Vertrag von Duisburg-Marketing-Chef offenbar heimlich verlängert
03.05.2010 | 13:26 Uhr 2010-05-03T13:26:00+0200
Duisburg. Nach NRZ-Informationen bleibt Uwe Gerste offenbar weitere fünf Jahre Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG). Prekär: Stadtrat und Aufsichtsrat wurden nicht informiert, die mögliche Vertragsverlängerung soll heimlich erfolgt sein. Die Beteiligten hüllen sich in Schweigen.
Der Anstellungsvertrag von CDU-Mitglied Uwe Gerste als Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft (DMG) ist nach Informationen der NRZ bereits verlängert. Und zwar klammheimlich – ohne dass der Aufsichtsrat der DMG, der Stadtrat oder die Öffentlichkeit informiert worden sind. Sollten diese Informationen stimmen, bliebe Gerste nach dem 31. August für weitere fünf Jahre sehr gut dotierter Chef der städtischen DMG. Gegenüber der NRZ schweigen die Verantwortlichen beharrlich zu den Vorgängen.
Uwe Gerste, von der NRZ bereits vergangene Woche auf seinen Anstellungsvertrag angesprochen, zeigte sich wortkarg: „Dazu darf ich nichts sagen!” Derartige Informationen würden seiner vertraglich festgelegten Verschwiegensheitspflicht unterliegen. Ebenfalls keine erhellende Aussage von Gerstes Parteifreundin Petra Vogt, die nicht nur Chefin der Stadtrats-CDU ist sondern auch Vorsitzende des DMG-Aufsichtsrates. Mit dem Hinweis „Das ist eine interne Angelegenheit des Aufsichtsrates” lehnte die Politikerin jede Auskunft ab.
Für fünf Jahre bestellt
Uwe Gerste wurde im Juni 2005 vom Stadtrat zum Geschäftsführer der DMG bestellt. Für fünf Jahre. Ausgeschrieben war die Stelle nach dem Tod des früheren Geschäftsführers Gerd Bildau nicht: Vielmehr forschte ein „Headhunter” nach einem Nachfolger – und präsentierte den Duisburger CDU-Mann Uwe Gerste. Bereits im August 2009 hatte die NRZ berichtet, dass CDU und Grüne die Vertragsverlängerung von Gerste frühzeitig festklopfen wollten. Es gab eine öffentliche Diskussion. Und aufgrund der anstehenden Kommunalwahl wurden derartige Pläne, die von Petra Vogt und Uwe Gerste bestritten wurden, fallen gelassen.
Zwei mögliche Lösungen
Doch jetzt scheint sich Gerste weitere fünf Jahren seinen Chef-Sessel bei der DMG gesichert zu haben. Nach NRZ-Informationen gab es dafür zwei mögliche Optionen:
1. Es soll eine Vertrags-Klausel geben, wonach sich die Anstellung automatisch verlängert, wenn der bisherige Geschäftsführer nicht innerhalb einer bestimmten Frist vor Auslauf seines Vertrages über eine möglicherweise anstehende Änderungen informiert wird. In diesem Fall hätte sich Gerstes Vertrag automatisch durch „Liegenlassen” (und Stillschweigen) verlängert.
2. Eine andere Möglichkeit ist, dass Petra Vogt als Aufsichtsratsvorsitzende und Oberbürgermeister Adolf Sauerland als Vertreter der Stadt als Gesellschafter der DMG den Vertrag aktiv verlängert haben.
Welche Lösung die Verantwortlichen auch gefunden haben: Interessant ist, dass bisher weder Stadtrat noch Aufsichtsrat informiert wurden.

19:22
http://www.derwesten.de/staedte/duisburg/Besucherzentrum-bereitet-dem-Betriebsrat-Sorgen-id1432256.html
Wie kann an das nur unterstützen?
14:37
Gerste und die Loveparade
Ach wäre es schön und sinnvoll, wenn sich der sehr teuere Herr Gerste, jetzt offenbar still und heimlich weitere fünf Jahre zum Geschäftsführer der Duisburg Marketing Gesellschaft berufen, ein wenig um die Vermarktung der wirklich wichtigen Duisburger Standortfragen kümmern würde.
Für diese unsägliche Love Parade arbeitet scheinbar mehr oder weniger die gesamte DMG.
Herr Gerste, auch wenn es bei ihnen noch nicht angekommen ist, wir haben ganz andere Sorgen und Nöte und ganz andere Stärken als ein Tanzevent!
Par Beispiele: Die höchte Staubkonzentration in der Bundesrepublik, die schlechteste Kindergartensituation in der Bundesrepublik, einen irre hohen Anteil an arbeitsloser Bevölkerung, badewannengroße Dellen in den Straßen…..aber hier leben gute Arbeiter!
00:12
Die Bildsprache sagt alles - besonders über die Unparteilichtkeit des Mediums. Komisch, heute Morgen waren die Haare noch nicht abgeschnitten. Bestimmt reiner Zufall!
Morgen in diesem Medium: Der Vertrag von Herrn Middeldorf - hochspannend! Wetten dass???
Am besten nur die Nase - zum Mitesserzählen! Für diejenigen, die nichts Wichtigeres zu tun haben!
23:54
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23:41
@ R.Schneider
Selbstverständlich will ich Herrn Krings keine Aggressivität vorwerfen, da würden Sie mich komplett missverstehen. Ich warf vielen Kommentatoren hier und nicht zuletzt diesem Blatt Aggressivität vor. Sehen Sie sich doch als Beispiel nur mal diese Bilderwahl an.
Herr Gerste und auch Frau Janicki werden feist (fast schon dämonisch) grinsend mit einer Negativschlagzeile gezeigt, während Herr Sagurna, der sich ganz offensichtlich absolut im Unrecht befindet und sich komplett lächerlich gemacht hat, ein seriöses Foto wie auf einem Wahlplakat bekommt.
Das ist übelste Polemik, die schon in der Bildsprache beginnt und hat mit seriösem Journalismus nichts mehr zu tun.
23:31
Egon Erwin Kisch.
Hund beißt Mann ist keine Nachricht.
21:32
Die Welle!
20:38
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19:43
@ 25 R. Schneider :
Ja, im Punkte Stadtgestaltung stimme ich Ihnen zum Teil zu. Die Herren Thyssen, Krupp usw. haben diese Stadt jahrzehntelang vergewaltigt.
Wahr ist aber auch, dass Thyssen in den sechzigern die Hauptverwaltung in den heutigen Kantpark legen wollte. Das wurde vom damaligen OB Seeling mit seinen Genossen abgeschmettert, worauf Thyssen dann in Düsseldorf investierte.
Auch war es Seeling, der eine Firma namens Autounion ( heute Audi ) einen Korb gab, mit der Begründung keine Autobauer zu brauchen, man habe ja schließlich Kohle und Stahl.
Zur Wirtschaftskompetenz eines Herrn Krings sei folgendes bemerkt : Firmen wie Messer - Grießheim, Kelts / Köpi oder Weinhandel Bührmann haben dieser Stadt im Gram den Rücken gekehrt !
Sicher hatte Krings durch seinen kulturellen Geist einen adäquaten Auftritt, durch sein beherztes Auftreten in der Kruppkrise Symphatien erworben, leider ohne Früchte zu ernten ! In Sachen Integrationspolitik und Wirtschaftskompetenz blieb er blass. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätten wir z.B. immer noch die alte Mercartorhalle !
19:19
9 ...Greggi....
nein, ich bin kein Duisburger und auch kein SPD-Symphatisant, also auch nicht aggressiv. Aber Sie sollten sich einmal mit der Stadtgeschichte Duisburgs eingehend beschäftigen. Warum wohl wird Duisburg als hässlichste und furchtbarste Stadt Deutschland´s genannt ? Die Ursachen liegen u.a. in der unsäglichen Politik der ehemaligen Kohle - Stahlbarone, die mit Ihrer Geschäfts- und Grundstückspolitik verhindert haben, dass andere Wirtschaftszweige in Duisburg Fuss fassen konnten. Die reine Raffgier dieser hochwohlgeborenen Herren Thyssen, Krupp u.a. haben dazu beigetragen, dass es heute in DU Stadtviertel wie Hamborn, Bruckhausen usw. gibt. Nur haben sich diese feinen Herren ohne Verantwortung aus dem Staub gemacht und DU so verlassen, wie es heute ist. Und zu Ihrer Schelte bzgl. der SPD: Sie wollen doch nicht allen Ernstes z.B.dem damaligen OB Krings Aggressivität vorwerfen und ihm unterstellen, dass er DU in Grund und Boden gewirtschaftet hat ? Dieser Mann hat in vorderster Reihe bei den Kruppianern gestanden, als die Krupp-Schweinereien begannen. Auf solche Negativ-Schlagzeilen, wie sie der heutige Party-OB hervorbringt, kann Krings nicht verweisen.