Von Stürmen, Sorgen und Streitigkeiten

Wieder hat uns ein Sturm gehörig gezaust, aber am Tag danach stand glücklicherweise fest: „Niklas“ vor Ostern war weit harmloser als „Ela“ zu Pfingsten vor knapp einem Jahr. Der ganz große Schrecken ist uns erspart geblieben.

Ein paar Tage, bevor der jüngste Sturm über die Stadt pustete, gab es noch eine Erinnerung an den letztjährigen – aber eine der äußerst angenehmen Art. Stadtförster Axel Freude pflanzte gemeinsam mit Bürgern neue Bäume, wo „Ela“ für Verwüstung gesorgt hatte. Stolze 12 000 Setzlinge sollen nun heranwachsen zu nicht minder stolzen Bäumen. Finanziert wurden sie aus Spenden der WAZ-Leser, und WAZ-Leser waren es auch, die beim Pflanzen fleißig halfen.

Weit weniger Bäume sorgen vorm Bahnhof für gewaltigen Ärger. Die Stadtverwaltung will sie fällen, um Platz zu schaffen für eine künftige Randbebauung am noch so öden Bahnhofsvorplatz. Dagegen wollen Bürger ab heute Unterschriften sammeln, um ein Bürgerbegehren einleiten zu können. Bäume gegen Bauten – beides braucht eine Stadt. Eine verfahrene Situation.

Auch Duisburgs Brücken machen Sorgen: Die jetzt nur eingeschränkt Rheinquerung der Autobahn 40 ist nicht die einzige Baustelle. Der Oberbürgermeister-Karl-Lehr-Brückenzug zwischen Kaßlerfeld und Ruhrort bleibt – wenn alles gut geht – Dauerbaustelle bis 2020. Und ob in der Zwischenzeit nicht weitere betagte Konstruktionen schlapp machen, kann keiner voraussehen. Keine angenehme Lage für eine Logistikdrehscheibe wie Duisburg.

Damit aber genug der Sorgen. Die Redaktion wünscht Ihnen, liebe Leser, frohe Osterfeiertage.

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