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Wassersportcamp für Rollstuhlfahrer im Duisburger Sportpark Wedau

27.07.2012 | 17:11 Uhr
Wassersportcamp für Rollstuhlfahrer im Duisburger Sportpark Wedau
Dirk Wondrak bildet Rollstuhlfahrer aus, die tauchen lernen möchten Foto: Marc Wolko

Duisburg.  25 gehbehinderte Menschen treffen sich am Wochenende im Sportpark Duisburg-Wedau und lernen bei Schnupperangeboten unterschiedliche Wassersportarten wie Tauchen, Segeln, Wasserski und Kanufahren kennen.

Geht nicht, gibt’s nicht. Das ist einer der Wahlsprüche von Dirk Wondrak. Ohne solch eine Einstellung würde er sicherlich schnell verzweifeln. Denn mit Ressentiments -- auch von „Fußgängern“ -- hat er immer wieder zu kämpfen. Der 45-Jährige bildet behinderte Menschen aus, die tauchen lernen möchten und hat das erste europaweite Wassersport-Camp mit initiiert, zu dem sich am Wochenende sportbegeisterte Rollstuhl-Fahrer in Duisburg treffen.

„Wir gehen mit jedem Betroffenen ins Wasser“, sagt Wondrak. Er sitzt im Vorstand des Vereins zur Förderung des Behindertentauchens, der mit dem Deutschen Rollstuhl-Sportverband (DRS) 25 Rollstuhlfahrer am Wochenende in den Sportpark Wedau eingeladen hat. Ziel ist es, den Behinderten Spaß am Sport und soziale Kontakte zu ermöglichen.

Angebote auf und unter Wasser

Egal ob es sich um körperliche oder geistige Behinderungen handelt, um Querschnittslähmung, MS, Sehbehinderung oder Down Syndrom. Nur eine kleine Einschränkung lässt er gelten: Ein Arzt muss vorher grünes Licht gegeben haben. „Denn unter Wasser sind alle gleich“, sagt Dirk Wondrak. Einziger Unterschied: die Behindertensportler benötigen etwas mehr Unterstützung und Hilfestellung.

Die Sportangebote, die an diesem Schnupper-Wochenende unter dem Motto „Let’s get wet“ im Angebot sind, spielen sich aber nicht ausschließlich unter sondern auch auf dem Wasser ab. So können die Rollstuhlfahrer und ihre Begleiter etwa auf dem Margaretensee Wasserski fahren, auf dem Masurensee Segeln lernen, am Bertasee ins Kanu steigen oder im Rheinhauser Toepper-Bad abtauchen. „Am Yachtclub haben wir außerdem die Möglichkeit bekommen, Kitesurfen kennenzulernen und auszuprobieren. Auch bei Rolli-Fahrern ist das Trendsportart.

Unterstützt werden die Behinderten-Sportler an diesem Tag unter anderem von den Jugendgruppen der DLRG und des Duisburger Yacht-Clubs (DYC), auf dessen Gelände am Masurensee auch das gemeinsame Abschlussgrillen steigt. Dazu und auch zu den sportlichen Aktivitäten, die Samstag zwischen 10 und 17. 30 Uhr an der Sechs-Seen-Platte und in Rheinhausen (bis 14 Uhr, Bergheimer Straße 101) stattfinden, erhoffen sich die Sportler auch Besuche von Duisburger Bürgern - , ob mit oder ohne Behinderung.

Marc Wolko



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