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Volksbank ist frei von Belastungen

17.02.2009 | 19:53 Uhr

BILANZ. Vorstand legte gestern seine Zahlen aus 2008 vor. Danach wurde die Krise bislang "relativ gut" überstanden.

Die Volksbank Rhein-Ruhr hat die Weltfinanz- und -wirtschaftskrise bislang "relativ gut" überstanden. Das betonten Vorstandschef Hans Weber und die Vorstandsmitglieder Hermann-Josef Kanders und Carsten Soltau gestern bei der Vorstellung der Bilanz 2008.

Die Bilanzsumme stieg um 4,7 Prozent auf 1,157 Milliarden Euro. Registriert wurde eine verstärkte Nachfrage nach gewerblichen und, wenn auch geringer, nach Privatkrediten (insgesamt + 9 % auf 586 Mio €), so Soltau. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kunden haben sich leicht auf 712 Mio € verringert. Der Bestand an Inhaberschuldverschreibungen stieg um 92 % auf 148 Mio €.

Die Immobiliennachfrage im Voba-Gebiet war laut Kanders besonders in Duisburg gut. 60 Mio € wurden als Baufinanzierungsdarlehen bewilligt.

Die Volksbank (307 Mitarbeiter) hat 700 Mitglieder hinzugewonnen. Nun sind es fast 25 000. Auf Staatshilfe wurde verzichtet. Weber: "Wir gehen absolut lastenfrei in das Jahr 2009. Wir sind sauber." Vorstand und Aufsichtsrat werden der Vertreterversammlung am 21. April eine Sechs-Prozent-Dividende vorschlagen.

Ein Grund für das gute Ergebnis ist laut Weber das lange Zeit als "bieder" belächelte genossenschaftliche Geschäftsmodell. Das heißt: Alle strategischen Entscheidungen fallen vor Ort, durch die Kundeneinlagen sei ausreichende Liquidität vorhanden, die Kundenbindung sei hoch, das Geschäftsrisiko durch Solidität und Transparenz begrenzt. Man schiele eben nicht "auf jeden Cent Rendite", setze "nahezu ausschließlich auf festverzinsliche, sichere Papiere".

Partner des Mittelstands

Sorge bereitet Soltau, dass die Finanzmarktkrise Tendenzen zeige, auf die von der Bank betreuten mittelständichen Betriebe durchzuschlagen. Zum anderen sieht er das Wettbewerbsverhalten der staatlichen und staatlich gestützten Banken mit Skepsis.

Dass die Volksbank Rhein-Ruhr vor Ort für ihre Kunden da sei, belegte Kanders anhand der 23 Filialen, 15 SB-Stellen, 40 "sicheren" Geldautomaten, sowie mit dem Argument Kunden-Service-Center Meiderich, das täglich rund 500 Anrufe erhalte. Zudem: Das dort ebenfalls angesiedelte Markt-Service-Center für die hausinterne Abwicklung laufe so gut, dass Gespräche mit externen Volksbanken zur Übernahme von Leistungen geführt würden.

Die Bereitschaft, "vernünftige Investitionen zu finanzieren, ist auf unverändert hohem Niveau", versicherte Weber. Am 23. Februar wird ein "Easy-Credt-Konjunkturpaket" (250 Mio €, um 25 % reduzierter Zinssatz) aufgelegt.

GÜNTER PUTZ

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Woran soll in Duisburg nicht gespart werden?
82 Millionen Euro soll Duisburg sparen. Das bedeutet viele Einschnitte im städtischen Leben. Welche der Sparmaßnahmen/Erhöhungen sollte Ihrer Meinung nach nicht umgesetzt werden? Die Zahl in den Klammern ist übrigens die Haushaltsentlastung, die sich die Stadt dadurch erhofft.

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