Investitionen : Linke: Konjunkturpaket werde zur „Spielwiese von Einzelinteressen”

Homberg. "Das Chaos ist größer als bisher bekannt", sagt die Linke zur Umsetzung der Projekte im Bezirk und empört sich über die Rückstufung der Ottoschule. Auch die FDP will endlich Klarheit haben, was genau in Duisburg mit den Steuergeldern passiert.
Die Umsetzung des Konjunkturpakets erregt weiter die Gemüter. Ein „noch größeres Chaos als bisher bekannt” will jetzt die Linke in Homberg ausgemacht haben. Aus zahlreichen Dokumente für den Rat, die alle den Bezirksvertretern nicht zur Verfügung gestellt worden seien, gehe hervor, dass für 2009 geplante Projekte noch nicht einmal angedacht und andere für 2010 avisierte Vorhaben plötzlich noch in diesem Jahr realisiert werden sollen.
„Besonders empörend ist die Rückstufung der Sanierung der Grundschule an der Ottostraße für den Ganztagsbetrieb und die Beschleunigung des Kunstrasenplatzes an der Rheinpreußenstraße”, schimpft Bezirksvertreter Roland Busche. Dieser Beschluss sei „ein Affront gegen die vollmundigen Versprechen der SPD”, dass Bildung höchste Priorität genießen solle.
„Wir befürchten, dass die SPD hier die Interessen des Sportvereins zum Schaden der kleinen Kinder an der Ottostraße durchgesetzt hat”, so Busche. Die Sanierung der Sporthalle an der Buchenallee sei die einzige Maßnahme im Bezirk, die aus dem Bereich Bildung begonnen wurde. „Dabei hat die Verwaltung doch bereits im Juni von 153 Aufträgen in diesem Bereich berichtet. Wir fürchten, dass sich das Konjunkturpaket für unseren Bezirk zur Spielwiese von Einzelinteressen entwickelt und die Ungerechtigkeiten im Bildungsbereich zementiert”, sagt Busche und will die Umsetzung aller Projekte der Prioritätenliste in einem gemeinsamen Antrag der Bezirksvertretung für den Rat einfordern.
Auch die FDP Homberg springt auf den Zug der Kritiker auf. „Wir möchten klar erkennen können, wie hier mit Steuergeldern umgegangen wird”, sagt Thomas Rangs.















