Wasserratten suchen Abkühlung im Duisburger Allwetterbad

Volkan Canbaz (2. v. l.) und seine Kinder Fatima Zehra und Burhan Yasin sowie sein Kumpel Alper Taslica mit seinen Kindern Cengizhan und Incigül genießen bei traumhaftem Sommerwetter das Planschen im großen Becken des Walsumer Allwetterbades in Duisburg-Vierlinden.
Volkan Canbaz (2. v. l.) und seine Kinder Fatima Zehra und Burhan Yasin sowie sein Kumpel Alper Taslica mit seinen Kindern Cengizhan und Incigül genießen bei traumhaftem Sommerwetter das Planschen im großen Becken des Walsumer Allwetterbades in Duisburg-Vierlinden.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Im Allwetterbad Walsum kühlen sich derzeit bis zu 1400 Wasserratten am Tag ab. Sprünge vom Fünf-Meter-Turm sind bei den mutigen Gästen besonders beliebt.

Duisburg.. Die ultimative Abkühlung bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke wartet stets im Wasser. Ein vorheriger Flug durch die sommerliche Luft in die Tiefe verstärkt den Effekt. Deshalb bildet sich an dem Fünf-Meter-Sprungturm im Allwetterbad Walsum sofort eine Schlange, als Badleiter Ulf Stepken gestern Nachmittag die Leiter freigibt, die hoch zur Plattform führt. Einer nach dem anderen klettert erst hinauf, hüpft dann hinab in die Fluten und taucht sichtlich erfrischt an der Oberfläche auf.

Die Sonne knallt hier an der Scholte-Rahm-Straße in Vierlinden. Das hat auch Auswirkungen aufs Wasser: Auf 28,6 Grad hat sich das kühlende Nass inzwischen erwärmt. Tendenz: weiter steigend. Für die nächsten Tage sind sogar Lufttemperaturen von 38 Grad angekündigt. „Wenn es so heiß wird, helfe ich mir hier immer mit einer richtig kalten Dusche weiter“, verrät Raymond Hopp seinen Abkühlungstrick. Der 65-jährige Rentner ist mit seiner Enkelin Fabienne in das Bad gekommen, dessen bewegliches Dach bei so gutem Wetter wie derzeit bereits morgens um 6 Uhr zurückgefahren wird. Eine halbe Stunde später öffnet das Bad. „Dann kommen die Frühschwimmer“, so Badleiter Stepken.

Planschbecken für Nichtschwimmer liegt im Schatten

Die erste große Welle der Sonnenanbeter und Planschbegeisterten kommt gegen 10 Uhr, die zweite nach dem Mittagessen zwischen 13 und 14 Uhr. Um die Sicherheit kümmern sich drei bis vier Rettungsschwimmer und Schwimmmeister, die sich rund um das 50 mal 21 Meter große Becken postiert haben. Doch auch das kleinere und vor allem flachere Planschbecken für die Nichtschwimmer haben sie im Blick. Das liegt für alle, die die knallende Sonne meiden wollen, schön im Schatten. Denn das Dach zieht sich nur bis zum Ende des großen Beckens zurück.

Auch Sonja Vogel und Iwona Machulla sind Stammgäste im Allwetterbad. „Wir wohnen hier um die Ecke in Vierlinden. Wenn es so schön ist wie jetzt, kommen wir täglich mit der Familie und Freunden hierhin“, erzählen die beiden Frauen, während sie blinzelnd gen Sonne blicken. Ihr Geheimtipp zur Abkühlung bei tropischen Temperaturen: Eiswürfel – egal, ob in den Drink oder zur Direktkühlung auf der Haut. Hauptsache kalt!

Bisheriger Spitzenwert des Jahres: 1600 Badegäste am Tag

Zwischen 800 und 1400 Wasserratten besuchen derzeit pro Tag das über 4000 Quadratmeter große Areal. Der Spitzenwert dieses Jahres liegt bislang bei 1600 Gästen. Er könnte aber zeitnah geknackt werden, denn Badleiter Stepken kennt die Grundregel Nummer eins aller Freinbäder: je heißer desto voller. Der Allzeitrekord liegt bei 3500 Badegästen an einem Tag. „Das ist aber schon eine halbe Ewigkeit her“, sagt Stepken. „Dann liegt auf der Wiese wirklich Decke an Decke.“ Gestern hatte jeder Besucher noch genügend Platz. Und genoss den Duisburger Traumsommer.