Was ist Ihre Verbindung zu Kai Magnus Sting?

Z Ich habe Kai Magnus Sting immer als interessierten, aufgeschlossenen Kollegen erlebt. Damals hat er mich für den WDR interviewt. Die ersten fünf Bühnenjahre sind die schwierigsten. Das ist wie im Einzelhandel. Es wird sich in den nächsten Jahren zeigen, ob aus Kai ein Magnus wird. Ich bin da zuversichtlich. Er hat auf der Bühne gelernt, einen Spannungsbogen aufzubauen. Das ist etwas anderes, als ein dreieinhalbminütiger Fernsehauftritt.“

Z Es kommt mir vor, als würde ich Kai Magnus schon viel länger als 20 Jahre kennen. Er ist ein zeitloses Phänomen, das zwischendurch aus der Tapete tritt, ein bisschen gaukelt und dann wieder verschwindet. Geologisch gesehen sind 20 Jahre keine besonders lange Zeit. Aber ich bin froh, dass wir hier heute beim 20. Bühnengeburtstag sind und nicht bei der Feier fürs Lebenswerk. Ich wünsche ihm, dass er auch in den nächsten Jahren so froh bleibt.“

Z Ich kenne Kai schon, da saß er noch selbst im Publikum. Danach sind wir uns bei mancher Show begegnet. Später hat er mich mal gefragt, ob ich nicht bei einem seiner Hörspiele mitmachen möchte, ich sollte den Mörder spielen. Das fand ich originell. Als Kabarettist muss man einen langen Atem haben. Kai hat in den letzten Jahren viel gelernt. Inzwischen sind wir befreundet und besuchen uns gegenseitig bei Auftritten. Ich freu’ mich, hier zu sein.“

Z 20 Jahre benötigt man in unserer Branche, um sich zu entwickeln. Das ist die ganz normale Ochsentour. Danach sieht man, ob die Veranstalter auf einen setzen. Ich habe Kai Magnus mal in Berlin gesehen. Die Show war nicht ausverkauft, aber die Leute waren glücklich. Er hat das Publikum gepackt. Das find’ ich gut. Er hat einen eigenen Ton und eigene Rollen entwickelt. Ab und zu gebe ich ihm mal einen Tipp. Welche, verrate ich natürlich nicht.“

Z Kai Magnus Sting kenn’ ich über die Arbeit. Er ist ein fleißiger, der viel spielt. Außerdem hatte ich mal in einem seiner Hörspiele eine Gastrolle. Ich arbeite gern mit ihm zusammen, auch mit allen anderen Kollegen, die heute hier sind. Da gibt es keinen Neid. Das ist hier heute heuchelfreie Zone. Das hat man nicht immer. In der Zukunft muss Kai Magnus genauso fleißig sein, stets neue Programme schreiben und darf sich nicht ausruhen.“