Warum das Ei für Ostern nicht schwimmen sollte

Ostern ohne Ostereier ist undenkbar. Nur wenige machen sich aber Gedanken über die Frische und Qualität der Eier, die neben dem Geschmack das wichtigste Gütemerkmal sind. Auch die Salmonellengefahr hängt mit der Frische zusammen, erklärt das Gesundheitsamt: Auf alten Eiern können sich die Salmonellen schon vermehrt haben. Deshalb müssen Eier nach dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums durcherhitzt werden. Da Salmonellen insbesondere die Eierschale besiedeln, sollte man beim Ausblasen von Eiern äußerst vorsichtig vorgehen oder es ganz umgehen, raten die Experten. Mit relativ einfachen Mitteln lässt sich die Frische eines Eis überprüfen.

Was die Luftkammer aussagt

Die Außenwand eines Eis besteht aus einer Kalkschale mit einer innen anliegenden Schalenhaut. Am stumpfen Pol des Eis befindet sich ein Spalt zwischen Schale und Schalenhaut. Während der Lagerung trocknet das Ei aus und der Spalt vergrößert sich zur „Luftkammer“. Temperatur und Luftfeuchtigkeit wirken dabei ebenfalls mit. Ein frisches Ei hat eine Luftkammerhöhe von 4 bis 6 mm, die beim Durchleuchten erkennbar wird.

So geht die Schwimmprobe

Das Luftkammervolumen, damit die Frische, lässt sich über auch über die Schwimmprobe ermitteln. Frische Eier bleiben in kaltem Wasser am Boden liegen, ein 14 bis 21 Tage altes Ei schwebt fast senkrecht und ein rund zwei Monate altes Ei zeigt mit der stumpfen Spitze deutlich zur Wasseroberfläche.

Blickprobe aufs Eiklar und den Dotter

Beim aufgeschlagenen Ei kann man die Frische beim seitlichen Betrachten des aufgeschlagenen, rohen Eies gut erkennen. Wölbt sich die Dotterkugel stark empor, verläuft das Eiklar wenig und liegt es um den Dotter herum gallertartig in einer etwas erhöhten zweiten Schicht herum, so ist das Ei frisch. Bei einem älteren Ei ist der Dotter abgeflacht, das Eiklar dünnflüssiger und verläuft großflächig und flach.

Noch genauer geht’s mit Salzwasser

Wer die Frische seiner Eier noch genauer wissen will, stellt sich eine achtprozentige Kochsalzlösung her (80 g Kochsalz in einem Liter Wasser). Ein frisch gelegtes Ei sinkt in dieser Lösung zu Boden. Eier, die nicht älter als zehn Tage sind, sind noch als sehr frisch anzusehen und schweben in dieser Lösung. „Ein vier Wochen altes Ei schwimmt oben“, sagt Stadtsprecherin Susanne Stölting.

Verwirrung bei der Kennzeichnung

Die Frische und Herkunft der Eier lässt sich auch am sogenannten Erzeugercode ablesen. Doch die unterschiedlichen Nummern und Länderkürzel seien für viele Konsumenten verwirrend, so die Verbraucherzentrale. Zudem: „Herkunfts- und Verpackungsland können unterschiedlich sein“, erklärt Marina Steiner, Leiterin der Duisburger Beratungsstelle. So sorgt neben dem Erzeugercode auf dem Ei selbst eine weitere Buchstaben- und Zahlenreihe auf dem Eierkarton oft für Irritation. Dieser Code bezeichnet die genaue Stelle, an der die Ware abgepackt wurde – aber nicht, wo die Eier gelegt wurden. So kann es vorkommen, dass Eier in den Niederlanden gelegt werden und erst in Deutschland in den Karton wandern.

Was gilt für unverpackte Eier?

Auch unverpackte, sortierte oder „lose“ Eier müssen auf der Schale ebenfalls mit dem Erzeugercode gestempelt sein. Nur so ist ihre Herkunft klar erkennbar, teilt die Verbraucherzentrale mit. Das gelte entsprechend auch für die Ware auf dem Wochenmarkt.