dass so etwas für möglich gehalten wird, offenbart ein erschreckendes Maß an Misstrauen, mit dem Bürger und Politiker im Bezirk der Duisburger Administrative und Ratspolitikern begegnen. Angesichts der kontinuierlichen Beschneidung des Angebots in den Stadtteilen kann das nicht weiter verwundern. Die Rheinhauser mussten just zwei dicke Kröten schlucken. Erst wurden ihnen die vergleichsweise bescheidenen 25 000 Euro für das Stadtteil-Marketing verweigert, und am Donnerstag legte sich die schwarzgrüne Mehrheit auf das ungewünschte Freibad-Konzept fest. Der partei-übegreifende Workshop, in den die Bezirkspolitiker Schweiß und Herzblut investiert hatten, war somit für die Katz'. Und dass die Rheinhauser Bürger in diesem Sommer mit nur einem viel zu kleinen, privat betriebenen Freibad vorlieb nehmen müssen, schafft auch keine vertrauensvollen Bande.
m.ziecke@nrz.de
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