„Viel Zeit in Überlebenskampf investiert“

Blickt zurück auf das Jahr 2011: Ünsal Baser,Vorsitzender des Duisburger Jugendrings.
Blickt zurück auf das Jahr 2011: Ünsal Baser,Vorsitzender des Duisburger Jugendrings.
Foto: WAZ FotoPool

Duisburg.. Duisburgs Jugendverbände blicken mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf das Jahr 2011 zurück.

Zwar sind die Mitgliederzahlen in den Verbänden im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, doch ist die Zahl der Ehrenamtlichen leicht gesunken. „Besonders ärgerlich für die Jugendarbeit ist, dass wir viel Einsatz, Zeit und Energie darauf verwenden mussten, die vom Rat beschlossenen Zuschussmittel auch wirklich zu erhalten,“ erklärt der stellvertretende Jugendring-Vorsitzende Ünsal Baser. „Diese Zeit hätten wir gerne direkt für Duisburgs Kinder und Jugendliche investiert, statt einen Überlebenskampf zu führen.“

2.500 Stunden Jugendarbeit die Woche

Nichtsdestotrotz ist der Jugendring stolz auf die Arbeit in den Verbänden. „Wenn man die Freizeiten und Ferienangebote nicht einrechnet, bieten die Duisburger Jugendverbände im Durchschnitt 2.500 Stunden Jugendarbeit pro Woche!“, berichtet Jugendring-Geschäftsführer Christian Ladda.

Bei den Angeboten geht die Bandbreite vom Klettertraining mit der Alpenvereinsjugend im Landschaftspark über Theaterarbeit bei den Falken oder Trainingsangeboten bei der Sportjugend bis hin zu klassischen Gruppenstundenangeboten bei den Pfadfindern. „Würde man pro Stunde 10 Euro zahlen, wäre die Arbeit eines Jahres in den Duisburger Verbänden mehr als eine Mio Euro wert.“ rechnet Christian Ladda vor.

Im Durchschnitt würden in jedem Verband 115 junge Ehrenamtliche unter 27 Jahren Verantwortung für Andere tragen. Insgesamt seien 2011 in den 20 Duisburger Jugendverbänden 84.500 Mitglieder organisiert.