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Gewalt

"Abends traut sich hier keiner mehr hin"

02.01.2008 | 18:45 Uhr

Die Silvesterkrawalle in der Hochheider Ladenstadt waren wohl nur die Spitze des Eisbergs. Polizei will ihre Präsenz nun massiv erhöhen.

Die Silvesterkrawalle auf dem Hochheider Marktplatz (wir berichteten) rückten den Stadtteil - mal wieder - negativ ins Rampenlicht. Unsere Gespräche mit Geschäftsleuten, Kunden, Anwohnern und der Polizei zeigen allerdings: Die Randale am frühen Neujahrsmorgen mag in ihrer Massivität neu gewesen sein; der „Angstraum” Hochheide ist seit Längerem ein Problem.

Rund 100 Jugendliche hatten in der Silvesternacht randaliert, Geschäfte in der „Ladenstadt” beschädigt und Polizisten angegriffen, erst eine 20-köpfige Verstärkung konnte die Situation unter Kontrolle bringen. Für Götz Preuß, einen der Betroffenen, war es der dritte Schaden in vier Tagen: Am 29. Dezember wurde die verstärkte Glasscheibe seines Reisebüros eingeworfen; die Alarmanlage verhinderte Schlimmeres. Die daraufhin eingesetzte Panzerglasscheibe hebelten Unbekannte in der Nacht auf Silvester mit Werkzeug auf. Wieder vertrieb der Alarm die Täter.

Silvester kam es dann knüppeldick. Verstärkende Holzlatten hätten den Mob nicht gehindert, die Tür einzutreten. Feuerwerkskörper flogen ins Geschäft; die Brandflecken an Teppich und Möbeln sind noch zu sehen. Preuß: „Wir hatten Glück, dass nichts Feuer gefangen hat.” Auch am Blumenladen, im Supermarkt und im Buchladen wurden Scheiben eingeworfen; Fahrradständer flogen in Schaufenster, Mülleimer brannten. Polizei wurde gerufen, der Empfang: Siehe oben.

Diverse Anlieger behaupten, dass Silvester gezielt in deutschen Geschäften randaliert wurde. Dies sei von den Randalierern freimütig eingestanden worden. Polizisten seien als „scheiß Deutsche” beschimpft worden und ihnen sei angedroht worden: „Ihr habt hier nichts mehr zu melden!”

Überrascht haben Preuß die Vorfälle nicht: „So dicke wie Silvester ist es bisher noch nicht gekommen.” Aber dass Passanten von Jugendlichen angepöbelt werden, sei „leider üblich.” Er selber hat den Büroschluss von 19 auf 18 Uhr vorverlegt: „Später am Abend haben meine Angestellten sich nicht mehr getraut, die 100 Meter vom Büro zum Parkplatz zu laufen.” Und all zu viele Kunden hätten sich nach Anbruch der Dunkelheit ohnehin nicht in die Ladenstadt verirrt.

Von der Redaktion (tagsüber) befragte Kunden bestätigen das: Nein, zu späterer Stunde würde man hier lieber nicht langlaufen. Warum? „Na, Sie stellen Fragen!” Und als die Verkäuferin im Blumengeschäft die abendlichen Zustände sarkastisch mit „Nee, toll is' et hier nich'” umschreibt, pflichtet ein Kunde ihr bei: „Wie in der Bronx!”

Die Gaststätte in der Ladenstadt schließt mittlerweile um 22 Uhr. „Früher”, so Wirt Werner Heimbach, „hatte ich normalen Abendbetrieb. Aber hier kommt abends niemand mehr hin.” In einem von 157 Hochheidern unterschriebenen Brief der Kaufleute an Bezirksvorsteherin Fischer heißt es: „Frauen und ältere Mitbürger wagen sich kaum mehr, über den Bürgermeister-Bongartz-Platz zu gehen. Sie werden dort von den Jugendgangs angepöbelt und bedroht. Für die wenigen, die sich noch trauen, ist es ein Spießrutenlauf.” Die Verantwortlichen kommen nicht nur aus Hochheide, so ein Anlieger: „Wenn die sich abends zusammenrotten, sieht man Nummernschilder aus dem ganzen Ruhrgebiet.”

Helfen könnte, meint Preuß, eine Video-Überwachung der Ladenstadt. „Die Polizei kann ja nicht immer überall sein. Sobald die Streife um die Ecke ist, geht die Randale wieder los.”

Apropos Polizei: Auch die findet die Zustände in der Ladenstadt inzwischen „nicht hinnehmbar”. Wie Polizeisprecher Achim Blättermann mitteilte, wurde in Duisburg eine Einsatzkommission gegründet, „die sich ausschließlich diesem Vorfall und dieser Truppe widmet.” Zur Verstärkung der Homberger Polizei werden kurzfristig Beamte von der Landeseinsatzbereitschaft (umgangssprachlich „Hundertschaft”) abgezogen, um in Hochheide „massiv die Präsenz zu verstärken - uniformiert und in Zivil.”

Matthias Oelkrug

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Kommentare
26.05.2008
21:44
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von aloi | #60

Nicht immer nur die Ausländer in Duisburg:

http://de.youtube.com/watch?v=3uzv1D7ccuI&feature=related

Soviel dazu;)

05.05.2008
12:04
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von haesener | #59

Der Bürgerverein Haesen und Gerdt e. V. unterstützt ebenfalls die Idee einer Konzertierten Aktion für Homberg, die im Rahmen der Ladenstadtdiskussion aus der Bürgerschaft kam.

Es ist an der Zeit, dass sich alle demokratischen Kräfte zusammenschließen, um Homberg voranzubringen.

Nach unserer Einschätzung wäre es die erste demokratische Allparteien- und
Vereinskoalition zu Problemlösungen eines Ortsteils.

27.03.2008
22:42
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von bregt | #58

Das mit dem Abend hat sich erledigt.

Am Tag, Ostern, da ist man schon nicht mehr sicher. Hier meine Meinung zu dem Vorfall:

Einem Messerverbrecher wird in Deutschland lediglich eine Blutprobe entnommen, da ihm ja die Tötungsabsicht de jure nicht unterstellt wird. Für uns Bürger hat aber nun mal jemand, der ein Messer bentzt, um andere zu verletzen, de facto Tötungsabsicht!
Diese Typen gehören in Untersuchungshaft und nicht auf unsere Straßen, bis in aller Ruhe geklärt ist, was dieser Verbrecher denn vor hatte. So wird die Allgemeinheit geschützt und nicht mit einer Blutprobe und einem Verfahren in weiter Ferne.

Aber wen interessiert im deutschen Rechtswesen die Innenansicht der Bürger?

16.03.2008
00:18
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von Friderike | #57

Jetzt schlagen die Täter im Lutherpark zu!
Es reicht! Ich möchte einfach nur sicher in meiner Heimatstadt leben dürfen!

28.02.2008
09:38
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von S. Brendels | #56

Es ist bisher sehr übersichtlich, was sich in Hochheide getan hat.
Das Polizei und Ordnungsamt mehr unternehmen, kann man vor Ort spüren.
Der Einsatz der ehrenamtlich arbeitenden Menschen in unserem Stadtteil ist vorbildlich. Ich möchte da nur das Team rund um die Stadtbibliothek und den Kindergarten St. Martin als Beispiel nennen, die den Familienführer in Eigenleistung herausgebracht haben und so jungen Familien konkret helfen.
Aber die Stadt, wo ist der in den Sonntagsreden versprochene Einsatz für Hochheide?

Bisher habe ich in der Presse nichts Neues dazu gelesen.
Was ich aber hier gelesen habe: es existieren doch tatsächlich Sparpläne der Stadt, die gute Einrichtungen hier in Hochheide gefährden!

24.02.2008
23:22
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von S.Brendels | #55

Es wird höchste Zeit, dass unsere Politiker Hochheide endlich die Unterstützung geben, die dieser Stadtteil verdient. Wir brauchen hier keine Sonntagsreden, sondern Geld, Geld, Geld!
Hochheide war mal ein nettes Städtchen mit Stil und Zusammenhalt. Jahrelang wurde nichts, aber auch absolut nichts investiert und jetzt verkommen Teile hier zum Slum! Mit Slumkriminalität, Slumsprache und Slumbewohnern.
Wenn nur ein Bruchteil der rausgeworfenen Prestigeausgaben für das Zentrum in Hochheide gelkandet wären, wäre es anders gelaufen.
Noch ist der Trend nicht unumkehrbar, aber jetzt werdet endlich aktiv, Herr Dr. Hartl und Herr Grindberg! Wann steht ihr bei Sauerland auf der Matte?

15.02.2008
15:59
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von Müller | #54

Hochheide hat für Duisburger Politiker und Politikerinnen einen Stellenwert nahe Null!
Hier muss man um jeden Euro kämpfen und in Duisburg werden Millionen für Leuchttürme ausgegeben.
Bei unserem kleinen Leuchtturm in Hochheide, der Kindergarten St. Martin, der vom Land mit dem Prädikat Familienzentrum ausgezeichnet wurde, will die Duisburger Politik den Sparknüppel schwingen!
Ich habe erfahren, dass in einer Beschlussvorlage der Beigeordnete Janssen angeregt hat, die städtischen Mittel für dieses Familienzentrum zu streichen!
Ich kann diese Politik einfach nicht mehr verstehen.

01.02.2008
17:40
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von Iguana | #53

Das Islamistenpack ist die Krankheit...wir die Medizin.

30.01.2008
13:11
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von Ichanders | #52

Noch jemand der nichts , absolut nichts ,versteht .Die Ausländer wollen sich nicht gegenseitig die Köpfe einschlagen !!!!!!! Klar schimpfen auch Deutsche ,aber was ist denen in den letzten Jahren auch alles genommen worden ?Dieses Land ünterstützt Menschen verschiedener Nationen ,aber die meisten wollen sich nicht anpassen sondern verlangen das der Deutsche sich unterordnet ,deswegen die Krawalle. Also nicht wegbleiben und den Kopf in den Sand stecken hingehen DENN NUR GEMEINSAM SIND WIR STAR

30.01.2008
08:33
Abends traut sich hier keiner mehr hin
von DuMutti | #51

Aud Deutsche Schimpfen aber deren Stütze in Anspruch nehmen...Sehr toll.


Auch ich werde mit meinen Kindern dieses Jahr nicht beim Karnevalszug beiwohnen.

Wir werden zum Kinderkarneval nach Wehofen ausweichen.
Sollen sich die ähm nennen wir sie einfach Ausländer gegenseitig die Köppe einschlagen...

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