Wechsel an der Kaufhof-Spitze

Die eine geht nach Düsseldorf, der andere kommt aus Düsseldorf, und mit den bekannten Horten-Kacheln an Kaufhaus-Fassaden haben beide ihre Erfahrungen. Michael Stauber folgt Johanna Groeneweg-de Kroon als Geschäftsführer im Kaufhof an der Düsseldorfer Straße.

Die Kacheln, die in monatelanger Arbeit und nach langen Gesprächen mit dem Denkmalschutz vom Duisburger Kaufhaus entfernt wurden, zieren noch heute das Düsseldorfer Haus, das Stauber bisher leitete, das aber seit dem Jahreswechsel kein Kaufhof mehr ist. Das Haus an der Berliner Allee, dritter Kaufhof-Standort in der Landeshauptstadt, wird umgebaut und künftig anders genutzt. Groeneweg-de Kroon wechselt in die Chefetage des Kaufhofs am Wehrhahn. Ein weiterer Düsseldorfer Kaufhof hat die feine Königsallee als Adresse.

45 Jahre alt ist Stauber, der in Krefeld wohnt und das Duisburger Haus schon aus früheren Jahren kennt. 1992 war er dort als Abteilungsleiter-Assistent in der Herren-Konfektion tätig, eine weitere Karrierestufe war später die Leitung des Kaufhofs in der Oberhausener Innenstadt. In Düsseldorf war er zweieinhalb Jahre Chef, und seine Liebe zur Horten-Fassade früherer Jahre ist nicht allzu ausgeprägt: „Ich bin nicht der größte Fan der Kacheln.“ Aber in die Fußstapfen seiner umtriebigen Vorgängerin möchte er nach und nach auch außerhalb des Kaufhauses treten. Groeneweg-de Kroon stand bisher auch an der Spitze des Vorstands des City-Managements. Ihr Nachfolger wird Spielbank-Chef Jochen Braun, aber Stauber will sich auch beim City-Management, ebenso bei der IHK und beim Einzelhandelsverband engagieren. Priorität habe aber erst einmal das Kennenlernen der Kaufhof-Mitarbeiter und des Duisburger Kaufhauses. Seine Ansage für die Zukunft: „Ich bin für alle Nebentätigkeiten gerne bereit.“ Ein Kaufhaus brauche ein „gesundes Umfeld“, und dafür wolle er sich einbringen: „Kaufhof und Duisburg – das gehört zusammen.“

Mehr als zehn Jahre hat Johanna Groeneweg-de Kroon den Kaufhof in der City geleitet und im Rückblick sagte sie gestern: „Ich habe hier eine sensationell schöne Zeit gehabt.“ Und das, obwohl es auch Probleme gab: „In Duisburg ist immer was los, und so ganz leicht ist es nicht“, unter anderem wegen vieler Baustellen, zuletzt beispielsweise mit der Teilsperrung der Autobahn A 59.

Am Montag und Dienstag war sie schon zur Erkundung des neues Arbeitsplatzes in Düsseldorf. Eine der letzten Amtshandlung an alter Stelle war der Dank an ein „einzigartiges Team“.