Visum-Panne kostet Hafen-Chef den China-Besuch

Elf Stunden hin, ein paar Stunden später wieder elf Stunden zurück, und außer dem Flughafen nichts von Peking gesehen: Es gibt wahrlich angenehmere Möglichkeiten ein Wochenende zu verbringen. Warum die chinesischen Behörden dem Duisburger Hafen-Chef Erich Staake als einzigem Teilnehmer der NRW-Wirtschaftsdelegation die Einreise verweigerten (NRZ von gestern), lag an einem „administrativen Fehler“ im eigenen Haus, wie Hafen-Sprecher Julian Böcker gestern auf Nachfrage aufklärte. Staake hatte zwar ein bis Juni befristetes Visum an Bord, allerdings nicht für eine mehrfache Einreise. Und da der 61-Jährige mit diesem Visum bereits zuvor in China unterwegs gewesen war, durfte er jetzt nicht erneut einreisen. Da sich der Fehler vor Ort nicht mehr beheben ließ, musste Staake prompt wieder die Heimreise antreten.
„Ärgerlich und bedauerlich“ sei das, sagt Sprecher Böcker. Zwar sei es bei der Teilnahme am China-Besuch von Ministerpräsidentin Hannelore Kraft nicht um konkrete Vertragsunterzeichnungen gegangen. Aber: „Es waren verschiedene Gespräche geplant, die man jetzt nachholen muss, aber auch nachholen kann.“ Allerdings: Wegen der Distanz und der vollen Terminkalender werden die Treffen weit im Voraus geplant. Böcker: „Es hilft nichts, wir schauen nach vorne.“