Vortrag über Rabbiner Bereisch

Über Mordechai Jakow Bereisch, Rabbiner der ostjüdischen Gemeinde in Duisburg von 1929 bis 1933, spricht Dr. Ludger Heid am Mittwoch, 27. Mai, um 19 Uhr im Kultur- und Stadthistorischen Museum am Johannes-Corputius-Platz. Bereisch gehörte zu den herausragenden Repräsentanten des jüdischen Lebens in Duisburg. Als Vorsteher (Dajan) des ostjüdischen Gemeinde-Vereins Machsika Hadas wurde er früh Opfer der Judenverfolgung. Am 18. März 1933 drangen SS-Männer in seine Wohnung ein und misshandelten Bereisch schwer. Fünf Tage später trieben SS-Leute den Dajan mit weiteren Juden durch die Straßen der Stadt; Duisburger sahen dieser Demütigung tatenlos zu. Bereisch gelang die Flucht nach Zürich; bis zu seinem Lebensende 1977 war er Rabbiner der ostjüdischen Gemeinde Zürich. Mit dem Vortrag beginnt das Begleitprogramm der Ausstellung „,Noch viele Jahre lang habe ich nachts von Duisburg geträumt.’ Jüdisches Leben 1918 bis 1945.“