Das aktuelle Wetter Duisburg 8°C
Preissteigerung

Was 2013 in Duisburg alles teurer wird

02.01.2013 | 09:59 Uhr
Was 2013 in Duisburg alles teurer wird
Separaten Eintritt ins Delfinarium gibt es nicht mehr. Dafür werden die Eintrittskarten teurer.Foto: Stephan Eickershoff

Duisburg.  Steuern, Strom, Kultur, Öffentlicher Nahverkehr und städtische Gebühren. Das neue Jahr bedeutet, dass die Duisburger sich an viele neue und vor allem höhere Preise gewöhnen müssen. Eine Übersicht, welche Steuern, Eintrittsgelder oder sonstigen Tarife in der Stadt mit dem 1. Januar 2013 angehoben wurden.

Beim Zoo Duisburg gibt es eine Neuerung. Separaten Eintritt ins Delfinarium gibt es dort nicht mehr. Der kostete bisher an der Kasse für Erwachsene 3,50 Euro, beim Nachlösen 4,50 Euro. Dafür werden die Eintrittskarten teurer: für Erwachsene 14,50 Euro statt elf Euro, für Kinder acht Euro statt 5,50 Euro. In Familienkarten war das Delfinarium immer schon enthalten. Sie steigt für ein Elternteil mit bis zu drei Kindern von 20 auf 21,50 Euro und für beide Elternteile mit bis zu drei Kids von 32 auf 36 Euro.

Was die städtischen Steuern angeht, übt die Stadt zu diesem Stichtag Zurückhaltung. Eine einzige Steuer steigt zu Jahresbeginn. Betroffen davon sind die Freunde der 2263 in Gaststätten und Spielhallen aufgestellten Spielautomaten . Ihre Betreiber müssen künftig 19 statt bisher 15 Prozent der eingespielten Gelder abführen.

Stadt übt Zurückhaltung

Der Bezug von Trinkwasser und Erdgas durch die Stadtwerke kostet nicht mehr. Aber der Strompreis zieht an: So zahlt ein Drei- bis Vier-Personen-Haushalt nach dem Tarif "PartnerStrom Casa" künftig 0,257 Cent je Kilowattstunde (plus 0,027 Cent). Das macht bei 3500 Kilowattstunden im Jahr rund 95 Euro mehr. Ein Ein-Personen-Haushalt zahlt nach dem Tarif "Partner-Strom Classic" 0,277 Cent je Kilowattstunde (plus 0,027 Cent), das macht bei 1500 Kilowattstunden im Jahr rund 40 Euro mehr.

Auch sonst übt die Stadt Zurückhaltung. Keine Erhöhungen gibt es bei den Kursen der Niederrheinischen Musik- und Kunstschule sowie bei der Volkshochschule (neue Gebührenordnung und damit eine Erhöhung kommt erst im Februar). Auch keine einzige städtische Gebühr wird angehoben: ob für Grabstellen auf Friedhöfen, das Krematorium, für Abwasser, die Müllabfuhr oder sogenannte Sondernutzungen, meist Straßenfeste. Und auch bei den städtischen Bädern bleibt es bei den bisherigen Eintrittsgeldern.

Busfahren wird teurer

Anders beim Revierpark Mattlerbusch: Im Spartarif (montags bis freitags vier Stunden bis 12 Uhr) steigt der Eintritt in Bäder und Sauna von elf auf zwölf Euro, sonst für vier Stunden von montags bis samstags von 15 Euro auf 15,50 Euro, sonn- und feiertags von 17 auf 17,50 Euro.

Im Schnitt 3,9 Prozent mehr nimmt der Verkehrsverbund Rhein-Ruhr und damit auch die Duisburger Verkehrs-Gesellschaft (DVG) sowie die Niag. Das Einzelticket für Erwachsene etwa steigt bei Kurzstrecke von 1,40 Euro auf 1,50 Euro, in Preisstufe A 1 von 2,40 auf 2,50 Euro. Das Vier-Fahrten-Ticket in Preisstufe B kostet 18,10 Euro statt 17,30 Euro. Und für das Ticket 2000 in Preisstufe C müssen 131,70 Euro statt bisher 126,25 Euro pro Monat berappt werden. Daneben werden Inhaber von Schwerbehinderten-Ausweisen stärker zur Kasse gebeten: „Freifahrt“ in Bussen und Bahnen ist künftig halbjährlich mit 36 statt 30 Euro, ganzjährig mit 72 statt 60 Euro zu begleichen.

Donnerstags freier Eintritt im Museum Küppersmühle

Ganz unterschiedlich ist die Preispolitik bei den Museen. Keine Preiserhöhungen vermeldet das Museum Küppersmühle am Innenhafen. Im Gegenteil: Duisburger haben dort seit Ende November gegen Vorlage ihres Ausweises donnerstags sogar freien Eintritt.

Gleich bleiben die Preise auch beim Kunst-Museum der Stiftung DKM an der Güntherstraße und beim Lehmbruck-Museum im Kantpark. Beim Kultur- und Stadthistorischen Museum am Innenhafen und beim Museum der Deutschen Binnenschifffahrt in Ruhrort steigt die Eintrittskarte dagegen von drei auf 4,50 Euro. Im Landschaftspark Nord in Meiderich kostet die offene Nachtlichtführung künftig 9,50 Euro statt neun Euro. Die Tagführung bleibt bei acht Euro. Auch die Gruppenangebote bleiben.

Ruhr-Topcard 2013

Wer diese Einrichtungen häufiger besucht, für den lohnt sich die Ruhr-Topcard 2013, die auch in anderen Museen im Ruhrgebiet freien ­Eintritt bzw. Ermäßigungen bietet. Sie steigt aber von 47,90 auf 49,90 Euro.

Duisburg-Sport erhöht nur die Stundensätze für die Benutzung von Lehrschwimmbecken. Beim Stadtsportbund organisierte Vereine, Kindergärten und aner­kannte Jugendgruppen zahlen künftig 20 statt 15,34 Euro, die Familienbildung von Arbeiterwohlfahrt, Rotem Kreuz etc. müssen 30 Euro bezahlen, gewerbliche oder private Kursanbieter 45 Euro.

Martin Kleinwächter



Kommentare
02.01.2013
23:54
Was 2013 in Duisburg alles teurer wird
von faraway | #1

Entweder Sie ersetzen das Wort Cent durch das Wort Euro oder Sie sollten das Komma um zwei Stellen verschieben, erst dann wir bei den Strompreisen aus Unsinn ein sinnvoller Beitrag.

Aus dem Ressort
Der Mann mit dem goldenen Händchen in Duisburg
Pfandverleih
Joachim Struck ist Mit-Inhaber des Pfandverleihers Werdier. Er erkennt mit Hilfsmitteln, ob Schmuck echt ist. Die meisten seiner Kunden kommen regelmäßig, um einen finanziellen Engpass kurzfristig auszugleichen. Die Stücke müssen innerhalb von vier Monaten ausgelöst werden, sonst werden sie...
Duisburger Schüler sagen Rauchen den Kampf an
Zigaretten
An der Realschule Hamborn II machen drei Klassen an dem AOK-Nichtraucherwettbewerbfür 12- bis 14-Jährige teil. Sie haben sich verpflichtet, sechs Monate nicht zur Zigarette zu greifen. Insgesamt nehmen 27 Klassen aus ganz Duisburg an der Aktion teil. Es winken Preise.
Medizinforum in Duisburg zur Chronischen Bronchitis
Gesundheit
Dr. Clemens Maurer, Chefarzt am Bethesda, und Oberarzt Dr. Andreas Fischer, informierten beim WAZ-Medizinforum über die Chronische Bronchitis. Anzeichen dafür sind die sogenannten AHA-Symptome: Auswurf, Husten, Atemnot. Raucher sind besonders gefährdet.
Mitarbeiter in Duisburger Krankenhaus sind empört
Medizin
Mitarbeiter im Johanniter-Krankenhaus in Duisburg sind empört: Sie sollen auf Lohn verzichten, um das Krankenhaus aus den Finanznöten zu retten. „Man setzt uns die Pistole auf die Brust“, klagen sie. Auch Stellen sollen eingespart werden. Krankenhausleitung spricht dagegen von Sanierungsprogramm.
Das Theater in Duisburg braucht gute Freunde
Kultur
Der Verein „Förderer der Duisburger Theater-Kultur“ setzt sich besonders für die Jugendarbeit und für den Jugendclub „Spieltrieb“ ein. Er feiert 2015 seinen 10. Geburtstag. Inzwischen ist der Verein auf über 50 Mitglieder angewachsen.
Die Grundsteuer in Duisburg soll erhöht werden
Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

Duisburg ist ganz schön pleite. Um die Schließung von Hallenbädern, Stadtteilbüchereien und Jugendzentren zu verhindern, dreht die Stadt an der Steuerschraube. Ist das ein legitimer Weg?

 
Fotos und Videos
Sinteranlage
Bildgalerie
Stahlindustrie
Spaziergang durch Schmidthorst
Bildgalerie
Statteile im Norden
Bellydancer-WM in Duisburg
Bildgalerie
Bauchtanz
Die hohe Kunst des Bauchtanzes
Video
Bauchtanz-Festival