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Volksbank Rhein-Ruhr wächst trotz Wirtschaftskrise

09.02.2011 | 18:04 Uhr
Volksbank Rhein-Ruhr wächst trotz Wirtschaftskrise
Auch die Volksbank spürt deutlich den Aufschwung. Foto: Ole Heyer

Duisburg.Krise ist woanders: Die Volksbank Rhein-Ruhr hat in Zeiten der Finanzkrise ihre Kundenzahl gesteigert, neue Mitglieder an sich gebunden und beschert ihren Eigentümern eine Traumrendite.

Sechs Prozent Dividende gibt es für die Mitglieder des genossenschaftlichen Kreditinstituts. 3000 neue Kunden habe man im vergangenen Jahr gewinnen können, dazu 1300 neue Mitglieder, erläuterte Vorstandsvorsitzender Hans Weber am Mittwoch bei der Vorstellung der Bilanzzahlen für 2010. Auf 72 000 Kunden kommt die in Duisburg, Mülheim, Oberhausen und Ratingen-Lintorf tätige Volksbank Rhein-Ruhr aktuell.

„Unser Geschäftsmodell hat sich in der Krise hervorragend bewährt“, blickte Weber auf die zurückliegenden Jahre zurück. Die hohe Zahl neuer Kunden wertete er als Anerkennung von „Sicherheit, Seriosität, Nähe und Nachhaltigkeit“, die man seit 114 Jahren pflege.

"Die Wirtschaft brummt"

„Die Wirtschaft brummt“, erläuterte Vorstand Carsten Soltau die Erfolgszahlen fürs letzte Jahr. Die Bilanzsumme sei um 3,9 Prozent auf 1,26 Mrd Euro gestiegen, vor allem wegen der verstärkten Nachfrage gewerblicher Kunden nach neuen Krediten: „Wo 2009 noch Hoffen, Bangen und Zaudern waren, wird jetzt investiert.“ Bei gewerblichen Neukrediten habe die Volksbank 2009 mit 167 Mio Euro einen neuen Rekord erreicht. Soltau gestern: „Das Thema Kreditklemme will ich an dieser Stelle damit offiziell begraben.“ Das Ergebnis für 2009 bezifferte er mit 9 Mio Euro.

Trotz der mit Blick auf die Zukunft vorsichtigen Geschäftspolitik wollen Vorstand und Aufsichtsrat der Anfang April tagenden Vertreterversammlung der Volksbank eine sechsprozentige Dividende vorschlagen.

Wie bereits im Vorjahr kritisierte Weber bei der Bilanz-Vorstellung sowohl die Berliner als auch die Brüsseler Politik, die nicht zwischen Regionalbanken wie den Genossenschaftsbanken und Banken mit Schwerpunkt Globale Märkte unterscheide. Ausdrücklich befürwortete der Volksbank-Chef „Kontrolle und Bestrafung von Hasardeuren“, verurteilte aber, dass „solide Institute mittelständischer Prägung“ nicht vor „unnötiger Bürokratie und zusätzlichen Kostenlasten“ bewahrt würden: „Vielleicht ist es einfacher, pauschal über ,die Banken’ zu sprechen, als zwischen guten und schlechten Banken zu unterscheiden.“

Willi Mohrs

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Kommentare
09.02.2011
21:02
Volksbank Rhein-Ruhr wächst trotz Wirtschaftskrise
von DU-Kersten | #3

Noch etwas zu der enormen Dividende. Jeder Kunde kann nur einen Anteil in Höhe von ca. 250, Euro erwerben - haftet natürlich bei Insolvenz nur in dieser Höhe. Wer aber erhält mehr als nur einen Anteil ?
Gibt es da vielleicht Ausnahmen für bevorzugte Kunden?

09.02.2011
20:50
Volksbank Rhein-Ruhr wächst trotz Wirtschaftskrise
von DU-Kersten | #2

Anscheinend hat die Kundenzunahme aber dem Service nicht gut getan. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass in einigen Bereichen nichts mehr rund läuft, z.B. Baufinanzierungen. Der Back-Office-Bereich scheint neu organsisiert worden sein.
Im Grunde bevorzuge ich Banken mit dem Genossenschaftlichen Gedanken, aber im Moment würde ich bei Geschäften, die nicht 08/15 sind vn der Volksbank abraten.

09.02.2011
19:14
Gute Konjunktur
von thiesbuerger | #1

Eine Konjunktur, bei der das Niveau des Bruttonationalprodukts noch nicht einmal das Niveau von 2006 erreicht hat.
Aber wer weiß das schon!

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82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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