Literatur : Junger Soldat schreibt über Krieg in ferner Zukunft
Duisburg. Die zündende Idee zu einem Sciene-fiction-Roman kam im Urlaub in Portugal. Der junge Autor Jill Münstermann ist ein Fan von Theodor Fontane. Am Freitag gibt es eine Lesung.
„Wir schreiben das Jahr 2103. Murphy ist Soldat. Ein Soldat ohne Bestimmung, ohne Aufgabe, ohne Sinn. Krieg wurde abgeschafft. Frieden ist das höchste Gut. Doch dann taucht plötzlich ein fremdes Raumschiff auf. Nach anfänglicher Faszination bricht Panik aus. Eine völlig überforderte Armee versucht einen Krieg zu gewinnen, der nicht zu gewinnen ist. Für die Hauptfigur Murphy werden die Kämpfe zur Suche nach seiner Bestimmung. Doch kann Krieg der Sinn des Lebens sein? Was ist Krieg?” Soweit die Kurzbeschreibung des knapp 300 Seiten umfassenden Science-fiction-Thrillers „Fleischfresser”.
Zeitsoldat bei Einheit in Hessen
Geschrieben hat ihn Jill Münstermann, gerade mal 20 Jahre jung und von Beruf Zeitsoldat beim Jägerregiment 1 der Bundeswehr in Hessen. Vor ungefähr drei Wochen druckfrisch erschienen ist sein Erstlingswerk; inzwischen hat er es bei seiner ersten Lesung überhaupt am Wochenende in Tönisvorst vorgestellt. Aber auch den Rheinhausern möchte der junge Mann seinen Thriller nicht vorenthalten. Am Freitag, 18. September, wird er ab 20.30 Uhr in der „Miami Bar” in Rheinhausen an der Krefelder Straße 218 aus seinem Buch lesen. Es ist die Geschichte um einen brutalen Krieg, den menschliche Wesen nach einem Angriff führen müssen, obwohl sie längst in Frieden leben und diesen für sich zu einer Art Religion erklärt haben. Am Ende wird der Leser für sich die Frage beantworten müssen, ob in der heutigen Welt ein Leben ohne Krieg möglich ist.
Jill Münstermann selbst glaubt es nicht, auch wenn es der größte Wunsch der Menschen ist. Die Idee zu dieser Geschichte kam ihn im Jahr 2005, als er gerade Urlaub in Portugal machte und am Meer saß. Kulturell interessiert war er schon von je her. Bereits als Gymnasiast liebte er die Literatur. Fontane hatte es ihm besonders angetan. Er ist bis heute sein Vorbild. Neu hinzu kam sein Interesse an Filmen und zwar nicht nur Ansehen, sondern selber machen. Dieses Hobby ist inzwischen allerdings auf ein Minimum reduziert. Ihm fehlt momentan als Berufssoldat die Zeit dazu.
Anders ist es beim Schreiben. „Das kann man schon mal nebenher machen”, sagt der Krefelder, der bald nach Rheinhausen ziehen möchte. Und so wird es wohl auch nicht bei dem im Tordenfjord Verlag Bremervörde erschienenen Buch „Fleischfresser” bleiben.















