Verteidiger fordert im Prozess gegen Alltours-Chef Verhuven neue Gutachten
17.10.2012 | 10:54 Uhr 2012-10-17T10:54:00+0200
Duisburg. Es war ein kurzer Auftakt im Verfahren gegen Alltours-Chef Willi Verhuven, der sich wegen Körperverletzung und Widerstand vor Gericht verantworten muss. Sein Verteidiger fordert weitere Gutachten, die die Unschuld des Unternehmers beweisen sollen. Das Verfahren wurde auf unbestimmte Zeit vertagt.
Das Hauptverfahren gegen Alltours-Chef Willi Verhuven ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Die Vorsitzende Richterin Oelze bestimmte einen neuen Termin „von Amts wegen“.
Beim Prozessauftakt am Mittwochmorgen vor dem Duisburger Amtsgericht forderte Verhuvens Verteidiger zwei neue Sachverständigen-Gutachten, die seinen Mandanten entlasten sollen. Eines, das noch einmal die Verletzungen analysiert, die der Motorradpolizist bei dem Vorfall am 21. März 2012 erlitten haben soll.
Außerdem solle ein weiteres Kfz-Gutachten erstellt werden, das zeigen soll, dass es theoretisch keinen Zusammenhang zwischen den Knie-Verletzungen des Polizisten und den Beschädigungen am Mercedes von Verhuven geben könne. Diesen beiden Anträgen gab das Gericht statt. Insider gehen deshalb davon aus, dass das Verfahren in diesem Jahr nicht fortgesetzt wird.
Willi Verhuven machte von Schweigerecht Gebrauch
Willi Verhuven selbst macht während des Prozesses von seinem Schweigerecht Gebrauch und bestätigte lediglich die Angaben zu seiner Person. Auch jegliche Fragen der rund 15 Journalisten ließ Verhuven beim Verlassen des Gerichtsgebäudes unbeantwortet. Sein einziger Kommentar: „Ich freue mich, dass so viel Familie und Freunde von mir hier waren.“
Bei dem Vorfall im Duisburger Innenhafen soll Verhuven während eines Warnstreiks einen Polizisten angefahren haben, der an einer Straßensperre stand und auch den Mercedes von Alltours-Chef Verhuven stoppte. Der 62-jährige Chef des Reiseunternehmens bestreitet, dass er den Polizisten angefahren hat. Verhuven selbst schildert den Vorfall so, dass der Polizist bei seinem Wendemanöver auf die Motorhaube gesprungen sei und seinen Scheibenwischer abgerissen hätte. Deshalb hat er den Beamten wegen Sachbeschädigung angezeigt. (tric/mawo)

14:09
Ich finde es ganz schön erbärmlich, wie hier von den Kommentatoren Vorverurteilung betrieben wird.
Ich war, wie warscheinlich alle Anderen hier, bei dem Vorfall nicht dabei und weiss nicht, was sich tatsächlich ereignet hat.
Was ich aber definitiv weiss, daß der beschuldigende Polizeibeamte schon in der Vergangenheit Leute mit frei erfundenenen Beschuldigungen und Vergehen angezeigt hat.
Er schreckt auch vor vörsätzlicher Falschaussage bei Gericht nicht zurück.
Mit diesem Hintergrund habe ich persönlich erhebliche Zweifel an der Darstellung des Polizeibeamten.
13:38
Einfach die nächste Reise nicht mehr bei Alltours buchen. Das Schlimmste was so einem neureichen &§$%/($% passieren kann ist weniger Geld einzunehmen.
Solche Egozentriker haben doch nur ihr eigenes Kontoguthaben im Blick.
Nieten in Nadelstreifen frei von jeglicher emotionaler Intelligenz.
08:29
...wenn jemand meint, er könnte sich über die Gesetzte hinwegsetzen und dann noch das ausstehende Verfahren durch das Betreten von Nebenschauplätzen (neue Gutachten u.ä.) in die Länge ziehen, dann ist das kein Zeichen von Größe sondern von Größenwahn.
Ich weiß, wo ich meine nächste Reise nicht mehr buche!
19:54
Wenn dieser Mensch (?) sich bei einem relativ geringen Anlass so verhält, dass er die Gesundheit anderer missachtet, was geschieht dann dem Alltours-Kunden bei evtl. gerechtfertigter Klage wegen Unzulänglichkeiten am Urlaubsort??
Fazit: Alltours ab Heute gestrichen.
18:01
Zum Glück sind vor dem Gesetz alle gleich. Oder gleicher. Das Urteil erwarte ich für 2017, zehn Euro Geldbuße.
Könnten Sie Ihre Angaben bitte präzisieren, wann 2017, in welchem Monat und zu welchem Tag, auf die Uhrzeit möchte ich Sie nicht festlegen. Dann fordern Sie aber noch eine hohe Strafe.
Aber ich glaube, dieser ganzen Sache kann man nur mit viel Sarkasmus begegnen.
Sarkasmus ist immer und überall angebracht. Leider. :-)
17:32
Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.
16:59
Meine ganz persönliche und unmaßgebliche Formel aus den bisherigen Presseberichten:
Verhuven=Alltours=Boykott
Wer sich so gehen läßt , seine Pflichten so wenig beachtet und seine Rechte so gut kennt, der braucht nicht mit meiner Kundschaft rechnen.
14:44
Ohne seinen Anwalt sagt der nichts.
Müssen erfolgreiche Geschäftsmänner so cholerisch sein?
14:09
wenn er sich den einen guten Anwalt leisten kann. Das ist systemimanent.....
Wieso "einen"? Nach Fernsehaufnahmen waren es 3 Anwälte, Entschuldigung, es waren 2 Anwälte und eine Anwältin, die sich um den Angeklagten gruppierten.
Ich werde bei der ganzen Sache den Verdacht nicht los, dass die Anträge der Richterin so richtig in den Kram passten. Mit Anträgen zu Gutachten können Gerichtsentscheidungen bis auf den Sankt-Nimmerleinstag verschoben werden. Das machen Versicherungen immer wieder vor.
Ich hätte noch einen Vorschlag an die "Anwälte": Lassen Sie prüfen, ob das Motorrad überhaupt noch eine gültige TÜV-Plakette hatte." Sollte die TÜV-Prüfung abgelaufen sein, dann hätte das Motorrad nebst Fahrer da gar nicht stehen dürfen. ;-)
13:08
Im März soll das passiert sein und jetzt werden neue Gutachten beantragt. Was ist los in unserem Staat, wenn Verteidiger mit so einfachen Forderungen den Prozessverlauf in die Länge ziehen können? Wenn er neue Gutachten hätte haben wollen, hätten diese längst beantragt werden können.
Die ganze Sache wird bestimmt einfach im Sande verlaufen und das wars dann mal wieder.