Viele Taxifahrer in Duisburg kennen den Weg zum Ziel nicht
11.09.2012 | 08:02 Uhr 2012-09-11T08:02:00+0200
Duisburg. Einige Taxifahrer sorgen in Duisburg für Ärger. Der Grund: Sie besitzen kaum Ortskenntnis und finden selbst bekannte Ziele wie das Stadttheater nicht. Das Straßenverkehrsamt spricht von Ausnahmefällen und verweist auf die komplexe Prüfung, die Anwärter ablegen müssen, um ein Taxi fahren zu dürfen.
Wissen, wo’s langgeht, sollte eigentlich jeder im Straßenverkehr. Für Taxifahrer allerdings ist Ortskenntnis unabdingbar. Doch häufig macht man in Duisburg die Erfahrung, dass der Mann hinterm Steuer nach dem vom Fahrgast genannten Ziel nicht den blassesten Hauch einer Ahnung hat, wohin er seine Droschke lenken soll.
Die Angabe „bitte in die Altstadt“ zauberte mehreren Fahrern ein Fragezeichen aufs Gesicht, ja selbst das markante Gebäude des Theaters war einem Fahrer unbekannt, trotz räumlicher Nähe zu seinem Standplatz am Hauptbahnhof. Und Besucher aus Hamburg kamen zu spät zu einem Seminar, weil ihr Taxifahrer den Weg zur Schifferstraße im Innenhafen nicht fand.
Elektronisch unterstütztes Prüfungsverfahren
Wie kann das sein? Müssen Menschen, die Taxen fahren wollen, heute keine Ortskenntnisse mehr vorweisen, damit sie den sogenannten Personenbeförderungsschein - im Volksmund: Taxischein - bekommen? „Doch natürlich müssen sie das“, sagt Hans Gerd Tomberg, Leiter des Straßenverkehrsamtes.
„Wir haben als eine der ersten Städte in Nordrhein-Westfalen Anfangs der 1990er Jahre ein elektronisch unterstütztes Prüfungsverfahren eingeführt, um die notwendige Ortskenntnis abzufragen.“ Bei diesem Verfahren, auf das sich die Stadt mit der IHK, der größten Duisburger Taxizentrale und den Fachverbänden der Taxen in der Stadt geeinigt hat, würden die Fragen per Zufallsprinzip ausgewählt, erklärt Tomberg.
Auswendig lernen nicht möglich
Mehrere Antworten würden vorgegeben und die richtige müsse der Prüfling dann ankreuzen. Tomberg: „Wir gehen dann davon aus, dass derjenige, der die Fragen verstehen kann, auch sprachlich genügend Kenntnisse für eine ordentliche Personenbeförderungen mitbringt.
Denn wir fragen mal nach dem richtigen Weg, aber auch danach, welcher Weg der unzutreffendste ist. Das muss man schon verstehen.“ Ebenso wie Fragen nach markanten Gebäuden aus dem kulturellen, sportlichen oder gesellschaftlichen Bereich wie etwa Krankenhäuser, Gerichtsgebäude, Kirchen oder Rathäuser, oder Fragen nach Autobahnen und bestimmten Auf- und Abfahrten.
Wer sich über einen Taxifahrer geärgert hat, kann seine Beschwerde bei der Stadt loswerden unter der Nummer 94000, oder direkt beim Straßenverkehrsamt unter 283-48 21 . Hilfreich ist die Taxi-Nummer und/oder das Kennzeichen des Wagens, um den zuständigen Unternehmer ansprechen zu können.
Bei anderen Fragen, so Tomberg, müssten auf einer Stadtskizze von den Prüflingen bestimmte Bezirke schraffiert werden, nach deren Lage gefragt würde. Zwar könnten die Prüflinge sich im Internet der Stadt kundig machen über das Prüfverfahren und die relevanten Fragen. „Aber wir liefern keine Antworten mit, so dass niemand im Vorfeld die Prüfungsfragen und die Antworten auswendig lernen kann“, betont Tomberg. Zudem gebe es bei den Duisburger Taxiunternehmern auch mehrere, die trotz erlangten Personenbeförderungsscheins von ihren Fahrern und Fahrerinnen weitere Voraussetzungen verlangen.
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18:42
Haaaalloo, wie soll so ´n Taxifahrer auch den Weg finden?
Er kann den Router nicht programmieren, denn mit einer Hand muss er lenken und in der anderen hat er seinen I-Phone.
Außerdem verpasst er ja auch sonst das Fußballspiel von Galatasaray auf seinem Fernsehdisplay am Armaturenbrett…
Mancher Fahrer, habe ich zumindest im Gefühl, fährt für seinen Cousin mütterlicherseits oder so. Eine Taxischeinprüfung in der Familie – das reicht dicke….
Anders kann ich mir die oftmals extrem schlechten Sprachkenntnisse nicht erklären.
Ich war mal unterwegs zum Rathaus, der Fahrer wollte aber unbedingt zur Mercatorhalle, DAS WORT kannte er nämlich, mehr nicht. Die Fahrt war seeeehr befremdlich!
Die Blitzbirnen sind aber die Ausnahme (- leider gerate ich zu oft an selbige).
Der Rest der Duisburger Taxifahrer ist aber SPITZE!!!
(Bin seit mehr als 30 Jahren überzeugter Taxi-Fahrgast)
15:55
Eine Anmerkung: unter "Innenstadt" oder neudeutsch "City" kann man sich in Duisburg heutzutage sicher eher was vorstellen als unter "Altstadt". Das Stadttheater sollte aber nun doch jeder kennen.
Nur ist es so dass die Innenstadt ein Stück entfernt von der Altstadt liegt.
Eben. Da ja unmittelbar danach das Theater erwähnt wird, könnte hier aber auch was verwechselt worden sein - entweder vom Fahrgast, oder vom Artikelautor.
15:15
soll einen das in duisburg wundern.die liste der kracher in du ist lang und die kutscher da nur 1 tropfen auf den heissen stein.
15:13
Meisstens sind es unsere ausländischen Mitbürger die Taxi fahren da kann so was schon mal vorkommen das sie sich nicht so gut auskennen
15:02
Nur mit Taxifahrten kann kein Unternehmen mehr Gewinne erzielen.
Die hohen Benzinkosten, der Unterhalt und die Wartung der Fahrzeuge machen es unmöglich wirtschaftlich zu arbeiten.
Die meisten haben noch Reisebusse oder machen Krankentransporte.
Mit Dialyse Fahrten macht man das große Geld ( bis zu 3500 euro pro Monat und Patient ) Die Kassen zahlen ja.
14:13
Zufällig weiß ich aus meinem Bekannkenkreis, das die Prüfung für den Taxischein wirklich sehr anspruchsvoll ist. Offensichtlich gibt es immer Mittel und Wege ohne Prüfung an den Taxischein zu kommen.........oder wie ist es zu erklären, das jemand ohne Sprach- und Ortskenntnisse über einen solchen verfügt. Gibts einen Schwarzmarkt für diese Dinger?
Man kann alles kaufen.
Jedes Taxiunternehmen hat die Fragen die bei der Ortskundeprüfung gestellt werden in der Schublade liegen.
Vielleicht bietet Groupon diese Dinger ja neben Ehrendoktortitel ja auch noch an :D
14:09
Im Großen und Ganzen hat sich das Taxigewerbe in den letzten zwanzig Jahren in fast jeder Hinsicht verschlechtert: Service, v.a. bei älteren Fahrgäste kaum noch Hilfeleistung, Ortskenntnisse, Höflichkeit, Sprachkenntnisse, kürzeste, schnellste Wegfindung ... alles läßt zu wünschen übrig. Verbessert haben sich allerdings ganz erheblich die Fahrpreise ... zugunsten der Unternehmer natürlich !!!
1. es gibt einen sog. Taxitarif, den die Städte, Gemeinden, Kreise selbst bestimmen. Da kann das Taxi Unternehmen nichts dran ändern oder regeln.
2. wer sitzt denn gerne noch für 4-6 € die Stunde im Taxi ?! Na? Da der Stundenlohn meist so niedrig ist, sitzen vermehrt Fahrer in Taxis, die keine / schlechte Deutsch- und Ortskenntnisse haben. Das ist nunmal so und von unserer Politik/Wirtschaft so gewollt. Denn, würden die Fahrer vernünftig bezahlt werden könnte sich wsl. keiner mehr das Taxifahren leisten können...
3. Man kann als Taxifahrer nicht alle "schnellsten" Wege kennen. Wenn es doch einen kurzen Weg gibt, warum weisst man den Fahrer in dem Augenblick nicht einfach darauf hin ? Ich bezweifle zwar, das der Fahrpreis stark von der anderen Strecke abweicht, aber man hat doch auch als Fahrgast einen Mund zum reden, oder ?
4. womit wir wieder bei " wir wollen alles billig " sind. Wenn ihr total netten, oft alkoholisierten Fahrgäste alles billig wollt, dann wird dem Fahrer nur 4-6 € die Stunde bezahlt. Das führt dann wieder zu Punkt 2 !
5. Wollt ihr qualifizierte Fahrer haben, dann zahlt freiwillig jedem Fahrer 5 € mehr pro Fahrt. Glaubt mal das dieser Fahrer dann der Netteste und serviceorientierste Fahrer für euch sein wird. Zudem gibt er euch dann gerne seine Handynummer und wird schneller an Orten sein, wo Hunderte auf ein Taxi warten, um euch da abzuholen, während die anderen alle warten müssen.
6. Ich spreche aus jahrelanger Erfahrung im Taxigewerbe.
13:43
1. Klasse: Taxis mit Ortskenntnis
2. Klasse: Taxis mit Navi
Ich möchte wetten in der Klasse 2 wird es durchweg billiger.
13:32
Jedenfalls nicht den kürzesten Weg! Komme soeben vom Essen in Essen. Sehe, wie ein Taxi seitlich eines Grünstreifens anhält und einparkt, der Fahrer verlässt das Fahrzeug, stellt sich an den Busch und verrichtet seine Notdurft, steigt wieder ein und ist wieder auf Kundensuche. Mit dem Wechselgeld dieses Fahrers möchte ich lieber nichts zu tun haben, dann gibt man in der Gewissheit wo er sonst so seine Hände hat lieber reichlich Trinkgeld und hofft, dass das nicht irgendwie mal "in die Hose" geht! Der Fahrer war natürlich Mercedesfahrer!