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1943 gab es in Duisburg-Rheinhausen 63 Bunker für 46.188 Bürger

21.10.2011 | 17:11 Uhr
1943 gab es in Duisburg-Rheinhausen 63 Bunker für 46.188 Bürger
Bunkerplan-Ausschnitt Rheinhausen

Duisburg-Rheinhausen. Ein Plan aus dem Jahr 1943 zeigt, wo in Rheinhausen Schutzräume standen. Beachtliche 63 Bunker für 46.188 Bürger. Sehr viele Grünflächen sind zu sehen, der Kruppsee und jede Menge Kreise. Jeder Kreis bezeichnet einen Bunker...

Die heutige „Brücke der Solidarität“ hat es nicht mehr auf dem Ausschnitt (s.vergrößerbares Bild unten) geschafft, sie gab es aber damals schon und war nach dem Vizeadmiral aus dem 1. Weltkrieg, Maximilian von Spee, benannt. Auffällig sind die insgesamt 63 gelben, grünen und roten Punkte auf dem Plan (Maßstab: 1:20 000). Sie markieren die Hochbunker (rot), die Erdbunker (grün) und die Deckungsgräben (gelb).

Bunker an Rhein und Ruhr
Bunkerplan-Ausschnitt Rheinhausen

So viele Bunker auf vergleichsweise kleiner Fläche, wer sich den Plan ansieht, merkt schnell, warum Rheinhausen auch die “Bunkerstadt Deutschlands“ genannt wird. Zu erklären ist das recht einfach. Die umliegenden Industrieanlagen waren beliebtes Ziel für Bombenangriffe, die Bevölkerung schwebte in höchster Gefahr, also wurden Schutzräume gebaut.

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Der Bunker, den Uwe Victor und auch weitere Leser mit dramatische Erinnerungen verbinden (wir berichteten ) ist an der Straße In den Bänden (auf dem Platz links oberhalb des Kruppsees) verzeichnet. Heute steht dort ein schmuckes Einfamilienhaus. Durch den Bericht Uwe Victors war eine Irritation aufgetreten. Schrieb er doch von der Einmündung „Rheingoldstraße/Weißenburger Straße“. Jetzt wissen wir es also ganz genau.

Leicht zu entfernen

Der Erdbunker „In den Bänden“ (150 Sitz- und 50 Stehplätze) ist nach dem Krieg entfernt worden, nach und nach entstand Bebauung. Das gilt übrigens für einige der städtischen Erdanlagen, sie ließen sich im Gegensatz zu den insgesamt elf Hochbunkern relativ problemlos dem Erdboden gleich machen. Die Hochbunker existieren noch heute. Sie wirken fast schon bedrohlich unbewohnt - wie der Bau an der Hochfelder Straße - oder werden als Wohn- und Geschäftshaus genutzt (Günterstraße, Krefelder Straße oder Bertastraße). Hier waren große Löcher in die meterdicken Wände gesprengt worden, um Fenster einsetzen zu können.

Kriegszerstörtes Duisburg

Daniel Cnotka

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