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Stadtentwicklung

Viel Platz für einen Platz

03.04.2009 | 17:17 Uhr
Viel Platz für einen Platz

Gearbeitet wird schon seit Wochen, gefeiert wurde gestern. Und zwar der erste Spatenstich für Ausbau und Abdeckelung der Autobahn A 59 im Bereich des Hauptbahnhofs.

Ende 2011, spätestens Anfang 2012 soll der Verkehr auch hier sechsspurig rollen und darüber viel Platz zum Flanieren sein.

Damit wird dann erst einmal der Ausbau der innerstädtischen Nord-Süd-Verbindung beendet sein. Nördlich der Ruhr bleibt's bei vier Spuren, bis eines wahrscheinlich fernen Tages Geld da ist für die Verbreiterung der Berliner Brücke über den Hafen.

„Ein wichtiges Bauwerk für die Stadt, ein schwieriges für uns Straßenbauer”, stellte Ralf Pagenkopf vom Landesbetrieb Straßenbau NRW das mehr als 103 Mio Euro teure Projekt gestern vor. Seit dem Einsturz des Kölner Stadtarchivs ticken die Uhren auf Großbaustellen anders. So verzögert sich beispielsweise der Neubau von „Forum”-Erbauer Multi am Rande des entstehenden Deckels wegen Bauteilen im Untergrund, die man nicht voreilig entfernen will.

Knapp 2,3 Kilometer lang ist das aktuelle Ausbaustück der A 59, 300 Meter davon, zwischen Königstraße und bisherigem Verteilerkreis sollen im Tunnel verschwinden. Rund zweieinhalb Jahre müssten die Anlieger jetzt mit Lärm und Staub, die Autofahrer mit Staus leben: „Aber die Baustelle von heute ist die freie Fahrt von morgen.”

Schon zu Beginn der Bauarbeiten werde man aber die neuen Lärmschutzwände errichten. „Flüsterasphalt” ist fest eingeplant, auch Tempo 80 soll künftig den Geräuschpegel dämpfen.

Denn auf dem Teilstück der A 59 mitten in der Innenstadt werden täglich knapp 60 000 Autos gezählt. Bis 2015 soll die Blechflut nach Prognosen von Verkehrsexperten um weitere 50 Prozent steigen.

Dass aber bleibt dank Deckel dem Innenstadt-Flaneur weitgehend verborgen. Wie es darauf einmal aussehen soll, steht noch nicht fest. Aber Oberbürgermeister Adolf Sauerland machten seinem Planungsdezernenten Dressler gestern schon einmal deutlich, wie er es gerne hätte: „Schön bitte, lieber Jürgen!” Der Dezernent bevorzugt für diesen zentralen Stadtplatz einen „gestalterischen Wettbewerb” unter renommierten Landschaftsarchitekten: „Acht bis neun Büros werden sich da zeigen müssen.”

Willi Mohrs

Kommentare
04.04.2009
18:58
Viel Platz für einen Platz
von Christoph Dornscheidt | #3

Es wird Zeit, dass der hässliche und laute Bahnhofsvorplatz einen schönen und vor allem Großstadtkarakter bekommt. Wollen wir nur hoffen, dass weniger...
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2009-04-03 17:17
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