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Hoppeditz

Wenn man trotzdem lacht

14.11.2010 | 16:57 Uhr
Wenn man trotzdem lacht
In der Duisburger Innenstadt wurde das Hoppediz Erwachen gefeiert. Einige wetterfeste Karnevalisten trotzten dem Regen. Foto: Tanja Pickartz / WAZ FotoPool

Es regnete Katzen und Hunde, aber Humor ist, wenn man trotzdem lacht… Bestens gelaunt trotz nasswindiger Witterung zeigten sich rund 800 Duisburger Narren am Sonnabend bei ihrer jecken Kundgebung vor dem Forum an der Königstraße. Zwar bedeckten Hunderte Regenschirme und Plastikfolien die feucht-fröhlichen Jecken. Aber nichts kann rheinischen Frohsinn wirklich stoppen, schon gar nicht das kühle Nass. Und als der Hoppeditz erwachte, gab es kein Halten mehr.

Bei der Vorbereitung hatte der Hauptausschuss Duisburger Karneval ganze Arbeit geleistet. Zunächst startete das Heer der Karnevalisten in seinen bunten Gardeuniformen am Sonnenwall. Dann ging es mit Pauken und Trompeten über die Königstraße zu der kleinen Bühne am König-Heinrich-Platz.

Um Punkt 11.11 Uhr donnerten drei Kanonenschüsse über Duisburgs gute Stube. Der Hoppeditz erwachte zu neuem Leben, die Karnevalssession 2010/11 war damit eröffnet. Zwei Helfer schleppten den schlaftrunkenen Hoppeditz mit roten Haaren im Afro-Look, grell bunt geschminktem Gesicht und rotem Clownskostüm auf die Bühne. Erst nach einigen kräftigen Schlucken köstlichen Biers kam der müde Karnevalskobold so richtig in Fahrt.

Mit krächzender, aber lauter Stimme zog der Hofnarr des Hauptausschusses Duisburger Karneval über allerlei Absurditäten des politischen Lebens her. Kostprobe: „Doch wenn ich mitbekomme, wie Politiker immer mehr Bücher schreiben, dann kannste besser liegen bleiben“ reimt der nun quicklebendige Hoppeditz leicht holprig, aber stets fröhlich. „Denn es gibt so viel Dinge, die uns stören, die das Volk ja wohl empören. Und statt uns daraus zu manövrieren, wollen die lieber mit komischen Büchern Kohle kassieren.“ Aber der Hoppeditz alias Michael Jansen, Duisburgs Karnevalsprinz 2009/2010 machte den Narren auch Hoffnung auf die fünfte Jahreszeit: „Gott sei Dank, für einen Lichtblick ist es jetzt wahrlich höchste Zeit. Alle Jecken stehen bereit, und es beginnt für uns die geliebte Karnevalszeit!“

Nach einigen lästerlichen Reimen über die neue Königsgalerie, ein neues Möbelzentrum in der City und die klamme Stadt Duisburg machte der Hoppeditz Patz für Manfred Osenger. Der Bürgermeister wünschte den Narren im Namen der Stadt eine gelungene Session 2010/2011, gemäß dem aktuellen Motto der Duisburger Vereine: „Auch ohne Moos zieh`n wir Narren los!“

Und natürlich machten die Narren weiter, am König-Heinrich-Platz: Der Duisburger Stadtprinz Jürgen II. alias Jürgen Ohl von der KG Marxloher Jecken, gebürtiger Hesse und 53-jähriger Geschäftsmann aus Walsum, präsentierte unter dem Jubel der Narren seinen Hofstaat: die beiden Hofmarschälle Wolfgang Swakowski und Hans-Friedrich Brenzel sowie die blonden Pagen Jenna, Angela, Silvia und Stephanie, „alles Nordlichter“.

Mit fröhlichen Helaus wurde auch die Kinderprinzencrew gefeiert: Prinz Cedric I. (10), Prinzessin Chiara I. (9) und Page Nathalie (11), allesamt Mitglieder des Meidericher Carnevals-Vereins MCV Blau-Weiß. Unserem Hoppeditz ein dreifaches Helau!

Martin Krampitz

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Kommentare
15.11.2010
06:13
Wenn man trotzdem lacht
von supertina | #1

Dann ging es mit Pauken und Trompeten über die Königstraße zu der kleinen Bühne am König-Heinrich-Platz.......

Hab nix gehört, weil ich gehörlos bin *heul*

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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