Werkstatt am Rande der Altstadt

Mit Friederike Berchem und Carolin Höbing teilen sich jetzt zwei Künstlerinnen eine Werkstatt mit besonderem Charme. Das Haus, in dem ehemals eine Kupferschmiede und später bereits ein Atelier untergebracht war, hat als eines der wenigen in der Altstadt den Krieg überlebt. An der Quergasse 11 – nicht weit vom Außenhafen und der Beekstraße – scheint ein wenig die Zeit stehen geblieben zu sein.

Friedrike Berchem, ehemalige Kunstlehrerin am Mannesmann-Gymnasium, hatte bislang ihren Arbeitsraum in Rheinhausen. Auf der Suche nach einem neuen Wirkungsort stieß sie auf die Werkstatt in der Altstadt, die ihr allein allerdings zu groß gewesen wäre. Mit städtischer Vermittlung stieß sie auf Caroline Höbing, die bislang ihr Atelier beim Kunstverein am Weidenweg hatte. „Wir haben uns sofort verstanden.“

Und auch die äußeren Bedingungen sind ideal in der hohen, hellen Werkstatt mit Nebenräumen, die Platz für Maschinen bieten und in denen es auch stauben darf. Friederike Berchem arbeitet mit hölzernen Fundstücken, die sie anschließend künstlerisch bearbeitet; dabei bleibt sie stets ungegenständlich. Die Holzbildhauerin Caroline Höbing betreibt figürliche Grundstudien, schnitzt Figuren und Porträts, aber auch Miniaturen „aus Heimatliebe“, wie sie sagt: Markante Punkte aus Duisburg werden sozusagen auf einen kleinen Sockel gehoben.