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Volksbank Rhein-Ruhr trotz Krise mit einem Rekordergebnis

25.02.2010 | 19:21 Uhr

Duisburg. Von der Wirtschaftskrise hat die Volksbank Rhein Ruhr wenig gespürt. Das Duisburger Unternehmen hatte 2009 erfolgreichstes Jahr der Geschichte. Vor allem beim Betriebsergebnis konnte das Geldinstitut kräftig zulegen: nach 7,2 Millionen Euro im Jahr 2008 auf 10,43 Millionen im abgelaufenen Jahr.

Eine gewisse Schadenfreude konnte sich Hans Weber (60), Vorstands-Chef der Volksbank Rhein-Ruhr, nicht verkneifen: Andere Banken, sogar öffentlich-rechtliche Sparkassen, fahren mit Karacho in die Miesen. Während sie mit Staats-Hilfe gestützt werden müssen, sagte Weber gestern stolz: „Wir haben 2009 das beste Jahr in unserer 113-jährigen Geschichte geschrieben!”

Die Bilanzsumme des in Duisburg (14 Geschäftsstellen), Mülheim und Oberhausen (je 4 Filialen) tätigen Volksbank ist 2009 um 4,8 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro gestiegen. Das Betriebsergebnis wurde von 7,2 auf 10,43 Millionen Euro um satte 44,7 Prozent gesteigert. Auch bei den Neukunden (3282) und Konten (117.213) legte die Genossenschafts-Bank zu.

Info
Volksbank Rhein-Ruhr

303 Mitarbeiter

Die Volksbank Rhein-Ruhr beschäftigt in Duisburg, Oberhausen und Mülheim 303 Mitarbeiter, darunter 20 Auszubildende. Etwas mehr als die Hälfte des Geschäftsvolumens wird am Standort Duisburg gemacht, der Rest in Oberhausen, Mülheim und Ratingen, wo es auch eine Filiale gibt.

Das Vorstands-Trio mit Hans Weber, Carsten Soltau und Hermann-Josef Kanders begründet den eigenen Erfolg mit Versagen der anderen. „Während sich Großbanken mit internationalen Spekulationen ordentlich die Finger verbrannt haben, machen wir weiter bisher”, so Soltau. Das heißt „Solide, risikobewusst und verlässlich!” Die 72.000 Kunden schätzten die bodenständige Art ihrer Volksbank, die sich verwurzelt sieht in der Region. Und sie können sich auf sie verlassen, wie Weber betonte: „Wir verkaufen Produkte nur dann, wenn sie für unsere Kunden wirtschaftlich sinnvoll sind.” Und man gehe mit Geld der Kunden sorgsam um: „Hochrisikoanlagen oder schlichtes Zocken ist für uns undenkbar.”

Zuwächse resultieren vor allem aus dem Kreditgeschäft

Die starken Zuwächse bei der Volksbank Rhein-Ruhr in 20090 resultieren vor allem aus einem ausgeweiteten Kreditgeschäft. „Wesentlich war die verstärkte Nachfrage unserer gewerblichen und in geringerem Umfang auch unserer privaten Kunden nach Krediten”, sagte Soltau. Die Kredit-Inanspruchnahmen stiegen mit 41 Millionen Euro um sieben Prozent auf 627 Millionen.

Finanziert wurden Betriebsmittel und betriebliche Anlageninvestitionen, aber auch Kauf oder Bau von Wohneigentum von 400 Kunden. Im Vergleich: Großbanken reduzierten ihr Kreditgeschäft um 3,6 Prozent, Geschäftsbanken um 7,2 Prozent. „Bei uns kann von einer Kreditklemme daher gar keine Rede sein”, resümierte Weber.

Auch dieses Jahr setzt er auf Erfolg: „Wir sind zuversichtlich, auch 2010 eine positive Entwicklung zu verzeichnen.” Ob es wieder ein Rekordergebnis gibt, wollte Weber aber nicht versprechen.

Götz Middeldorf

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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