Wasserschutzpolizei befreit auf Kanal festgefrorene Möwe
09.02.2012 | 18:09 Uhr 2012-02-09T18:09:00+0100
Duisburg. Die Möwe konnte nur noch ihren Hals und ihren Schnabel bewegen. Sie steckte mit Füßen und Unterkörper in einer Eisscholle auf dem Vinckekanal in Duisburg fest, als die Wasserschutzpolizei sie entdeckte. Es dauerte eine Nacht, bis die Eisfalle geschmolzen und die Möwe wieder frei war.
„Statt in Seenot befand sich eine Möwe am 7. Februar gegen 13 Uhr in Eisnot“, scherzt die Pressestelle der Wasserschutzpolizei nach einem kuriosen Einsatz am Dienstag. Die Besatzung des Bootes vom Typ Wiking hatte auf dem Duisburger Vinckekanal eine Möwe entdeckt, die in einer Eisscholle feststeckte.
Die Beine, die Brust und Teile der Flügel waren im Eis festgefroren. Der Vogel konnte nur noch seinen Hals und seinen Schnabel bewegen. Da ein Ende der Eiszeit nicht in Sicht ist, wäre es sehr wahrscheinlich verendet.
Mit Hilfe der Bootshaken zogen die Wasserschutzpolizisten die Eisscholle auf die Bergeplattform des Streifenbootes. Dort zerkleinerten sie vorsichtig den Eisblock um die Möwe, um diese überhaupt transportieren zu können. Anschließend brachten sie die gerettete Möwe in die Werkstatt der Wasserschutzpolizei nach Ruhrort, wo sie das Tier mit Brotkrümeln fütterten. Nebenbei taute die Eisfalle auf.
Am Mittwochmorgen konnte der Vogel scheinbar fit davonfliegen. Er machte sich in Richtung Hafen davon. „Zurück blieb eine Wasserpfütze“, berichtet die Wasserschutzpolizei, „leider vermischt mit reichlich Vogelkot“.
Nabu: Wasservögel frieren nicht fest
Wie die Möwe stecken bleiben konnte, ist unklar. Und zumindest ungewöhnlich. Denn Wasservögel, so hatte zumindest der Naturschutzbund erklärt, könnten nicht festfrieren. Auch bei einem plötzlichen Kälteeinbruch könnten sich die Tiere auf natürliche Schutzmechanismen verlassen. Nach der Erklärung der Naturschützer halten Enten und andere Wasservögel ihre Füße nach dem Prinzip des Wärmetauschers warm – und sollten deshalb nicht festfrieren.
Auch in Düsseldorf hatten Spaziergänger zuletzt mehrfach festgefrorene Schwäne gemeldet . Die Feuerwehr rückte zur Bergung der Tiere aus und musste feststellen: Die Wasservögel waren aus Plastik.

16:48
...können also nicht festfrieren, obwohl uns hier die Realität das Gegenteil beweist. Diese Naturschutztypen haben ihr ganzes "Wissen" nur aus Büchern und nerven uns damit.
im Sommer/Herbst haben se uns mit angeblich ausgestorbenen Amseln genervt. Mehrmals habe ich diese Deppen eigeladen bei mir im Garten die Amseln zu bestaunen, die sich dort bester Gesundheit erfreuten. Nicht mal ne Antwortmail! Das hat offenbar deren Weltbild angekratzt.
13:44
Sorry, Nabu, aber wie gesehen können Wasservögel sehr sehr wohl Festfrieren, wenn sie nachts (z.B.) nicht aufpassen und den richtigen Moment verpassen, um den Platz zu wechseln. Aber sie ERFRIEREN deswegen nicht, was man ja vermuten würde, weil sie in den Füssen tatsächlich ein "spezielles System" haben, (Wärmetauscher trifft es fast) um Erfrierungen zu vermeiden.
Und so selten ist es nicht, das sie den richtigen Moment verpassen/verpennen und dann fest frieren. Leider werden sie dann oft Opfer von anderen Raubvögeln, Ratten, Hunden etc.. Oder wie hier von lieben Polizisten, die die Sache auftauen.
Danke!
12:32
Ein dickes DANKESCHÖN an die Wasserschutzpolizei und weiter so,lächel.
08:20
Warum auch immer dieser arme Vogel festgefroren war - eine tolle Aktion der Wasserschutzpolizei!!
08:03
"Denn Wasservögel, so hatte zumindest der Naturschutzbund erklärt, könnten nicht festfrieren."
Na dann...^^
06:56
Polizisten sind zum glück immer noch Menschen.
Eine schöne Geschichte mit gutem Ausgang.
01:04
Ist ja trotzdem irgendwie süß. Wo in Hochheide doch dieser Hund von einem Irren aufgeschlitzt worden ist, ist diese Tierliebe doch sehr anrührend! :)