Das aktuelle Wetter Duisburg 19°C
Mahnwache

Viertägiges Gedenken an Duisburger Loveparade-Katastrophe

11.07.2012 | 18:36 Uhr
Viertägiges Gedenken an Duisburger Loveparade-Katastrophe
Foto: WAZFotoPool

Duisburg.   21 Menschen starben am 24. Juli 2010 bei der Loveparade in Duisburg. Zum zweiten Jahrestag der Katastrophe plant die Bürgerinitiative "Gegen das Vergessen LoPa 2010" eine viertägige Mahnwache. Der emotionale Höhepunkt ist für den 23. Juli geplant.

Die Bürgerinitiative „Gegen das Vergessen LoPa 2010“ will anlässlich des zweiten Jahrestages der Loveparade-Katastrophe eine viertägige Mahnwache im Tunnel an der Karl-Lehr-Straße einrichten.

Diese soll am Freitag, 20. Juli, um 16 Uhr beginnen und bis Dienstag, 24. Juli, um 13 Uhr andauern. Teilnehmer können sich dort in Kondolenzbücher eintragen oder auf Plakatwänden verewigen. Emotionaler Höhepunkt soll die „Nacht der 1000 Kerzen“ sein – am 23. Juli ab 20.30 Uhr.

Die Lichter sollen aber nicht nur den Tunnel und die Rampe erstrahlen lassen, auf der am 24. Juli 2010 insgesamt 21 junge Menschen ums Leben gekommen waren, sondern vor allem das Stellwerkhäuschen am oberen Treppenrand. Dieser Turm soll auch nach der kürzlich vereinbarten Flächenerweiterung für die künftige Gedenkstätte in den Planungen keine Rolle mehr spielen. Der Abriss naht.

Kompromiss zwischen Grundstücksbesitzer und Hinterbliebenen

„Das bedauern wir sehr“, erklärte Dirk Schales von der Bürgerinitiative gestern auf WAZ-Anfrage. „Uns wäre es lieber gewesen, wenn der Turm als Mahnmal stehen geblieben wäre. Man hätte darin ein Begegnungs- und Dokumentationszentrum errichten können.“ Doch diese Variante ist vom Tisch.

Spezialseiten
Loveparade-Katastrophe

Artikel, Fotos, Videos und ausgewählte Beiträge zur Loveparade in Duisburg und den Folgen finden Sie auf unseren fünf Spezialseiten.

Grundsätzlich begrüßen Schales und seine Mitstreiter der Bürgerinitiative (BI) den gefundenen Kompromiss zwischen Grundstücksbesitzer Krieger und den Hinterblieben. „Bei der Gestaltung der Gedenkstätte würden wir uns aber künftig mehr Mitspracherecht wünschen“, sagte Jörn Teich von der BI, der die Katastrophe als Betroffener miterlebte und heute zum Kreis der Traumatisierten zählt.

Engagement des neuen Oberbürgermeisters

Für die „Nacht der 1000 Kerzen“ wurden dank der Unterstützung eines Essener Unternehmens die erforderliche Anzahl bereits gespendet. „Wir hoffen aber darauf, dass an diesem Abend noch viele weitere Bürger zur Rampe kommen und eine eigene Kerze aufstellen“, sagte Teich.

Er lobte das große Engagement, mit dem sich der neue Oberbürgermeister bereits für diese Sache eingesetzt habe. „Sören Link hat sich für uns als verlässlicher Ansprechpartner erwiesen“, lobte Teich. Das sei sogar schon vor Links Amtsantritt so gewesen. „Und ich fand es bemerkenswert, dass er dieses Engagement nicht medien- und publikumswirksam für seinen Wahlkampf ausgeschlachtet hat.“

Streit um LoPa-Gedenkstätte

Thomas Richter

Facebook
 
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/6871586/create

Delfinarium schließen?
Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen ( zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des

Die Grünen im Bundestag wollen die Haltung von Delfinen in Deutschland verbieten lassen (zum Artikel ). Unter den Zoo-Vertretern und Tierschützern, die das Bundesministerium zur Überarbeitung des "Säugetiergutachtens" eingeladen hatte, war auch die Delfinhaltung ein Streitthema (zum Artikel ). Das Delfinarium Duisburg ist aber ein Publikumsmagnet. Was denken Sie?

Captcha

Bitte übertragen Sie den Code in das folgende Feld:

Wort unleserlich? (Neuladen)

 
Fotos und Videos
MSV gewinnt 3:2
Bildgalerie
Fußball
Friemersheim feiert
Bildgalerie
Volksfest
Jahreshauptversammlung
Bildgalerie
Fußball
Aus dem Ressort
Zwei Verletzte nach Messerattacke in Duisburg
Duisburg
Der Täter fuhr im Auto vor und attackierte eine Gruppe junger Leute. Er türmte, konnte aber nach einem Autounfall in Gelsenkirchen festgenommen werden. Die Hintergründe seiner Attacke sind noch unklar.
Neues Gewerbe soll sich am Güterbahnhof Hamborn ansiedeln
Wirtschaft
Auf dem 60000 Quadratmeter großen Gelände, das bislang nur zu einem Viertel von Gewerbetreibenden genutzt wird, sollen sich neue Unternehmen ansiedeln.