40 Jahre voller Herausforderungen

40 Jahre voller Veränderungen und Herausforderungen liegen hinter dem Kindergarten St. Peter. Das Familienzentrum an der Friedhofsallee in Homberg erlebte am Samstag ein buntes Jubiläumsfest. Trotz zwischenzeitlichen Regenschauern ließen sich die zahlreichen Besucher die Feststimmung nicht vermiesen. Für das Wohl und die Unterhaltung von Groß und Klein war während der Feier und beim anschließenden Gottesdienst gesorgt. „Ohne die Unterstützung von unserem Förderverein und den vielen ehrenamtlichen Helfern wäre solch ein Fest überhaupt nicht möglich“, sagt Leiterin Maria Kessels.

Bereits seit 29 Jahren führt die 61-Jährige den katholischen Kindergarten. Damit ist sie erst die zweite Leiterin der Einrichtung seit 1975. „In den ganzen Jahren hat sich schon einiges verändert“, erzählt sie. „Anfangs war in den drei Gruppen Platz für 90 Kinder. Heute sind es noch 65.“

Das liegt an dem Umbau, der vor Kurzem stattfand: Nun werden auch Plätze für Kinder unter drei Jahren angeboten. Und auch die Betreuungszeiten haben sich über die Jahre deutlich verlängert. Konnten die Schützlinge anfangs nur vormittags vier Stunden und nachmittags zwei Stunden betreut werden, ist das heute variabel von 7 bis 16 Uhr möglich. Das fordert die acht Vollzeit-Erzieherinnen natürlich umso intensiver.

Um- und Anbauarbeiten

Um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen, musste die Kindertagesstätte in der Vergangenheit um- und anbauen: Schlafräume, ein Wickelraum, eine Turnhalle, ein Personalraum, ein Speiseraum und daran eine größere Küche. Finanziert werden solche großen wie auch kleinen Projekte seit elf Jahren zu großen Teilen durch den Förderverein des Kindergartens. „Wir haben um die 120 Mitglieder und eine sehr enge Verknüpfung zur Kirchengemeinde“, erklärt Frank Brünnen, Vorsitzender des Vereins. Viele Mitglieder sind Eltern der Kindergartenkinder und auch Ehemalige.

Pfarrer Ludger Funke ist dankbar: „Ohne den Verein wäre vieles nicht möglich.“ Ihm liegt das Wohl der Kleinen sehr am Herzen. „Kinder machen keinen Lärm, wenn sie laut sind – das ist Zukunftsmusik“, bemerkt er mit einem Grinsen. Und das sah auch die junge Gemeinde damals nicht anders. Denn erst wurde der Kindergarten innerhalb von nur sechs Monaten fertiggestellt bevor das Pfarrzentrum gebaut wurde.

Die Betreuungsstätte wandelte sich mit den Jahren immer weiter zu einer pädagogischen Bildungseinrichtung, bei der ganze Familien beraten und betreut werden sollen. Heute ist sie ein Familienzentrum. Ein lesefreudiger Kindergarten mit Lesepatin und Märchenerzählerin. Ein Bewegungskindergarten, bei dem alle Erzieherinnen eine Sportausbildung besitzen. „Ich habe immer die Elternschaft und sehr viele Ehemalige hinter mir“, sagt Maria Kessels. „Das motiviert, neue Wege zu gehen.“ Und so wird gemeinsam der nächste Schritt gemacht: Ab heute wird der Turnraum der Tagesstätte zu einem Motorikzentrum ausgebaut – finanziert durch den Förderverein.