Ärger um Grünpflege in Hochheide

Helmut Oberreiter in der Ladenstadt Hochheide. Für deren Sauberhaltung habe die Stadt zu sorgen, sagt er.
Helmut Oberreiter in der Ladenstadt Hochheide. Für deren Sauberhaltung habe die Stadt zu sorgen, sagt er.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Helmut Oberreiter von der Werbegemeinschaft Hochheide ärgert sich über die Vergabepraxis von Geldern für die Verschönerung des Bezirks.

Duisburg-Hochheide..  Helmut Oberreiter hat den Bereich rund um die Hochheider Ladenstadt wie jedes Jahr aufgehübscht. Er hat stellvertretend für die Hochheider Werbegemeinschaft Blumenampeln installiert, Beete bepflanzt und sorgt dafür, dass diese auch regelmäßig gegossen werden. Die Kosten zahlen die Hochheider Werbegemeinschafts-Mitglieder, ohne Spenden ginge aber nichts, sagt Oberreiter. Was ihn, wie in den vergangenen Jahren auch, ziemlich ärgert.

Hintergrund sind die sogenannten Mittel zur Pflege des Ortsbildes, die die SPD am vergangenen Donnerstag in die Bezirksvertretung eingebracht und zusammen mit den Grünen und Die Linke beschlossen hat (wir berichteten). Aus dem Topf bekommt neben den Bürgervereinen Ruhrort und Baerl, dem Freundeskreis Historisches Homberg auch das städtische Immobilien-Management (IMD) Geld. Bekanntermaßen soll damit das Umfeld des Bezirksrathauses am Bismarckplatz verschönert werden, was bereits in der Politik für einigen Ärger gesorgt hatte.

„IMD muss Rathaus verschönern“

Neben der CDU-Fraktion hält auch der Hochheider Möbelhändler Helmut Oberreiter einen Teil der insgesamt 13.900 Euro für falsch eingesetzt. „Das Umfeld des Rathauses hat der Besitzer, das Immobilienmanagement Duisburg, in Ordnung zu bringen“, sagt er. Hintergrund hier: Oberreiter hat mit der Werbegemeinschaft ebenfalls Gelder der Mittel zur Pflege des Ortsbildes beantragt – übrigens mit 4000 Euro etwa so viel, wie das IMD fürs Rathaus bekommen soll. Oberreiter und seine Leute waren von der SPD jedoch nicht bedacht worden, gingen leer aus, bekommen kein Geld für die Blumen. „Die Aktion ,blühendes Hochheide’ erstreckt sich überwiegend auf kommunale Flächen. „Privatleute machen Flächen schön, die eigentlich von der Stadt aufgewertet werden und bezahlt werden sollten“, beklagt sich der Werbegemeinschafts-Vorstand.

Die Stadt komme ihrer Pflicht rund um den Hochheider Markt nicht nach, der Weg an der ehemaligen Marktschule sei ebenso verdreckt wie die Baumscheiben auf der Glückauf-Straße. „Wir heben hier regelmäßig Müll auf und entsorgen ihn, zudem pflegen und bepflanzen wir 25 kommunale Baumscheiben.“ Die völlig verdreckten Stromabnahmekästen am Markt habe Oberreiter ebenfalls auf eigene Kosten reinigen lassen und 150 Euro dafür bezahlt. „Die Wirtschaftsbetriebe hatten mir auf Anfrage gesagt, dass für so etwas kein Geld da sei.“

Blumen für Hochheide habe es vergangenes Jahr zwar doch noch gegeben, ein Fototermin mit der hiesigen SPD-Spitze inklusive. Oberreiter macht klar: „Für ein solches Foto stehe ich in diesem Jahr nicht zur Verfügung.“