Weiße Wäsche weht in der Altstadt

Foto: waz duisburg

Vor 35 Jahren schon sang Peter Hein bei der Düsseldorfer Band Fehlfarben: „Es liegt ein Grauschleier über der Stadt, den meine Mutter noch nicht weggewaschen hat.“ Duisburg allerdings soll während der Akzente in strahlendes Weiß gehüllt werden, wenigstens ein bisschen. Für das Kunstprojekt „the green line“ an der Beekstraße in der Altstadt bitten der Künstler Manuel Schroeder und die Duisburger Akzente um eine „Weiße-Wäsche-Spende“, um die Aktion durchführen zu können.

Gesammelt werden nur saubere weiße Wäschestücke wie Bettwäsche, Laken, Tischdecken, Hemden, Hosen, Handtücher, aber auch Slips, T-Shirts, Socken und Berufsbekleidung. Diese „Weiße-Wäsche-Spenden“ können ab sofort und bis zum 5. März an den Kassen im „Knüllermarkt“ an der Münzstraße abgegeben werden. Das Geschäft ist montags bis samstags von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Das Kunstprojekt „the green line - to call a city home“ ist eine Installation im öffentlichen Raum und soll den Begriff „Heimat“ hinterfragen. Die weiße Wäsche symbolisiert die „weiße Leinwand“ des Künstlers und soll zu neuen und kreativen Ideen für den Ort inspirieren. Gleichzeitig erscheint die „weiße“ Wäsche als Symbolträger mit verschiedenen Bedeutungen: „Die reine Weste“, „Die Unschuld“ aber auch die Farbe der „Kapitulation“ sollen als „Mahnmal“ die Menschen an blühende und bunte Zeiten des jüdischen Geschäftslebens erinnern, das dort in den 1930er Jahren durch die Nazis ein jähes Ende fand.

Aufgehängt auf einer grünen Leine wird die Wäsche vom 7. bis zum 22. März nachts punktuell durch UV-Lichtquellen surreal erscheinen. Der „Knüllermarkt“ wird im Projektverlauf auch Ort von Künstler- und Zeitzeugengesprächen sein.