Wechsel im Betriebsrat bei Arcelor-Mittal in Duisburg

Wechsel an der Spitze des Betriebsrates bei Arcelor-Mittal in Duisburg-Ruhrort: Uwe Scharnberg (l.) übergibt das Amt an Wolfgang Kleber.
Wechsel an der Spitze des Betriebsrates bei Arcelor-Mittal in Duisburg-Ruhrort: Uwe Scharnberg (l.) übergibt das Amt an Wolfgang Kleber.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Wolfgang Kleber folgt Uwe Scharnberg als Vorsitzender des Betriebsrates des Ruhrorter Arcelor-Mittal-Werkes. Sicherung der Ausbildung ist für ihn ein Hauptthema.

Duisburg.. Wenn Unternehmensberater im Betrieb unterwegs sind, droht häufig Stellenabbau. Das weiß auch Wolfgang Kleber, neuer Betriebsratsvorsitzender bei Arcelor-Mittal in Ruhrort. Ein zweites Thema steht bei ihm ebenfalls ganz oben auf der Aufgabenliste: die Verlagerung der Ausbildung von Hochfeld nach Ruhrort, dem künftig einzigen Standort des Unternehmens in Ruhrort.

Seit etlichen Wochen ist Kleber im Amt als Nachfolger von Uwe Scharnberg, der fast elf Jahre an der Spitze der 13-köpfigen Arbeitnehmervertretung stand, die die rund 800 Mitarbeiter des Stahlunternehmens vertritt. Ende des Jahres wird er 63 Jahre alt und will dann den Ruhestand genießen.

Langjährige Betriebsratserfahrung hat der 51-jährige Kleber auch: Seit 16 Jahren gehört er dem Gremium an. Der gelernte Bäcker kam 1984 ins Ruhrorter Werk, das damals noch zu Thyssen-Stahl gehörte. Qualitätsbeauftragter war in diversen Betrieben, qualifizierte sich weiter und absolvierte zuletzt noch ein berufsbegleitendes anderthalbjähriges Studium „Management und Partizipation“, das von der Uni Dortmund und der IG Metall gemeinsam angeboten wird.“Das ist ein gutes Handwerkszeug für die Betriebsratsarbeit“, sagt Kleber, der zudem ein begeisterter Hobby-Fußballer ist.

Stellenabbau über Rente oder Altersteilzeit

Was den Einsatz der Betriebsberater angeht, drängt er darauf, den Job-Abbau so gering wie möglich zu halten. Und wenn überhaupt, müsse er sozialverträglich über frühere Rente oder Altersteilzeit erfolgen.

Die Ausbildung muss für Kleber eng an den Standort Ruhrort angebunden werden. Zur Zeit lernen bei Arcelor-Mittal knapp 50 junge Leute. Jährlich neu eingestellt werden sollen aus Betriebsratssicht künftig pro Jahr mindestens 24, besser noch 26 Bewerberin.

Ebenfalls ein Ziel für Kleber ist die Übernahme der derzeit noch 60 bis 70 Leiharbeiter. Auch der Einsatz von Fremdfirmen soll zurückgefahren werden.