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Fifa 09

Virtueller Fußballmeister

07.07.2009 | 08:41 Uhr

Ein Duisburger ist mit seiner Mannschaft Deutscher Meister im E-Soccer-Spiel Fifa 09.

Jan Stuber hat ein Faible für Fußball – auf dem Platz und virtuell. In der Electronic Sports League (ESL) ist der Kicker sogar erfolgreicher als mit dem Grafschafter Spielverein (GSV) 1910 e.V. Moers. Unter dem Namen „ZoOky” hat er mit dem Team „Hoorai” die Deutsche Meisterschaft im E-Soccer-Spiel Fifa 09 geholt. Blaß und vereinsamt, eben wie das landläufige Klischee eines Computerfreaks, sieht der 18-Jährige aber nicht aus.

Ein bisschen wie Schach

Jan Stuber spielt Fußball - viruell und real. Foto: Udo Milbret

„Mir ist schon wichtig, dass ich nicht nur vor dem Bildschirm hocke, sondern auch noch Freunde treffe oder eben selbst vor den Ball trete”, räumt der Gymnasiast mit einem weit verbreiteten Vorurteil auf. Dabei brachte ihn sei Bruder auf die Idee, in der fußballfreien Zeit virtuell zu zocken. Per Knopfdruck auf einem so genannten „Game Controller” steuert er die einzelnen Kicker. Die einzelnen Spielzüge und Eigenschaften sind festgelegt. „Das ist ein bisschen wie Schach.”

Den Computer hat Jan Stuber von sämtlichen Ballast befreit. Will heißen: Schreib- und Lernprogramme haben darauf keinen Platz. Dafür gibt es einen speziellen Rechner. „Anfangs waren wir natürlich nicht begeistert von dem Hobby. Doch wir sind froh, dass er nicht Counter Strike spielt, so wie der Bruder”, sagen seine Eltern. Man ahnt: So manche Diskussion hat es im Hause Stuber darüber schon gegeben.

Unter Vertrag

Reaktion und Spielfinessen trainiert er etwa zwei bis vier Stunden am Tag. Gegner findet er im eigenen Team oder von anderen Mannschaften, die Clans genannt werden. Schnell wurde Jan Stuber so gut, dass ihm Sponsoren einen Vertrag anboten. Nun verdient er sich beim virtuellen Kick ein kleines Taschengeld nebenbei. Für den Sieg der Deutschen Meisterschaft winkte zudem ein Preisgeld. „Ich mach' gerade meinen Führerschein und demnächst will ich mir ein Auto kaufen”, verrät er, was er künftig mit der Prämie anstellen möchte.

Die Spieler sitzen übrigens nicht nur zu Hause vor dem Rechner, sondern treffen sich bei großen Messen, um dort gegeneinander anzutreten. Kommt es zu realen Begegnungen trägt jeder sogar ein Mannschafttrikot seines Clans. Die Treffen finden auf der ganzen Welt statt. Jan Stubers Traum wäre es, einmal an der Weltmeisterschaft teilzunehmen. Derzeit läuft die Qualifikation.

Fabienne Piepiora und Christian Gerstenberger

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Kommentare
07.07.2009
09:16
Virtueller Fußballmeister
von OppaAdolf | #1

Das ist auch so ein MÖRDER! Immer diese Killerspiele. Brutale Blut-grätschen gegen virtuelle Menschen? Sofort verbieten dieses Dreckszeug!!!
Und überhaupt dieser ganze Computer-Pipapo: das ist Teufelszeug und gehört weggeschlossen, genau wie diese schreckliche RockandRoll-Musik!

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