Kommentar

Warum Fans und Zuschauer den Einsatz bengalischer Fackeln ächten sollten

Das Archivbild zeigt feiernde Fans beim Public Viewing nach dem Sieg der Nationalmannschaft gegen Portugal. Ein gefährlicher EM-Trend: Bengalische Feuer werden immer häufiger auch auf Straßen und Plätzen gezündet.
Das Archivbild zeigt feiernde Fans beim Public Viewing nach dem Sieg der Nationalmannschaft gegen Portugal. Ein gefährlicher EM-Trend: Bengalische Feuer werden immer häufiger auch auf Straßen und Plätzen gezündet.
Foto: dapd

In Duisburg zündete bei einem Public Viewing ein Chaot eins bengalische Feuer in einem Zelt. Während der Autokorsos nach den deutschen EM-Siegen zündeten Fans Pyrotechnik auf der Straße. NRZ-Redakteur Ingo Blazejeweski spricht sich für die kollektive Ächtung der gefährlichen Fackeln aus.

Duisburg.. Es ist schlimm genug, dass das Bengalo-Problem in den Stadien nicht in den Griff zu bekommen ist. Aber dort gibt es noch professionelle Rahmenbedingungen für Kontrollen.

Jetzt macht sich das gefährliche rote Feuer auch noch auf den Straßen breit und wird auch in Duisburg Teil der Bilder von Spontan-Feiern und Autokorsos, die eigentlich einmal Ausdruck friedlichen Jubels waren. Und was muss sich nur dieser Idiot dabei gedacht haben, als er in dem Zelt am Toeppersee einen Bengalo angezündet hat? Was wäre passiert, wenn ein Unbeteiligter versucht hätte, die nur mit Sand zu löschende und rund 2000 Grad heiße Fackel auszutreten? Oder die Zeltplane Feuer fängt?

Die Polizei kann nicht an jeder Ecke der Stadt stehen, um die Chaoten von den Fans zu trennen. Das Problem, so scheint es, lässt sich nur durch die kollektive gesellschaftliche Ächtung der gefährlichen Fackeln lösen.

Mehr lesen