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Berufsorientierung

Duisburger Firma hilft Schülern durch den Berufedschungel

21.01.2015 | 08:00 Uhr
Duisburger Firma hilft Schülern durch den Berufedschungel
Beobachter für die Arbeit mit den Schülern bildet die Imbse GmbH in ihren Räumen an der Martinstraße in Duissern selbst aus.Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.  Der Durchblick bei tausenden Studiengängen und hunderten Berufsausbildungen ist schwierig. Die Duisserner Imbse GmbH hilft Schülern bei der Ortierung.

Rund 7000 verschiedene Studiengänge an den Hochschulen, 350 duale Ausbildungsgänge: Das macht Jugendlichen zunehmend Probleme, sich bei der Wahl ihres Berufes im Bildungsdickicht zurechtzufinden. Das setzt das Programm „Kein Abschluss ohne Anschluss“ an, mit dem NRW-Landesregierung, Bundesagentur für Arbeit, Sozialpartner sowie, Kammern und Kommunen eine frühzeitige Berufsorientierung für alle Schüler anstreben. Mit der Umsetzung ist seit einem Jahr der Bildungsträger Imbse GMBH (Institut für Modelle beruflicher und sozialer Entwicklung) beschäftigt.

„Niemand blickt durch, viele sind unsicher und orientierungslos“, ist die Erfahrung von Tarek Lababidi, Bereichsleiter Schule und Beruf bei Imbse. Die Konsequenz: Hinter einer Studien-Abbruchquote von 25 % steckten Fälle, „die auch zu Krisen und Verzweiflung in Familien führen“, so Lababidi, der auch Studierende und Eltern berät.

Palette der Möglichkeiten kennenlernen

Richtig sei es deshalb, schon früh bei den Schüler der Klasse 8 anzusetzen. Wichtig, dass sie die Palette der Möglichkeiten kennenlernen. „Von 350 Ausbildungsberufe können die meisten nur zehn benennen“, so Olga Füten, Teamleiterin für die sogenannten Potenzialanalysen bei Imbse.

Start – das steht für: „Stärken ausprobieren, Ressourcen testen“ ist das Instrument, dass der Bildungsträger selbst entwickelt hat. „Es funktioniert wie ein Assessment-Center“, erklärt Lababidi, „die Schüler absolvieren 120 Übungen aus insgesamt 17 Berufsfeldern. Wir schauen dabei konsequent auf das, was sie gut können.“

Gemeinsam ein Regal aufbauen

Eine Notfall-Übung gibt es etwa, eine Verkaufssituation wird geübt und ein Regal müssen die Schüler gemeinsam aufbauen. Im Blick dabei: Die Teamfähigkeit.

Mit den Schülern arbeiten Beobachter, die von Imbse in Seminaren ausgebildet werden. Gerade hat wieder ein Kurs abgeschlossen. „Das sind Mitarbeiter, die bei uns angestellt sind, aber auch Studenten und andere, die als Honorarkräfte für uns tätig sind“, erläutert Olga Füten.

Rund 1800 Schüler aus 23 Schulen im Kreis Wesel haben mittlerweile mitgemacht, auch drei Duisburger Gymnasien. „Da gab’s anfangs Gegenwind, aber dann lief es sehr gut“, berichtet Lababidi. Das Problem der Schüler sei, „dass sie sich nur in Schulnoten sehen, nicht in Fähigkeiten.“ Die Analyse ihrer Potenziale sollen Hinweise geben, um Stärken mit beruflichen Perspektiven zu verknüpfen. Und dann? Ausprobieren, um die richtige Wahl zu treffen. Tarek Lambabidi: „Wir empfehlen Praktika.“

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2015-01-21 08:00
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